Es folgte André Artinger, der als Jahrgangskoordinator für die Lehrkräfte den Jahrgang verabschiedete. Ausgehend von einer Verabschiedung unter Normalbedingungen widmete er sich der Frage „Was ist eigentlich normal?“, um es als eine Art „Richtschnur des Lebens“ zu kennzeichnen, die sich an gemeinsamen gesellschaftlichen Regeln orientierte, aber immer relativ und individuell sei. So normal sei es für den Jahrgang, dass er – und das sehr gerne – die Abirede für die insgesamt 74 Abiturientinnen und einige SchülerInnen, die den schulischen Teil der Fachhochschulreife erreichten, halten sollte. Artinger bedankte sich bei den Abiturienten dafür, dass sie es ihm immer leicht gemacht hätten, ihr Jahrganskoordinator zu sein und bei Problemen und Sorgen gemeinsam mit ihm Lösungen gefunden haben. Er erinnerte auch an besondere Momente wie während der Skifahrt, an die er gerne zurückdenke, und bedankte sich bei den AbiturientInnen, den Eltern, der Schulleitung, dem Sekretariat, Herrn Meyer und Herrn Buthmann sowie den KollegInnen für das reibungslos durchgeführte Abitur, auch wenn bei ihm „zwischenzeitlich die Nerven blank lagen“.
Abschließend stellt er fest, dass die AbiturientInnen nun gut gerüstet für die Zeit nach dem Abi seien, um positiv durchs Leben zu schreiten und ihre individuellen Ziele zu erreichen.
Auch die Elternvertreterin Frau Norden beschrieb die Menschen allgemein als individuell und einzigartig und stellte in Frage, ob das Schulsystem genügend Rücksicht darauf nehmen könne. Sie bedankte sich aber für die tröstende Unterstützung der Eltern und der LehrerInnen, die den AbiturientInnen geholfen haben, eine Lernfähigkeit zu entwickeln, Fragen zu stellen und schwierige Phasen zu überstehen und wünschte ihnen, dass sie die Zukunft gestalten.
Für die Abiturienten und Abiturientinnen berichteten Martje Linne und Timo Saathoff aus den ersten Wochen als 5.-KlässlerInnen im Jahre 2017 bis zum bestandenen Abitur im Jahre 2026. Zwar war das Publikum bei der Einschulung und heute nahezu gleich, aber sie selbst hätten sich sehr verändert, nicht nur, dass sie selbst entschieden hätten, wie sie sich zur Entlassungsfeier anziehen. Einst noch eingeschüchterte und überforderte SchülerInnen – heute hätten sie durch viele Erfahrungen und Erlebnisse gelernt, sich gegenseitig zu unterstützen und zusammen zu halten. Sie wünschten allen, dass sie sich trauen, auch unerwartete Wege zu gehen und dankten André Artinger für seine intellektuelle und emotionale Begleitung.