da die Zahl der Coronainfektionen im Landkreis Rotenburg derzeit steigt, hat der Landkreis am 2.11.21 eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit dem 4.11.21 gilt. Demnach gelten die erweiterten 3G Regeln, da an 5 Werktagen die Inzidenz von 50 überschritten wurde. Insbesondere für alle Veranstaltungen und Zusammenkünfte mit mehr als 25 Personen in geschlossenen Räumen gilt die 3G-Regelung.
Da wir jedoch bei den diversen Ein- und Ausgängen der Schule diese Regelung nicht verlässlich überprüfen können und wir auf die Gesundheit aller achten wollen, muss der Elternsprechtag in Präsenz leider erneut ausfallen, obwohl wir uns alle darauf gefreut hatten, Sie persönlich zu sehen und zu sprechen.
Am 10.11.21 findet der Elternsprechtag also erneut nach dem Muster der letzten Veranstaltung telefonisch statt.
Sie werden zu den abgesprochenen Terminen unter der in der Schule bekannten Telefonnummer durch die Kolleginnen oder Kollegen angerufen.
Für Freitag, den 24. September, hat die Organisation „Fridays for future“ angesichts des drohenden politischen Versagens in der Bekämpfung des Klimawandels abermals zu einem globalen Klimastreik aufgerufen. Weltweit waren tausende Menschen aller Generationen auf den Straßen, um Politik, Wirtschaft und Gesellschaft daran zu erinnern, dass das verabredete 1,5°C-Ziel noch erreicht werden kann – aber nur dann, wenn von den Verantwortlichen endlich echte Veränderung herbeigeführt wird.
Das Ratsgymnasium, weder Schüler*innen noch Kollegium, darf zwar als politisch neutrale Institution nicht streiken, war aber stattdessen informierend mit einem „Projekttag Klima“ dabei. In Gruppen wurde den ganzen Tag am Thema gearbeit und diese inhaltliche Auseinandersetzung auch sichtbar nach außen getragen: Auf spannenden Spaziergängen rund um die Schule konnten die Schüler*innen auf dem Weg an verschiedenen Stationen beispielsweise Gegenstände mit Hinweisen und Informationen zu deren Ökobilanz und zu denkbaren Alternativenvorfinden oder sogar mit verschiedenen Expert*innen ins Gespräch kommen:
Jg. auf 13 dem Klimagang zum Bullensee
Der Jahrgang 5 traf im Kreishaus Anja Schulenberg vom Umweltbilungszentrumzu einem Expertinnengespräch, für die Klassen des Jahrgangs 6 stand indes eine Führung durch die Kläranlage auf dem Programm. Auf dem seinem Weg durch die Rotenburger Innenstadt konnte der 7. Jahrgang coronakonform beim Unverpacktladen „Ein Stück vom Glück“ vorbeischauen, am Kreishaus wartete Förster Frederic Bühsing auf die Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs. Die Klassen des 10. Jahrgangs machten auf ihrem Klimaspaziergang einen ersten Stopp bei den Stadtwerkenam Mittelweg, um dann über den Stadtteil Imkersfeld zum Weichelsee zu gelangen. Die Spaziergänge waren auf zwei bis zweieinhalb Stunden angelegt, die jeweiligen Gruppen brachen morgens zeitversetzt vom Ratsgymnasium Rotenburg auf. Auf den verschiedenen Routen gab es zusätzlich verschiedene Klima-Stationen, an denen ökologisch problematische Alltagsgegenstände wie Badelatschen oder Plastiktüten zusammen mit einer jeweiligen Infokarte als Gesprächsanlässe ausgestellt waren. Auch auf die große Klimademonstration nach Bremen schafften es Schüler*innen des 12. Jahrgangs.
So sollten Ideen und Erfahrungen gesammelt werden, wie wir alle unseren Alltag klimafreundlicher gestalten können, gleichzeitig werden die gemeinsamen Erfahrungen des Tages sicher auch das Klassen- und Schulklima positiv beeinflussen.
Antje Gortmann (Fachobfrau Politik), unterstützt von Sabine Neugebauer, maßgeblich verantwortlich für die Organisation der Klimaspaziergänge, war dann auch spürbar zufrieden mit dem Tag, der zwar anstrengen, aber ergebnisreich war.
Über viele Monate musste wegen der Corona-Pandemie auch im Ratsgymnasium auf kulturelle Veranstaltungen verzichtet werden. Mehrere Konzerte und eine Musical-Produktion konnten deshalb nicht wie geplant stattfinden. Doch angesichts der derzeit niedrigen Inzidenz freuen sich die musikbegeisterten Schüler und Lehrer sehr, dass am Montag, den 19. Juli, das traditionelle Sommerserenaden-Konzert nun wieder stattfinden kann.
Obwohl das Singen und das Spielen von Musikinstrumenten pandemiebedingt in der Schule über lange Zeit nicht möglich war, ist es den Beteiligten gelungen, in wenigen Wochen mit viel Motivation und intensiver Probenarbeit ein vielfältiges Programm vorzubereiten. Bläser-, Streicher- und Chorklassen, Musikprofil, Orchester, Jazz AG, Solisten und ein Vokalensemble stehen auf der Bühne und werden ihr Bestes geben, um das Publikum gut zu unterhalten.
Im Sinne des geltenden Hygienekonzepts werden die Konzertbesucher gebeten, einen tagesaktuellen Nachweis über ein negatives Corona-Testergebnis oder alternativ einen für sie geltenden Impfnachweis oder Genesenennachweis vorzulegen. Es gilt ferner eine Pflicht zur Erhebung der personenbezogenen Daten. Dies kann schriftlich oder per Luca App erfolgen. Sollte die Inzidenz am 19.07. wider Erwarten über 10 liegen, gilt eine Maskenpflicht.
Das Konzert beginnt um 18 Uhr und wird bei gutem Wetter open air stattfinden. Der Eintritt ist frei. Ein gastronomisches Angebot kann aufgrund des Hygienekonzepts nicht erfolgen. Die Gäste können sich für die Pause aber gern selbst Getränke mitbringen.
Liebe Schülerinnen und Schüler, Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, liebe Kolleginnen und Kollegen,
ab sofort könnt ihr euch wieder beim diesjährigen Wettbewerb „Stadtradeln“im Team Ratsgymnasium Rotenburg anmelden.
Beim Stadtradeln geht es darum, 21 Tage lang möglichst viele Wege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dabei ist es egal, ob ihr jeden Tag fahrt oder eher selten mit dem Rad unterwegs seid. Jeder Kilometer zählt! Wir wollen unseren 1. Platz aus dem vergangenen Jahr verteidigen, daher wäre es schön, wenn sich viele Ratsgymnasiasten, Eltern, Freunde für unser Team anmelden. Der Wettbewerb startet am 30.05.2021 und endet am 19.06.2021.
Die gefahrenen Kilometer können übrigens ganz bequem auch mit der Stadtradeln-App (android/iOS) aufgezeichnet werden – siehe unten!
Neben den aktivsten und größten Teams werden in diesem Jahr zum ersten Mal auch die teilnehmenden Schulen gesondert ausgezeichnet. Dafür müssen sich jedoch möglichst viele von Euch anmelden und mitradeln. Kleiner Anreiz: Es gibt wie immer viele attraktive Geld- und Sachpreise zu gewinnen.
Los geht`s – anmelden!
Stadtradeln-Apps
Achtung: Die App ist in keiner Weise mit dem Ratsgymnasium verbunden. Die Nutzung geschieht auf Grundlage individueller Entscheidung!
Mit der STADTRADELN-App bist du noch smarter unterwegs. Du trackst deine Strecken ganz einfach per GPS und die App schreibt die Kilometer deinem Team und deiner Kommune gut. In der Ergebnisübersicht siehst du auf einen Blick, wo dein Team und deine Kommune stehen und im Team-Chat können du und deine Teammitglieder euch zu gemeinsamen Touren verabreden oder euch gegenseitig anfeuern.
Übrigens: Indem du die App nutzt, verbesserst du ganz nebenbei die Radinfrastruktur vor deiner Haustür!
Besonders einfach war es nicht, in diesem Jahr den Känguru-Wettbewerb der Mathematik zu organisieren: Distanzunterricht, Halbgruppen, sich verändernde Inzidenzwerte, begrenzte Anwesenheiten in den Räumen – es gab so einiges zu beachten für die Fachgruppe Mathematik und ihren Obmann, Dr. Marcus Prass-Jaussi, bei diesem Durchlauf der traditionell sehr gut angenommenen Leistungsschau der Schülerinnen und Schüler am Ratsgymnasium.
Immerhin 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jahrgänge 5 bis 13 haben sich schließlich, sauber getrennt nach Kohorten und unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen, in der Aula den Aufgaben gestellt, die allesamt in einem Zeitrahmen von 75 Minuten ohne Taschenrechner bearbeitet werden mussten. Die Jahrgänge 5 und 6 erhielten 24 zum Teil sehr knifflige Fragen als Multiple-Choice-Aufgaben, für die Jahrgänge 7 bis 13 waren die Anforderungen mit jeweils 30 Aufgaben nochmal höher.
Die Auswertung der Wettbewerbseinreichungen erfolgt zentral in Köln, die Ehrung der Preisträger erfolgt im Juni – wir dürfen gespannt sein auf das diesjährige Abschneiden unserer Schülerschaft.
„Du Jude!“ – das ist als lockerer Spruch nicht witzig, gerade dann, wenn er „witzig“ gemeint sein soll… Warum diese Art der Verwendung mehr als problematisch ist, daran erinnert der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar jeden Jahres. Auch wir am Ratsgymnasium Rotenburg begehen ihn wieder – in diesem Jahr allerdings digital. Worum geht es an diesem Gedenktag denn überhaupt? Und was hat er mit der Cohn-Scheune in Rotenburg und dem Ratsgymnasium zu tun? Das erfahrt ihr im Folgenden:
Der 27. Januar als Holocaust-Gedenktag
Der Holocaust-Gedenktag erinnert vorrangig an die Ermordung der deutschen und europäischen Juden in der Zeit des Nationalsozialismus. Nach 1941 wurden Juden nur noch aus einem einzigen Grund in Konzentrationslager geschickt: um sie dort zu ermorden. Insgesamt wurden von 1933 bis 1945 in Europa mehr als sechs Millionen Juden ermordet.
Diesen Massenmord nennt man auch den Holocaust, abstammend vom griechischen Wort holokaustus – „völlig verbrannt“. Die überlebenden und nachgeborenen Juden nennen den Holocaust auch Shoa. Das ist Hebräisch und bedeutet so viel wie „Katastrophe“.
Der 27. Januar markiert den Tag der Befreiung eines der schrecklichsten der sogenannten „Konzentrationslager“, in denen die Ermordung systematisch organisiert wurde, Auschwitz-Birkenau, durch die Rote Armee im Jahr 1945. Deshalb ist dieses Datum der offizielle Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Hier drei Quellen, mit denen Ihr Euch eingehender informieren könnt:
Was hat dieser Tag mit der Cohn-Scheune und dem Ratsgymnasium in Rotenburg zu tun?
Lasst Euch von Frau Hansen-Schaberg, der Vorsitzenden des Fördervereins des Jüdischen Museums Cohn-Scheune in Rotenburg/Wümme, in ihrer Videobotschaft an die Schulgemeinschaft des Ratsgymnasiums auf dem schuleigenen youtube-Kanal erklären, wo die Verbindung von Holocaust und Rotenburg ist.
Die Cohn-Scheune in Rotenburg
Ihr seid überrascht, dass es ein jüdisches Museum in Rotenburg gibt? Wollt Ihr einmal reinschauen? Kein Problem – hier geht es zum virtuellen Rundgang durch die Cohn-Scheune:
Dass der Antisemitismus der Vergangenheit aber leider längst nicht Geschichte ist, dass kann man teilweise auch aus solchen gedankenlos dahingesagten Bemerkungen wie der eingangs geschilderten ableiten. Vielleicht habt Ihr sogar selbst schon mal solche Erfahrungen gemacht?
Hier berichten jüdische Schülerinnen und Schüler von heute in einer zdf-Dokumentationvon ihren eigenen Erfahrungen mit Antisemitismus in deutschen Schulen – aber nicht 1938, sondern im Jahr 2020:
Kann man da nichts machen?Auf jeden Fall! Die 8. Klassen des Ratsgymnasiums zeigen euch, wie es geht: in Kürze lest ihr hier ihre Vorschläge, die sie am heutigen Gedenktag erarbeiten werden! Bis dahin, schaut doch mal hier hinein:
Und ein Argumentationstraining gegen Ausgrenzung und Diskriminierung startet bei uns mit einer Peerausbildung im April – vielleicht habt ihr Glück und bekommt den letzten freien Platz? Schickt einfach Eurer Klassenlehrkraft eine Mail.
Ihr wisst ja, es gibt nichts Gutes, außer man tut es…
Wie vieles andere mussten in diesem Jahr auch das Weihnachtskonzert des Ratsgymnasiums sowie der traditionelle Weihnachtsbasar aufgrund der Corona-Situation ausfallen – beides wichtige Gelegenheiten für alle Musizierenden des Musikfachbereiches, das, was über viele Wochen geprobt wurde, endlich aufzuführen. Also wurde nach Alternativen gesucht – und diese wurden auch gefunden:
Statt eines Auftritts vor Live-Publikum sollte dieser als „Konzert-Mitschnitt“ von der Film-AG festgehalten werden.
Jedoch wurde durch die inzwischen erweiterten Hygienevorgaben die gewohnte praktische Arbeit vieler Musikgruppen nicht nur am Ratsgymnasium weiter erschwert, da sowohl das Zusammenspiel von Blasinstrumenten im Ensemble als auch das Singen im Chor so in der Schule nicht mehr möglich war.
In der JazzBanddes Ratsgymnasiums keimte daraufhin die Idee, die gewohnten Instrumente beiseite zu legen und sich auf ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang einzulassen: Statt des gewohnten Bläsersatzes mit Trompete, Posaune, Saxophon und Querflöte haben unsere Musiker/-innen ihre Instrumente gegen Xylophon, Vibraphon und Glockenspiel eingetauscht. Bestehende Arrangements wurden eigens umgeschrieben und auf diese eher untypische Besetzung angepasst.
Bei den Proben stellte sich schnell heraus, dass die Umstellung auf das Orff-Instrumentarium allerdings nicht ganz so einfach gelingen würde. Schließlich mussten die Schülerinnen und Schüler in der recht kurzen Zeit von nur sechs Probeterminen ein völlig neues Instrument erlernt werden, auf dem sie auch nicht zuhause üben konnten. So wurden schließlich sogar die Freistunden genutzt, um sich eigenständig im Musik- oder Übungsraum intensiv mit dem Spiel auf den noch ungewohnten Instrumenten anzufreunden – und die letzte Freitagsprobe vor dem „Konzert“ endete erst um 19:00 Uhr, nicht wie sonst üblich um 15:00 Uhr.
Parallel zur Probenarbeit der JazzBand konnte zum Glück auch die Bühnentechnik-AG ihre Arbeit fortsetzen, da zur Zeit alle Techniker/-innen aus dem gleichen Jahrgang kommen. Neues Licht-Equipment wurde installiert, ausprobiert und Erfahrungen mit Bedienung und Programmierung der Lichteinstellungen gesammelt.
Zusammen mit der Film-AG konnte dann letzten Freitag das Ergebnis der harten Arbeit in Bild und Ton festgehalten werden. Wir hoffen, dass wir nicht die einzigen sind, denen es gefällt… Auf jeden Fall hatten wir alle letztlich wieder viel Freude bei unserer Arbeit und sind froh, dass wir es gemeinsam zu diesem Abschluss gebracht haben. Jetzt lasst uns gemeinsam beim Zuhören ein wenig durchatmen und Kraft tanken, denn das nächste Projekt kommt bestimmt…
Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern, Eltern, Kolleginnen und Kollegen sowie allen der Schule im Herzen verbundenen Menschen in und um Rotenburg von Herzen Frohe Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr!
Ein wenig anders als ursprünglich gedacht sah die Eröffnung der Ausstellung„Was glaubst Du denn!?“ am Donnerstag in der kleinen Sporthalle des Ratsgymnasiums dann doch aus – Corona sei Dank. „Ich sah mich eigentlich bei der Vorbereitung meiner Rede in der großen Aula vor vielen, vielen Schülern stehen,“ so Eike Holsten (MdL), der es sich dennoch nicht hatte nehmen lassen, zur Eröffnung zu kommen.
Im interreligiösen Dialog.
Schulleiterin Iris Rehder begrüßte neben Eike Holsten die trotz Hygienebeschränkungen angereisten Gäste. In ihren einleitenden Worten dankte sie zunächst der Obfrau der Fachgruppe Religion, Kerstin Lubkowitz, für das Engagement, auch in so ungeordneten Zeiten ein solch wichtiges Projekt ans Ratsgymnasium Rotenburg zu holen und würdigte die Arbeit, die sie investiert hat. Lubkowitz hatte im Jahrgang 9 mehr als 20 Schülerinnen und Schüler motivieren können, sich in einem mehrtägigen Seminar auch in der Freizeit vier Tage lang zu Peer Guides ausbilden zu lassen, die nun selbständig ihre Mitschülerinnen und Mitschüler durch die Ausstellung begleiten können. Dieser gesellschaftliche Einsatz sei ausdrücklich zu loben, so die Gäste im Einklang.
Eike Holsten und Dr. Michael Blömer
„Der Präsentation dieses breiten islamischen Spektrums kann gar nicht zu viel Platz eingeräumt werden. Gerade in der heutigen Zeit der verengten, vereinfachenden, pauschalisierenden Sicht auf die Dinge ist es immens wichtig, die reale Vielfalt hervorzuheben und für Differenzierung zu werben. Anders lässt sich Kultur und Gesellschaft und eben auch muslimisches Leben (in Deutschland) nicht begreifen,“ so Iris Rehder.
Der Superintendent im Kirchenkreis Rotenburg, Dr. Michael Blömer, betonte in seinem Grußwort: „Es gibt nicht den eine Islam, nicht das eine Christentum. Alleine deshalb ist es wichtig innerhalb, aber eben auch zwischen den Religionen Gespräche aufzunehmen und fortzusetzen, um so Missverständnissen vorzubeugen.“
Die Worte fanden großen Anklang auch bei den Gästen aus der muslimischen Gemeinde Rotenburgs, die aus der Kleine Ayasofya Moschee in die Gerberstraße gekommen waren. „Wir haben uns riesig gefreut, hier mit dabei zu sein. Es gibt ein großes Bedürfnis, viel mehr zu kooperieren, denn Jugendliche haben viele Fragen an den Islam – ‚Warum fastet Ihr?‘ oder ‚Warum tragen manche Frauen ein Kopftuch?‘“
Peer Guides im Rampenlicht.
Um auch weitere Fragen überhaupt stellen zu können sei eine eigene Standortbestimmung unerlässlich, hatte Eike Holsten in seiner kurzen Ansprache betont. Schließlich seien wir im Alltag viel mehr mit Christen als mit Muslimen zusammen. Da sei es notwendig, sich immer wieder auch der eigenen Religiosität und der eigenen Religion bewusst zu werden, dann ließe sich auch erkennen, dass sich eben die eigenen Vorstellungen in denen der Muslime widerspiegelten. „So können wir in den Dialog kommen. Die Religionen wollen uns Mut machen, miteinander zu leben,“ schloss Holsten, ehe er sich gemeinsam mit anderen Gästen von den Peer Guides Leonie Wendt und Angelika Schreiner fragen ließ: „Was glaubst Du denn!?“
Die Ausstellung der Bundeszentrale für politische Bildung tourt seit Juni 2013 durch Deutschland und richtet sich dabei vorrangig an Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe I. Mit Videoporträts, Comics, Animationsfilmen und interaktiven Stationen gibt sie Einblick in das Leben von jungen Musliminnen und Muslimen in Deutschland.
Beim „Markt der Möglichkeiten“ voll dabei: Eltern und Schüler
Mit einem „Markt der Möglichkeiten“ eröffnete am 24. September die Informationsveranstaltung zum weiteren Weg der Digitalisierung am Ratsgymnasium Rotenburg, zu dem Schulleiterin Iris Rehder gemeinsam mit der kollegialen Arbeitsgruppe Medienbildungskonzept eingeladen hatte.
In fünf Räumen präsentierten Lehrkräfte der Schule verschiedene Apps und Anwendungen, die den gymnasialen Unterricht bereichern und erweitern können und ergänzende interaktive Lernformen bieten. In zwei Runden von jeweils einer Viertelstunde Länge gab es die Möglichkeit für Eltern, Schülerinnen und Schüler und interessierte Kolleginnen und Kollegen, sich verschieden Vorführungen anzuschauen, aber auch die Apps unter Nutzung der frisch an das Ratsgymnasium Rotenburg übergebenen 120 iPads selbst auszuprobieren. So konnten Hilfen für interaktive Tafelbilder wie „explain everything“, aber auch fachspezifische Apps wie „Chemix“oder „phyphox“ in den Naturwissenschaften oder digitale historische Atlanten kennengelernt werden.
Im Anschluss stellten zwei qualifizierte Gäste dem interessierten Publikum ihre Erfahrungen mit den diversen Schritten hin zu einer modernen, digitalisierten Schule vor: Cord Gehrken, Medienberater der Landesschulbehörde und zuständig für die iPad-Klassen am St.-Viti-Gymnasium in Zeven, sowie Herr Eckhof, Elternvertreter am Gymnasium Sottrum.
Cord Gehrken informierte aus Sicht der Administration
Gehrken informierte über den Weg und die Modalitäten der Einführung von iPad-Klassen in Zeven, wo aufwachsend von Jahrgang 7 an digitale Endgeräte eingeführt wurden. Eines der zentralen Themen seiner Ausführungen waren die Vorteile eines verbindlichen Gerätetyps gegen ein „bring your own device“-Modell (BYOD), wie es unter großen technischen Herausforderungen an anderen Schulen eingeführt wurde. Trotz eines widerspenstigen WLANs in der Aula konnte er eindrucksvoll die Planungs-, Verwaltungs- und Steuermöglichkeiten für Schule und Lehrkräfte vorführen. Ebenso wichtig waren aber für die anwesenden Eltern und Schülerinnen und Schüler Gehrkens klare Aussagen und Demonstrationen zur Wahrung der Privatsphäre bei der Gerätenutzung.
Herr Eckhof konnte vom Gymnasium Sottrum Positives berichten
Herr Eckhof berichtete anschließend aus Elternperspektive von den Erfahrungen, die in Sottrum vor, während und nach der Einführung von iPads gemacht wurden und zog hierbei ein absolut positives Zwischenfazit. Als unabdingbar bezeichnete er die Notwendigkeit der gemeinsamen Arbeit aller an Gestaltung und Entwicklung von Schule beteiligten Gremien. Auch Eckhof sprach eine klare Empfehlung für ein einheitliches System und damit auch für eine einheitliche und zentral zu organisierende Wartung und Nutzung der Tablets aus.
Interessiert nahm das Publikum die umfassenden Informationen auf
In einer die Veranstaltung abschließenden Frage- und Diskussionsrunde beschäftigten sich dann die Wortmeldungen auch weniger mit dem Ob einer Einführung, sondern vielmehr mit dem Wann und Wie sowie der Frage, wie bei einer allgemein empfohlenen und von Erfahrungen aus den Nachbarschulen gestützten ab Jahrgang 7 aufwachsenden Einführung von iPads mit den höheren Jahrgängen verfahren werden könne. Hier konnte Schulleiterin Iris Rehder auf die bereits vorhandenen, der gesamten Schülerschaft zur Verfügung stehenden 120 frisch eingetroffenen Tablets verweisen, aber auch auf den bereits seit mehreren Jahren vorhandenen iPad-Koffer.
Abschließend zogen alle Beteiligten ein positives Fazit der Veranstaltung, insbesondere die Möglichkeit, auf die Erfahrungen und die Unterstützung der Schulen in der Nachbarschaft zurückgreifen zu können, wurde als überaus positiv bewertet.
75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges widmet sich die Ausstellung „Zeitenwende ʼ45 – Aufbruch in ein neues Europa“ den zentralen historischen und politischen Entwicklungslinien der europäischen Integration seit 1945. Sie versucht dabei, sowohl die politischen Vorstellungen für eine neue europäische Friedensordnung aufzuzeigen als auch die Mechanismen, Garantien und Verträge darzulegen, durch die folgenschwere Fehler vergangener Friedensschlüsse vermieden werden sollten.
Begleitend bietet die Ausstellung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.aber auch einen Blick auf dessen inzwischen mehr als 100jährige Geschichte und Entwicklung. Das Augenmerk liegt hierbei insbesondere auf der Zeit seit dem Kriegsende 1945. Die Ausstellung ist, aufgrund der Coronapandemie etwas verspätet, in den nächsten zwei Wochen für alle Schülerinnen und Schüler in der Pausenhalle des Ratsgymnasium Rotenburg zu sehen.
Zur Eröffnung kamen Vertreter aus Kommunal- und Landespolitik.
Zur heutigen Eröffnung in der Aula der Schule waren neben Karl-Friedrich Boese, Pressereferent des Volksbundes, auch Landrat Hermann Luttmann und Eike Holsten, MdL, in die Gerberstraße gekommen. Sie wurden von Schulleiterin Iris Rehder und Norbert Bitzer, als Koordinator am Ratsgymnasium Rotenburg zuständig für die Kooperation mit dem Volksbund, ebenso begrüßt wie durch die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 11. Diese hatten als letzte Gruppe die jährliche Fahrt in die Begegnungsstätte des Volksbundes im belgischen Lommel angetreten, ehe auch hier die Coronabeschränkungen bis auf Weiteres die Türen verschlossen.
Norbert Bitzer, selbst Historiker, wies mit Blick auf den Titel der Ausstellung darauf hin, dass das Kriegsende eben nicht, wie in der Vergangenheit gerne so bezeichnet, eine „Stunde Null“ für Eruopa gewesen sei. Schließlich habe es bei allem Zusammenbruch und aller Zerstörung auch Kontinuitäten gegeben, im Guten wie im Schlechten. Mit der Beseitigung der mörderischen Nazidiktatur seien aber ein weitgehender Zusammenbruch der Vorkriegsordnung und die Erkenntnis einhergegangen, dass ein neues, gemeinsames Europa den Platz des alten übernehmen müsse. Dieser lange Weg sei aber noch nicht zu Ende gegangen.
In seiner Eigenschaft als Kreisvorsitzender des Volksbundes bezeichnete Hermann Luttmann die Friedenserziehung als hohes Gut, insbesondere deshalb, weil der Wunsch nach dauerhaftem Frieden in Europa nicht mehr ganz selbstverständlich und einhellig zu sein schiene. Er selbst sei in seiner Jugend mit einem in gegenseitiger Bedrohung erstarrten, in Blöcke gespaltenen Europa aufgewachsen. 1989 habe ihn dann das Gefühl „Jetzt wird alles gut!“ ergriffen – das indes mit dem Balkankrieg sehr schnell zerstob. Eines aber sei ihm anhand dieses warnenden Beispiels damals klar geworden: Der Frieden in Europa muss erhalten werden.
Karl-Friedrich Boese sprach für den Volksbund.
Eike Holsten verwies auf die Erfahrungen, die er selbst mit den auch viele Jahrzehnte nach Kriegsende noch mit seinem Großvater machte. Der begabte Leichtathlet, vor seinem Einrücken in die Wehrmacht noch bei den Gaumeisterschaften in Oldenburg geehrt, wurde 1940 in Frankreich schwer verwundet und litt zeitlebens unter seiner Kriegsversehrtheit. Der Jahrestag seiner Verwundung brachte Jahr für Jahr Wut und Trauer – und für Eike Holsten eine bittere Erkenntnis: „Krieg vergeht nicht.“
Dass es im Jahr 2010 erstmals seit 1945 mit drei Gefallenen und acht Verwundeten wieder im Kampf gefallenen und verletzte deutsche Soldaten gab, noch dazu welche, die im Landkreis Rotenburg stationiert waren, nahm Eike Holsten zum Anlass, die anwesenden Schülerinnen und Schüler dazu aufzufordern, sich mit der Geschichte ihres Kontinents zu befassen, um dessen Gegenwart zu verstehen und seine Zukunft gestalten zu können.
Karl-Friedrich Boese stellte heraus, wie sehr das Kriegsende eben eine Zeitenwende gewesen sei, ein Aufbruch in eine friedlichere Zukunft. Die europäische Einigung habe sich als Garant des Friedens erwiesen, die EU, brachte Boese in Erinnerung, habe deshalb im Jahr 2012 den Friedensnobelpreis erhalten.
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11f konnten sich im Anschluss als erste Gruppe durch die Ausstellung bewegen, ehe ihnen die anderen Lerngruppen in den beiden kommenden Wochen im Rahmen des Geschichtsunterrichts nachfolgen werden.