Holocaust-Gedenktag am 27. Januar

Am 27. Januar 2020 jährte sich zum 75. Mal die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, in dem nach jüngeren Erkenntnissen weit mehr als 1,1 Millionen Menschen ihr Leben lassen mussten.  Aus diesem Anlass heraus, aber auch aus der Sorge um einen in Deutschland und Europa wieder erstarkenden Antisemitismus, wurde am Ratsgymnasium Rotenburg unter Beteiligung der Fächer Politik-Wirtschaft, Deutsch, Religion und Geschichte zum Thema Judenfeindlichkeit eine schulische Ausstellung eröffnet, die bis zum 07.02.2020 in der Pausenhalle präsentiert wird. Schulleiterin Iris Rehder erinnerte in ihrer Eröffnungsrede daran, dass sowohl Täter wie Opfer Menschen waren. „Die Täter waren fast immer Deutsche. Damit wir uns immer wieder klar machen, dass es hier nicht um anonyme Geschichtsfakten geht, sondern dass das Unrechtsregime im Dritten Reich Nachbarn, Verwandte und Freunde betraf, auch hier in Rotenburg.“ Aus diesem Grund hätten sich Lehrende und Lernende am Ratsgymnasium zusammengefunden und diese Ausstellung vorbereitet. Sie dankte allen Beteiligten für die geleistete Arbeit.

Manfred Göx, Vorstandsmitglied des Fördervereins der Cohn-Scheune, dem zentralen Ort für die Erinnerung an Leben, Kultur und Schicksal der jüdischen Bevölkerung in Rotenburg, berichtete von der gesellschaftlichen Relevanz der Erinnerung und der Verantwortung, die den Nachfahren zukommt. Gerade deshalb sprach auch er den beteiligten Jugendlichen seine Hochachtung und seinen Dank für die geleistete Arbeit aus.

Der Historiker und ehemalige Kollege am Ratsgymnasium Friedhelm Horn erinnerte Beispielhaft an das Leben von Hildegard Jacobsen, der letzten Überlebenden der Familie Cohn. Sie konnte nach Großbritannien fliehen, ihre Eltern aber wurden 1943 in Auschwitz-Birkenau ermordet. Hildegard war zu diesem Zeitpunkt 14 Jahre alt. Horn verwies darauf, wie wichtig die Auseinandersetzung mit eben dieser menschlichen Seite des Holocaust sei – auch oder gerade deswegen sei das Ausstellungsprojekt ein wichtiger Baustein der lebendigen Erinnerung.

Die Ausstellung umfasst Erläuterungen zu historischen und gegenwärtigen Formen sowie Entwicklungen der Judenfeindlichkeit in Deutschland. Die Projektarbeit einer 8. Klasse zeigt am konkreten Schicksal Anne Franks, ihrer Familie und Mitverfolgten, wie sich Judenfeindlichkeit auf das Leben von einzelnen Menschen ausgewirkt hat. Die Ausstellung beinhaltet neben einer Audiodatei mit einem von einer Schülerin vorgelesenen Tagebucheintrag von Anne Frank auch ein Quiz, das mit Hilfe der der Ausstellung gelöst werden kann- Der in liebevoller Arbeit gefertigte Modellnachbau des Hinterhauses, in dem sich die Familie Frank und Bekannte (vergeblich) vor den Verfolgern zu verstecken versuchten ergänzt den Thementisch, der in der Schulbibliothek zentral aufgebaut ist.

Leider ist es in der Ausstellung aber auch notwendig, ganz aktuelle Entwicklungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu thematisieren. Insbesondere Beispiele aus den neuen sozialen Medien belegen hier eine fortschreitende Verrohung.

Die Ausstellung will schließlich auch ganz konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, wie jeder Hass und Hetze effektiv begegnen kann. So sollen Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums, aber auch das Kollegium gestärkt werden für ein klares Eintreten gegen Antisemitismus, Hass, Rassismus und Intoleranz.

Deutsch-Französischer Tag 2020

Am Deutsch-Französischen Tag, alljährlich gefeiert am 22. Januar in Gedenken an die Unterzeichnung des Élysée-Vertrages 1963, wurden die Schülerinnen und Schüler der Europaschule Ratsgymnasium Rotenburg heute wieder durch die entsprechende Beflaggung vor dem Haupteingang der Schule begrüßt: Einträchtig nebeneinander wehten in der Gerberstraße die Fahnen von Deutschland, Frankreich und die der Europäischen Union.

In der großen Pause ertönte laut schallend die „Marseillaise“, Frankreichs Nationalhymne, durch die Pausenhalle und lockte das Publikum an. Schulleiterin Iris Rehder eröffnete dort im Beisein der Europakoordinatorin Susanne Rohde, der Fachgruppe Französisch sowie von Gästen aus dem Deutsch-Französischen Partnerschaftsverein und zahlreichen Schülerinnen und Schülern die Ausstellung der Projektergebnisse aus den Französischkursen des Jahrgangs 11.

Unter der Leitung ihrer Lehrkräfte hatten sich diese im Rahmen einer umfangreichen Projektarbeit mit Themen befasst, die die Deutsch-französische Zusammenarbeit oder aber französische Persönlichkeiten ins Zentrum ihrer Betrachtungen stellten. Die Präsentation der Ergebnisse auf Plakaten in der Pausenhalle stellte den krönenden Abschluss der Projektarbeit dar, der in den jeweiligen Kursen Präsentationen auf Französisch (Bild) und das Verfassen einer längeren schriftlichen Ausarbeitung vorangegangen war. Die Spanne der Themen reichte hierbei vom Leben Charles de Gaulles über die Geschichte der bewegten sowohl deutsch und französisch geprägten Region Elsass-Alsace, die Erfolgsgeschichte des binationalen Fernsehsenders arte bis hin zum Aachener Freundschaftsvertrag von 2019.

Ganz im Geiste des Deutsch-Französischen Tages, der Jugendliche beider Nationen auf internationale Begegnungsmöglichkeiten aufmerksam machen soll, konnte Europakoordinatorin Susanne Rohde den aktuellen Planungsstand zum diesjährigen Frankreichaustausch bekanntgeben: Das Ratsgymnasium freut sich für den kommenden März auf den Besuch seiner französischen Gäste aus Sainte-Foy-la-Grande – die Vorfreude steigt also bei den Beteiligten.

Bereits heute wurde indes mit großem Appetit der traditionelle französische Dreikönigskuchen verkostet, den Freiwillige aus dem 9. Jahrgang für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler gebacken hatten . Der Besuch der Mitglieder des Deutsch-Französischen Partnerschaftsvereins Anlässlich der Veranstaltung zum deutsch-französischen Tag am Ratsgymnasium Rotenburg zeugt davon, wie sehr die europäische Idee in Gestalt der deutsch-französischen Partnerschaft in Rotenburg gelebt und gefördert wird.

Winterball des Freundeskreises

Der vom Freundeskreis des Ratsgymnasiums organisierte und ausgerichtete Winterball fand in diesem Jahr aus Platzgründen zum ersten Mal nicht mehr im Haus Niedersachsen statt, sondern in der „Oase – Haus am Luhner Forst“. Ein anderes Novum war der Online-Verkauf der Eintrittskarten über ein Ticketsystem auf der Homepage der Schule. Beide Änderungen haben die Bewährungsprobe bestanden, konnten so doch auch diesmal ehemalige Schülerinnen und Schüler einfach von ihrem jetzigen Wohnort aus Eintrittskarten erwerben, eine Forderung, die nach den Erfahrungen der letzten Jahre gerne Gehör fand.

So füllte sich dann auch der Saal mit Damen in Ballkleidern und Herren in Anzug und Weste, aktuelle Schülerinnen und Schüler trafen auf Ehemalige, so manche Begegnung gab es so zum ersten Mal seit Jahren, immer wieder begegneten sich an diesem Abend ehemalige Mitschülerinnen und Mitschüler, die sich aus den Augen verloren hatten. Aber auch etliche Lehrkräfte hatten die Gelegenheit genutzt, das eine oder andere Gespräch zu führen um zu erfahren, was aus den einstigen Schützlingen geworden ist und in welche Himmelsrichtung es sie verschlagen hat. Was bei allen guten Gesprächen aber auch nicht zu kurz kam, war das Feiern. Sehen Sie hier einige bildhafte Eindrücke:  

Eindrücke vom Weihnachtsbasar

Die letzten Ferien des Jahres haben begonnen – eingeleitet traditionell vom Weihnachtsbasar der Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums. Auch in diesem Jahr gab es wieder eine breite Spanne an Verkaufständen mit liebevollen Dekorationsartikeln, mit Schmuck und Nützlichem, es gab kulinarische Genüsse auf teils erstaunlichem Niveau – und wieder viele spannende Spiele für und mit Schüler- und Lehrerschaft. So waren zum Beispiel mit „Schlag den Lehrer“ und „Wer wird Schokomillionär?“ die Quiz- und Ratespiele wieder auf interessante Weise vertreten. Und wieder ließen die Schülerinnen und Schüler in so mancher Kategorie ganz schon alt aussehen.

Begleitet wurde der Basar auch in diesem Jahr von einem abwechslungsreichen Programm der Musikklassen und AGs auf der Bühne der Aula, wo sich den ganzen Vormittag über ein zwar wechselndes, aber immer großes Publikum von den Leistungen der Interpreten begeistern ließ. Teils wurden hier Weihnachtsklassiker zum Besten gegeben, aber immer wieder fanden sich echte Überraschungen auf den Setlists, die dann auch vom Publikum mit gebührendem Applaus bedacht wurden.

Die gesammelten Spenden gehen in diesem Jahr an das Kinderhospitz Löwenherz sowie im Rahmen eines Äthiopienprojektes an das Diakonissen-Mutterhaus in Rotenburg.

Eindrücke vom Weihnachtsbasar

Der Weihnachtsbasar 2019 kommt…

Am kommenden Freitag, den 20.12.2019, findet der alljährliche Weihnachtsbasar im Ratsgymnasium Rotenburg statt. Wie jedes Jahr wird der gesamte Erlös für wohltätige Zwecke gespendet. Der Schülerrat hat sich erneut dazu entschlossen, eine regionale und eine internationale Organisation zu gleichen Teilen zu unterstützen. Dabei fiel die Wahl auf die regionale Organisation „Kinderhospiz Löwenherz e.V. aus Syke bei Bremen und als internationales Projekt die Äthiopienhilfe des „Diakonissen Mutterhaus“, das bei diesem Projekt mit der Organisation „OSSHD“ kooperiert.

Das Kinderhospiz Löwenherz in Syke kümmert sich um Kinder und Jugendliche, sowie deren Familien, die an unheilbaren lebensverkürzenden Erkrankungen leiden. Der Verein leistet den Patienten sowie deren Familien Beistand auf dem Sterbeweg. Anliegen des Vereins ist es, das Leben der Patienten und deren Familien in dieser sehr schwierigen Zeit so angenehm und schön wie möglich zu gestalten und das Leben der Betroffenen mit Freude zu füllen.

Die Äthiopienhilfe versorgt Kinder und Jugendliche, die oder deren Eltern direkt oder indirekt von HIV/Aids betroffen sind. Mathias Richter (Vorstandsvorsitzender des „Diakonissen-Mutterhaus“ in Rotenburg) beschreibt die Arbeit der Organisation Äthiopienhilfe mit den Worten: „Es ist tief beeindruckend, wie man mit 26 Euro im Monat das Leben eines Kindes verändern und sowohl Zukunft als auch Hoffnung schenken kann“.

Kinder und Jugendliche in einem der ärmsten Länder der Welt erhalten Nahrung, ein Dach über dem Kopf und können zur Schule gehen, weil Paten in Deutschland Sie unterstützen. Es ist garantiert, dass das Geld in vollem Umfang in Äthiopien ankommt, da jegliche anfallende Verwaltungskosten vom Diakonissen Mutterhaus übernommen werden. Bereits im letzten Jahr hatte das Ratsgymnasium die Äthiopienhilfe mit einem einmaligen Betrag von 1892,26€ unterstützt.

Von nun an sollen für die nächsten Jahre Patenschaften in Äthiopien übernommen werden. Eine solche Patenschaft kostet pro Monat 26€ pro Kind oder Jugendlichen. Dieses Geld sichert die Ernährung der Kinder, da ihr Eltern entweder an HIV verstorben oder in Folge der Krankheit nicht mehr in der Lage sind für ihre Kinder zu sorgen. Außerdem wird das Geld in Bildung investiert, damit die Kinder eine bessere Zukunft haben. Für wie viele Kinder letztendlich Patenschaften übernommen werden können, hängt von der Höhe des Erlöses des Weihnachtsbasars ab.

Es sind alle herzlichst zum Weihnachtsbasar am Ratsgymnasium eingeladen. Der Basar bietet eine tolle Möglichkeit noch letzte Weihnachtsgeschenke wie selbst gebackene Plätzchen oder Bastelarbeiten zu kaufen. Auch können Sie es sich an einem der zahlreichen Getränke&Essens Stände gut gehen lassen. Dabei können Sie ganz einfach Gutes tun und Menschen unterstützen, denen es nicht gut geht und die kein unbeschwert schönes Weihnachten feiern können. Ebenfalls ist in der Aula ein abwechslungsreiches Program geboten. Der Weihnachtsbasar geht von 9:45 bis 12:30 Uhr.

Also: bringen Sie Durst und Hunger mit und besuchen den Weihnachtsbasar und tun Sie gemeinsam mit den Schülern Gutes.

Für die Schülerschaft des Ratsgymnasiums: Die Schülervertretung

Weitere Informationen zu Löwenherz finden Sie unter: https://www.kinderhospiz-loewenherz.de
Weitere Informationen zur Äthiopienhilfe finden Sie unter: https://www.diako-mutterhaus.de/helfen/

Weihnachtskonzert des Ratsgymnasiums

„Stimmungsvolle weihnachtliche Musik“ hatte die Fachgruppe Musik des Ratsgymnasiums gemeinsam mit den beteiligten Schülerinnen und Schülern angekündigt, und das bekamen die wie in jedem Jahr zahlreich erschienenen Gäste. Eltern und Großeltern, Geschwister und Freunde sowie zahlreiche der Schule zugetane Besucherinnen und Besucher hatten an diesem Donnerstagabend den Weg in die Rotenburger Stadtkirche gefunden, wo traditionell das Weihnachtskonzert der verschiedenen Musikprofilklassen sowie der AGs stattfindet. Eröffnet wurde der Abend von Schulleiterin Iris Rehder, die sowohl Mitwirkende als auch Gäste herzlich willkommen hieß.

Neben dem immer wieder bezaubernden Ort tat auch in diesem Jahr das abwechslungsreiche Programm, das mit einer musikalischen Bandbreite von Barock bis Pop und Jazz aufwartete, sein Übriges, um in der leider häufig allzu hektischen Vorweihnachtszeit ein wenig Besinnlichkeit und Vorfreude zu bringen.

Mit den Profilklassen der Jahrgänge 5 bis 7 zeigten zur Eröffnung des Abends die jüngeren Schülerinnen und Schüler, was für beeindruckende Fertigkeiten sie in den letzten Monaten erarbeitet haben. Unter der Leitung von Frank Domhardt spielte die Bläserklasse 6b Weihnachtslieder auch zum Mitsingen. Anschließend brachte Musiklehrerin Astrid Mujica Alvarado das Kunststück fertig, die Chorklassen 5c und 6c zusammen mit der Klasse 7m in immer wieder wechselnder Besetzung und Choraufstellung zu einer musikalischen Einheit zu formen, die mit viel Verve und Spaß vom „Winter Wonderland“ sangen und, ganz klassisch, eine „Fröhliche Weihnacht“ wünschten. Die beiden Musikprofile des 8. und 9. Jahrgangs trugen anschließend traditionelle und moderne Weihnachtslieder vor. Die jeweiligen leitenden Lehrkräfte, Frank Domhardt und Ignacio Mujica Alvarado waren sichtlich stolz auf die Vorträge ihrer Schützlinge und das Publikum spendete großzügig Applaus, bevor die Jazz-AG unter der Leitung von Jörn Gohde dann amerikanische Weihnachtslieder in beswingten Arrangements intonierte.

Zum Abschluss eines wieder einmal fantastischen musikalischen Abends gab sich unter der Leitung von Kirsten Toddenroth der Oberstufenchor noch mit Coldplays emotionalem „The Scientist“ ganz zeitgemäß die Ehre. So gelang der Fachgruppe Musik auch in diesem Jahr die beeindruckende Leistung, für alle Altersstufen und Geschmäcker ein packendes Programm zu zaubern. Die in die inzwischen doch recht kalt gewordene Rotenburger Nachtluft hinausströmenden Gäste schwebten dann auch zwischen heiterer Beschwingt- und weihnachtlicher Beseeltheit. Nicht gerade ein schlimmer Zustand, so kurz vor dem Nikolaustag.

Eindrücke des Abends

Erstes Nikolaussingen

Ganz am Schluss wurde es dann richtig laut in der Aula: Mehr als 200 Schülerinnen und Schüler waren dem Aufruf zum ersten „Nikolaussingen“ an diesem Freitag in der ersten großen Pause gefolgt und schmetterten aus voller Kehle Rolf Zukowskis Klassiker „In der Weihnachtsbäckerei“ und klatschten den Takt. Was als eine spontane Idee der drei Lehrkräfte Jonas Kruse, Norbert Bitzer und Niels ten Brink begonnen hatte, erlebte so gleich beim ersten Versuch eine Resonanz, mit der so keiner gerechnet hatte. „Wenn 60 Leute kommen, dann ist das ein Erfolg“ – so war im Vorfeld die Devise.

Mit Liedern wie „Stille Nacht, heilige Nacht“ oder „O Tannenbaum“ zeigten die Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche Lehrkräfte, wie wichtig ihnen das gemeinsame Singen im Advent ist. Und so kam dann, trotz – oder gerade wegen – der fehlenden gemeinsamen Proben und der daraus resultierenden Abstimmungsprobleme zwischen Chor und Instrumenten eine heitere und gelassene Stimmung auf, insbesondere wenn die Lehrer mit den Akkorden mal daneben lagen oder, zur allgemeinen Überraschung, die durch das olfaktorische Organ des stellvertretenden Schulleiters Jonas Kruse angetriebene Nasenflöte zum Einsatz kam. 

Einhellige Forderung des Chores am Ende: „Wir wollen nochmal singen!“ Also: Am kommenden Freitag, gleiche Zeit, gleicher Ort. Auf einen frohen, gemeinsamen Advent!

Eindrücke vom Nikolaussingen

(Fotos: Olaf Buthmann)

Magische Gestalten in der Bibliothek – Der Vorlesewettbewerb 2019

Big Boss Zeus, Shetlandponys als Gespenster-Agenten, Trolle, Riesen und andere Monster mit magischen Schwertern, der Junge Magnus, der den Weltuntergang verhindern sollte und natürlich Harry Potter – sie alle treffen sich am an einem Mittwoch im späten November in der Bibliothek des Ratsgymnasiums, als es wieder einmal zu klären gilt: „Wer liest am besten?“

Wie in den Jahren zuvor hat die Stiftung Buchkultur und Leseförderung zum Lesewettbewerb aufgerufen. Obwohl sich die versammelten Mädchen und Jungen aus dem 6. Jahrgang der Schule bereits beim Vorlesen in ihren Klassen als „Beste LeserInnen“ bewährt hatten, kann man die Nervosität deutlich spüren. Eng zusammengerückt warten sie auf den eigentlich so gemütlichen Sofas in der Bibliothek darauf, endlich vorlesen zu dürfen. Zum Glück haben alle eine beste Freundin oder einen besten Freund aus ihrer Klasse mitbringen dürfen, die ihnen gut zureden und die Nerven etwas beruhigen.

Drei Minuten lang dürfen die Kinder einen Ausschnitt aus einem Buch ihrer Wahl vorlesen, nachdem sie diesen zunächst in den erzählerischen Zusammenhang eingeordnet und allgemeine Informationen zum Buch mitgeteilt haben. Gar nicht so leicht, wenn die Jury, bestehend aus den Deutschlehrerinnen und -Lehrern des Jahrgangs sowie den Bibliothekarinnen, genau zuhört und sie nicht aus den Augen lässt.

Anschließend sollen die Kinder ihr Lesekönnen für erstaunlich lange zwei Minuten an einem ihnen fremden Text unter Beweis stellen. Dafür hat man ihnen mit einem Auszug aus dem Roman „Das Labyrinth des Fauns“ von Cornelia Funke und Guillermo del Toro schon ganz schön anspruchsvolle Literatur vorgelegt – die sie aber alle mit Bravour vortragen.

Die anschließende Bewertung ist dann für die Lehrkräfte auch deutlich schwer: Lesetechnik, Interpretation und die Textauswahl sind dabei die Kriterien. War der Vortrag lebendig? Wer hatte die Stimmung des Textes am besten vermittelt, hatte deutlich und in einem angemessenen Lesetempo gelesen?

Die Entscheidung fällt schließlich auf Hugo Hermann aus der Klasse 6d, der stolz und glücklich übers ganze Gesicht strahlt. Schokoladenweihnachtsmänner gibt es anschließend als Belohnung für alle (Bild links) – für Hugo allerdings zusätzlich noch eine Urkunde als Schulsieger.

Wünschen wir ihm, dass er beim Regionalentscheid im Frühjahr wieder Grund zum Strahlen hat!

(Text: Lechner-Domhardt, Fachobfrau Deutsch)

Klassenklimaprojekt aller 6. Klassen des Ratsgymnasiums

Der Film „Sandra wird fertiggemacht“ ist zwar schon ein wenig in die Jahre gekommen, macht aber deutlich, dass es hier um das uralte und doch immer wieder aktuelle Thema „Mobbing“ geht.

„Wir tun etwas für das Klassenklima“ ist der Titel des Aktionstages, der dieses Jahr am 11.11.2019 stattfand und dessen Ziel frühzeitige Mobbing-Prävention ist. Organisiert wird dieses regelmäßig stattfindende Projekt von den Beratungslehrern der Schule. Unterstützt werden sie an diesem Tag durch etliche sehr engagierte Lehrkräfte, die dafür extra geschult und vorbereitet wurden.

Mit Hilfe von Theater- und  Rollenspielen (Bild rechts) sowie Gesprächen und anderen Spielen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Unterschied zwischen „Streit“ und „Mobbing“ und auch mit den Fragen, was eine Klassengemeinschaft „gut“ macht, was sie stören kann und welche Möglichkeiten es gibt, in der Gruppe oder individuell gegen erlebtes oder beobachtetes Mobbing vorzugehen.

Im letzen Teil der Veranstaltung hatten alle Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, die Probleme in der Klasse offen anzusprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Der Aktionstag ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern zu erkennen, wie wichtig eine gute Klassengemeinschaft ist  – und was dafür zu tun ist, damit sich alle wohlfühlen.

(Text: Marina Petersen)

Konzert und Workshop mit der Gruppe „VerQuer“ und den Musikklassen der Jahrgänge 5-7

Eine spannende Veranstaltung erlebten kürzlich etwa 100 Schülerinnen und Schüler aus den Musikklassen der 5. bis 7. Jahrgangsstufe am Ratsgymnasium. Das professionelle Querflötenquartett „VERQUER“ war zu Gast und beeindruckte die Schülerschaft  zunächst mit einem halbstündigen Konzert, in dem virtuose Werke von Barock bis Jazz und Pop mit viel Spielfreude und allesamt auswendig vorgetragen wurden. Von der kleinen Piccoloflöte bis zur mannshohen Kontrabassquerflöte verblüffte „VERQUER“ das Publikum mit dem Einsatz sämtlicher Querflötengrößen und bezog bei dem rasanten und vielseitigen Mix zur Freude der Schüler auch Body Percussion-Elemente mit ein.

Nach einer kleinen Runde mit Fragen der Schülerinnen und Schüler an die Musiker ging es dann in vier Gruppen in die jeweiligen Workshops. Fünf Flötistinnen der 9. und 10. Jahrgangsstufe studierten mit Britta Roscher, der Leiterin von „VERQUER“, die Stücke „Plain Trout“ und „Snow Bells“ ein und trugen sie am Ende in einem kleinen Konzert mit viel Erfolg vor. Die anderen drei Dozenten erarbeiteten mit ihren Gruppen verschiedene Body Percussion Patterns, die dann mit viel Begeisterung beim großen Finale in der Aula zusammengesetzt wurden.

Wieder einmal hat sich die Zusammenarbeit mit dem Verein „Rotenburger Konzerte e.V.“ als sehr gewinnbringend und motivierend erwiesen. Folgerichtiger Kommentar einer Schülerin: „Hat voll Spaß gemacht – war nur zu kurz!“

Eindrücke vom Workshop

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