Das Ratsgymnasium gratuliert zum Abitur 2026

Wir freuen uns sehr, dass so viele Schüler und Schülerinnen im Jahr 2026 ihr Abiturzeugnis entgegennehmen konnten.

Trotz enormer Hitze bei ungefähr 35 Grad wurden die diesjährigen Abiturienten im Rahmen eines musikalischen Programmes mit Orchester unter der Leitung von Astrid Mujica Alvarado und der JazzBand unter der Leitung von Jörn Gohde feierlich verabschiedet. Unter Applaus ihrer Familien und Freunde sowie der Lehrkräfte zogen sie um 11.00 Uhr stolz in die Aula ein.

Nach einigen Begrüßungsworten von Schulleiterin Iris Rehder, wies sie darauf hin, dass für Getränke gesorgt sei, die gerne auch zwischendurch genutzt werden könnten, um sich abzukühlen. Davon wurde auch in der später von ihr eingeräumten „Hydration Break“ reichlich Gebrauch gemacht, sodass die Stimmung gut war und es keine hitzebedingten Probleme gab.

 

 

Einen herzlichen Glückwunsch sprach Herr Dr. Torsen Lühring vom Schulträger aus. Er lobte die neu gestalteten Räumlichkeiten des Ratsgymnasiums und entschuldigte sich bei den Abiturienten und Abiturientinnen für den damit einhergehenden Baulärm, den sie aber mit Geduld ertragen hätten und dafür sogar einen Sonderpreis verdient hätten. Neben der Hochschulreife und die Möglichkeiten zu studieren, stellte er einige Lehrberufe vor, die vor allem beim Landkreis Rotenburg auf sie warten würden, z.B. die der Verwaltungsangestellten oder auch ein duales Studium wie Bauingenieurswesen, das sie dazu befähigte, Rotenburg mitzugestalten. Er forderte sie auf, ihre Heimatregion nicht zu vergessen, auch wenn sie in die große Weite Welt ziehen würden. Für ihre Zukunft wünschte er ihnen alles Gute.

Onno Hagenau als Vorsitzender des Freundeskreises gratulierte ebenfalls herzlich und wies auf die besonderen Umstände hin, die die AbiturientInnen seit ihrer Einschulung als 5.-KlässlerInnen mit Beharrlichkeit gemeistert hätten, wie Corona, das Aufstreben der AfD, verschiedene Kriege, Vandalismus in der Turnhalle oder den mehrjährigen Baucontainer. Er forderte sie auf, etwas aus ihren Fähigkeiten zu machen und natürlich auch, in den Freundeskreis des Ratsgymnasiums einzutreten, deren Mitgliedschaft für sie die ersten 3 Jahre kostenlos sei, um damit dessen Arbeit zu unterstützen wie Organisation des Winterballs, Musikprojekte, Hilfe für Klassenfahrten etc. Er schloss mit der Bitte um einen großartigen Applaus für diesen fantastischen Jahrgang, die Eltern und auch die Lehrkräfte für ihre Begleitung, ihren Einsatz und die Begeisterung für den Job.

 

 

Es folgte André Artinger, der als Jahrgangskoordinator für die Lehrkräfte den Jahrgang verabschiedete. Ausgehend von einer Verabschiedung unter Normalbedingungen widmete er sich der Frage „Was ist eigentlich normal?“, um es als eine Art „Richtschnur des Lebens“ zu kennzeichnen, die sich an gemeinsamen gesellschaftlichen Regeln orientierte, aber immer relativ und individuell sei. So normal sei es für den Jahrgang, dass er – und das sehr gerne – die Abirede für die insgesamt 74 Abiturientinnen und einige SchülerInnen, die den schulischen Teil der Fachhochschulreife erreichten, halten sollte. Artinger bedankte sich bei den Abiturienten dafür, dass sie es ihm immer leicht gemacht hätten, ihr Jahrganskoordinator zu sein und bei Problemen und Sorgen gemeinsam mit ihm Lösungen gefunden haben. Er erinnerte auch an besondere Momente wie während der Skifahrt, an die er gerne zurückdenke, und bedankte sich bei den AbiturientInnen, den Eltern, der Schulleitung, dem Sekretariat, Herrn Meyer und Herrn Buthmann sowie den KollegInnen für das reibungslos durchgeführte Abitur, auch wenn bei ihm „zwischenzeitlich die Nerven blank lagen“.

Abschließend stellt er fest, dass die AbiturientInnen nun gut gerüstet für die Zeit nach dem Abi seien, um positiv durchs Leben zu schreiten und ihre individuellen Ziele zu erreichen.

Auch die Elternvertreterin Frau Norden beschrieb die Menschen allgemein als individuell und einzigartig und stellte in Frage, ob das Schulsystem genügend Rücksicht darauf nehmen könne. Sie bedankte sich aber für die tröstende Unterstützung der Eltern und der LehrerInnen, die den AbiturientInnen geholfen haben, eine Lernfähigkeit zu entwickeln, Fragen zu stellen und schwierige Phasen zu überstehen und wünschte ihnen, dass sie die Zukunft gestalten.

Für die Abiturienten und Abiturientinnen berichteten Martje Linne und Timo Saathoff aus den ersten Wochen als 5.-KlässlerInnen im Jahre 2017 bis zum bestandenen Abitur im Jahre 2026. Zwar war das Publikum bei der Einschulung und heute nahezu gleich, aber sie selbst hätten sich sehr verändert, nicht nur, dass sie selbst entschieden hätten, wie sie sich zur Entlassungsfeier anziehen. Einst noch eingeschüchterte und überforderte SchülerInnen – heute hätten sie durch viele Erfahrungen und Erlebnisse gelernt, sich gegenseitig zu unterstützen und zusammen zu halten. Sie wünschten allen, dass sie sich trauen, auch unerwartete Wege zu gehen und dankten André Artinger für seine intellektuelle und emotionale Begleitung.

 

 

Zum Abschluss gratulierte Iris Rehder den AbiturientInnen ganz herzlich zum bestandenen Abitur. Als Zuspruch für die AbiturientInnen, etwas Gutes zu tun, rezitierte sie den diesjährigen Abispruch „Das Einzige, was das Böse zum Sieg benötigt, ist, dass gute Menschen nichts tun“. Sie erinnerte an die im Abigottesdienst angesprochenen Zukunftsträume in Gestalt der Origami Kraniche, die Zuversicht und Leichtigkeit zeigten, aber auch an die dazu kommende Verantwortung für andere. Auch appellierte sie an die AbiturientInnen, sich die Spielräume selbstständig zu erarbeiten, die Welt aktiv durch Handeln mitzugestalten, Themen wirklich zu durchdringen, statt die KI nach Argumenten zu befragen.

Mit der in der Schule erlernten und erlebten Zusammenarbeit, Verantwortung füreinander und notwendiges Fragen hofft Iris Rehder, dass die AbiturientInnen genügend Rüstzeug besitzen, um gesellschaftlichen Herausforderungen wie dem Klimawandel, sozialer Ungerechtigkeit, politischer Polarisierung und Desinformation entgegenzutreten und sich leidenschaftlich einzusetzen – gegen Ungerechtigkeit, für einen Beruf, für Menschen, die Hilfe benötigen. Am Ende wünschte sie ihnen alles Gute für ihren weiteren Weg.

In ihren TutorInnengruppen wurden dann die Zeugnisse, die von der Kreisgemeinschaft Angerburg gespendeten Alberten und eine Rose entgegengenommen.

Gedenktafeln des Seminarfaches „Erinnerungskultur“ feierlich eingeweiht

Am 22. Juni 2026 wurden auf der Kriegsgräberstätte des Waldfriedhofes Rotenburg zwei großformatige Gedenktafeln eingeweiht, die der Seminarfachkurs SF4 des diesjährigen Abiturjahrgangs 2026 unter Leitung von Herrn Bitzer im 3. Kurssemester erarbeitet hatte.

Eine der Tafeln hat ihren Schwerpunkt bei den Todesmärschen von KZ-Häftlingen aus Neuengamme und der Frage, wie die Opfer dieser Todesmärsche auf den Waldfriedhof nach Rotenburg kamen. Die Tafeln geben darüber hinaus Auskunft über weitere Opfergruppen, die auf dem Gräberfeld bestattet sind, und über die Historie der Exhumierungen und Umbettungen.

Bislang hatte es an einer Aufarbeitung dieser Art gefehlt. Dies betonten in ihren kurzen Dankesansprachen auch die Erste Stadträtin Bernadette Nadermann, die den Bürgermeister bei dem Festakt vertrat, und Stephan Lohmann, der in Rotenburg für Verkehr und Friedhofswesen zuständig ist. Herr Lohmann erläuterte daraufhin die Genese der Kooperation zwischen Stadt Rotenburg, Volksbund und dem Ratsgymnasium. Heinz Promann, der umfangreiches Quellenmaterial zur Verfügung stellen konnte, und Norbert Bitzer, der als Lehrer die Projektgruppen betreute, ließen anschließend die Durchführung sowie die gemeinsame Vor- und Nachbereitung des Projektes Revue passieren. Landrat Marco Prietz in seiner Funktion als Vorsitzender des Kreisverbandes des Volksbundes betonte die langjährige gute Kooperation mit dem Ratsgymnasium und die ungebrochene Bedeutung der Erinnerungskultur. Auch er bedankte sich ausdrücklich für die engagierte Leistung bei den anwesenden Schülerinnen und Schülern. Dem schlossen sich Jan Effinger, der Geschäftsführer des Volksbundes im Bezirk Lüneburg, und Ines Dirolf, die stellvertretende Leiterin der Gedenkstätte Sandbostel, mit herzlichen Worten an. Die Schüler betonten einerseits die „entspannte Arbeitsatmosphäre“ bei der Projektarbeit und andererseits die „belastende Thematik“, mit der sie aber bereits durch ihre Seminarfacharbeiten vertraut gewesen seien. Die Zeremonie endete mit zwanglosen Gesprächen in sommerlicher Atmosphäre.

Text und Fotos: Norbert Bitzer

Einladung zum Kleinkunstabend am 19. September

Der 13. Jahrgang lädt herzlich zum gemeinsamen Kleinkunstabend am 19. September um 19:00 Uhr ein! Wir haben ein Programm vorbereitet, bei dem Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, ihre Fähigkeiten in verschiedenen Kunstformen auf der Bühne zu präsentieren. Ob Musik, Gesang, Instrumentalstücke, Choreografien, Schauspiel, Poetry-Slam oder andere Texte – jeder kann sich künstlerisch frei ausdrücken.

Alle sind eingeladen, diesen besonderen Abend miteinander zu verbringen. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Mitarbeitende des Ratsgymnasiums, Ehemalige, Familie und Freunde sind herzlich willkommen, um gemeinsam Kunst zu genießen und Darbietungen zu feiern.

Wir freuen uns auf zahlreiches Kommen!

Vortrag zur Stammzellenspenderdatei DSD und Möglichkeit zur Typisierung

Unsere Schule pflegt eine Kooperation mit der Deutschen Stammzellspenderdatei (DSD) gGmbH. Als eine von über 100 Partnerschulen der DSD deutschlandweit laden wir regelmäßig Referenten und Referentinnen der DSD zu uns ein, die den Schülern und Schülerinnen das Thema Leukämie und Stammzellspende näherbringen.

Die DSD ist eine der größten Dateien in Deutschland zur Gewinnung von Freiwilligen, die anonym und unentgeltlich durch ihre Stammzellspende erkrankten Menschen die Chance auf ein gesundes Leben schenken. Für unsere Schüler und Schülerinnen ab 17 Jahren bietet die DSD im Anschluss an ihre Infoveranstaltungen die Möglichkeit, sich als Stammzellspender oder Spenderin bei der DSD aufnehmen zu lassen, obgleich die eigentliche Stammzellspende selbst dann erst mit 18 Jahren erfolgen darf.

Mit der Kooperation mit der DSD vermittelt das Ratsgymnasium den Schülern und Schülerinnen humanitäre Werte wie solidarisches Handeln und will sie zu persönlichem sozialen Engagement motivieren. Organisiert haben das dieses Jahr Frau Stäblein-Fischer und Amelie Schubert, Schülerin des 12. Jahrgangs.

Die Infoveranstaltung zu diesem Thema fand am Freitag, den 15.03.24 in der 3. Stunde in der Cafeteria statt und war für den 12. Jahrgang verpflichtend. Sie wurde von Frau Wilcke geleitet und war Voraussetzung, um eine wohl überlegte Entscheidung treffen zu können.

Die Schüler und Schülerinnen lauschten dem Vortrag ganz gespannt und stellten eine Reihe von fundierten Fragen, so z.B. wurden die häufig verwechselten Fachbegriffe Rückenmark und Knochenmark noch einmal eindeutig erklärt. Im Falle einer Spende könnten Stammzellen aus dem Knochenmark des Beckenkamms des Spenders oder der Spenderin entnommen werden – das Rückenmark bleibt dabei unberührt. Frau Wilcke konnte somit Unklarheiten und Unsicherheiten aus dem Weg räumen, so dass die Schüler Schülerinnen alle notwendigen Informationen hatten, um sich entscheiden zu können.

In der vierten Stunde bestand die Möglichkeit einer Typisierung mittels Wangenabstrich mit einem Wattestäbchen, dies war aber als Angebot zu verstehen und in keiner Weise verpflichtend. Auch Schüler und Schülerinnen des 13. Jahrgangs waren sowohl auf der Infoveranstaltung als auch bei der anschließenden Typisierung gern gesehen. Da aber gleichzeitig die letzten Unterrichtsstunden in den Prüfungskursen liefen, war es nur verständlich, dass die Prioritäten anders gesetzt wurden. Trotzdem ließen es sich einige nicht nehmen und ließen sich auch typisieren – insgesamt 46 Schüler und Schülerinnen – ein großer Erfolg, der die Möglichkeit eröffnet, erkrankten Menschen ein neues Leben zu schenken.

Die Schüler und Schülerinnen, die sich sich noch etwas mehr Zeit für die Entscheidungsfindung erbaten, sehen wir vielleicht im nächsten Jahr zu einer neuen Veranstaltung, wenn es wieder heißt: Gegen Blutkrebs… für das Leben!

Film-AG zeigt Film zum Spendenlauf 2023

Im Juni 2023 fand wieder der inzwischen Tradition gewordene Spendenlauf des Ratsgymasiums statt – maßgeblich organisiert von den Schülerinnen und Schülern selbst. Alexander Schrader aus der Film-AG ruft uns mit einem kurzen filmischen Rückblick den Tag in Erinnerung. Die Film AG wünscht viel Vergnügen!
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