Die Schulgemeinschaft des Ratsgymnasiums setzt ein klares Zeichen gegen Diskriminierung

Ein kleines gekritzeltes Graffiti an einer Wand im ersten Stock des Ratsgymnasiums Rotenburg war der Auslöser für die beeindruckende Aktion einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern des 11. Jahrgangs. Nachdem sie im Sommer zu ihrem Erschrecken Hasskommentare gegenüber LGBTQ+ Menschen an einer Wand der Schule gefunden hatten, stellten sie sich die Frage, wie auf Themen der geschlechtlichen und identitären Vielfalt am Ratsgymnasium eingegangen und wie es repräsentiert wird. Auch die Frage nach dem konkreten Umgang mit den Menschen rückte in den Fokus:

„Wir haben recherchiert und festgestellt, dass sich unsere Schule für viele Minderheiten und Hilfsbedürftige eingesetzt hat, z.B. mit Spendenläufen, einem Benefizkonzert für die Ukraine, dem regelmäßigen Weihnachtsbasar, dem ‘Red Hand Day‘ und vielen anderen Veranstaltungen und Aktionen. Auch verschiedene Religionen und deren Sichtweisen werden in unserer Schule thematisiert, z.B. im Religionsunterricht. Dagegen wurde das Thema LGBTQ+ jedoch noch nie ausdrücklich in unserer Schule und von unserer Schülerschaft thematisiert. Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, dies zu ändern.“

Gedacht, gefragt, geplant, gemacht: In Absprache mit der Schulleitung sowie dem Landkreis als Schulträger und logistisch und idealistisch unterstützt von helfenden Händen aus der Schülerschaft und dem Kollegium ging die Gruppe ans praktische malerische Werk. In der Cafeteria fand sich eine prominente und ungenutzte Mauer, an die eine große Progress-Flagge gemalt werden sollte. In mehrtägiger Arbeit, neben den Unterrichtsverpflichtungen her und mit viel Einsatz, entstand das Gemälde, das nun aus einer langweiligen weißen Außenmauer eine Wand so bunt wie das Ratsgymnasium macht.

Die Schulgemeinschaft ist seit langem stolze Trägerin des Titels „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ – Ablehnung und Diskriminierung jedweder Art, in diesem konkreten Fall gegenüber LGBTQ+ Menschen, entspricht nicht den Werten der Menschen am Ratsgymnasium. In einem klaren Bekenntnis bringen es die Malenden auf den Punkt: „Wir stehen für eine diverse und offene Schulgemeinschaft und treten hierfür auch aktiv ein. Alle Schülerinnen und Schüler, eben auch die, die zur LGBTQ+ Gemeinschaft gehören, sollen wissen, dass sie gehört und gesehen werden. Unsere Schule soll ein Ort sein, in dem sich jeder Mensch so wie er ist wohl und zugehörig fühlt.“

Diese Informationstafel wird in Zukunft über Sinn und Hintergrund des Wandgemäldes informieren.

Einige Eindrücke von der gemeinsamen Malaktion

Abschluss der Projekttage: Rotenburger Schulen demonstrieren gemeinsam für das Klima

Bild von Artikel der Kreiszeitung vom 23.9.2022

Artikel der Kreiszeitung vom 23.9.2022

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht von Guido Menker in der Kreiszeitung. Herr Menker war bereits am Vortag der Demonstration zu Besuch bei den Projekttagen "Klima" bei uns im Hause, um sich auch vor Ort ein Bild der verschiedenen Projekte zu machen.

Um 10:00 Uhr machten sich am 23.9.2022 die drei weiterführenden Schulen in Rotenburg – Ratsgymnasium, Berufsbildende Schulen sowie IGS – auf den Weg, um gemeinsam im Rahmen des weltweiten Klimatages auf dem Pferdemarkt für verstärkte Anstrengungen zum Schutz des Klimas von Seiten der Politik und der Wirtschaft zu demonstrieren.

Sehen Sie hier Bilder von der beeindruckenden Veranstaltung, bei der neben Schüler*innenvertretern aller beteiligten Schulen auch der Rotenburger Bürgermeister Torsten Oestmann sprach und mehr Engagement und Unterstützung im Kampf gegen die Klimakrise zusagte.

Projekttage „Klima“: Was bisher geschah…

In diesem nach und nach wachsenden Blog wollen wir Schülerinnen und Schüler, Eltern und Erziehungsberechtigte, Kolleginnen und Kollegen sowie alle Interessierten über die verschiedenen Aktivitäten im Rahmen der diesjährigen Klima-Projekttage informieren.

Abschluss der Projekttage wird die am Freitag ab ca. 10:15 Uhr auf dem Rotenburger Pferdemarkt stattfindende Demonstration sein, an der sich auch die BBS Rotenburg beteiligt.

10F - 22.9.2022

Besuch beim Müllheizkraftwerk Bremen

Die Klasse 10F konnte am Donnerstag in Begleitung der Lehrkräfte Lars Wollschläger (Physik) sowie Wolfgang Behrendt auf einer Exkursion zum Müllheizkraftwerk (MHKW) der swb in Bremen ihr Wissen aus dem Unterricht in der Praxis erfahren.

Im MHKW Bremen wird Restmüll aus Bremen und Niedersachsen zur Energierrückgewinnung verbrannt. Aufgrund der elektrischen Leistung von 50 MW und der Versorgung großer Teile Bremens mit Fernwärme ist das MHKW ein bedeutender Standort des Energieversorgungsunternehmens. Neben den Prozessen im Kraftwerk, sprach man mit den Experten vor Ort über weitere Aspekte, wie die Energieversorgung im internationalen Stromnetz und die Lagerung der giftigen Verbrennungsreste

13KU1 - 22.9.2022

Kunst zum Thema Klimakrise

Der Leistungskurs Kunst des 13. Jahrgangs befasste sich bildnerisch mit den Auswirkungen und Folgen der Klimakrise. Immer wieder auch Bezug nehmend auf das Semesterthema „Landschaft“ waren die zunehmende Zerstörung des Lebensraums, die Veränderung der Welt und Umwelt sowie die unmittelbaren Konsequenzen auch für den Menschen Gegenstände der Auseinandersetzung.

Die gestalterische Tätigkeit bot dabei auch immer wieder Anlass für Gespräche und Diskussionen über die destruktive Kraft des Menschen und seine scheinbar mangelnde Fähigkeit, aus dem Erkennen eigenen Fehlverhaltens Veränderung abzuleiten.

Hier einige Kostproben der entstandenen Werke:

6B- 22.9.2022

Die 6B erstellt Erklärvideos zum Klimawandel

„Hallo, wir sind die 6B und haben an den Projekttagen Experimente zum Thema Klimawandel gemacht. Mit den Experimenten verstehen wir genauer, wie sich das Klima auf der Erde verändert und welche Folgen das hat. Wir haben uns auch Gedanken darum gemacht, was man zum Beispiel beim Einkaufen tun kann, um das Klima zu schützen. Durch unser Video bekommt ihr einen Einblick in unser Projekt. Viel Spaß beim Ansehen!

Eure 6B mit Frau Meier-Holst und Frau Blauth“

7K1 - 22.9.2022

Projekt: Wir entwickeln Brettspiele zum Klimawandel

In fünf Gruppen hat die 7K1 mit den Lehrkräften Dr. Kurt Freund und Jonas Kruse Brettspiele zu den Themen Klima, Klimawandel und Klimakrise entwickelt und umgesetzt. Am ersten Tag haben wir uns Spielideen in den Gruppen überlegt und Material gesammelt. Nach dem gemeinsamen kreativen Umsetzen der Ideen in die Realität mit Holz, Metall, Papier, Pinseln, Farbe und Stiften haben die Schülerinnen und Schüler gegenseitig die Spiele mit den Spielanleitungen ausprobiert. Langeweile kam nicht auf!

Bei einer Gruppe müssen die Spielerinnen und Spieler durch Asien reisen und setzten sich über Ereigniskarten mit Klimaphänomenen auseinander. Eine weitere Gruppe hat „Der verfluchte Klimawald“ entwickelt – hier muss Würfelglück in Kombination mit Klima-Ereigniskarten gemeistert werden, um an einen schönen, sauberen Fluss zu gelangen, in dem gebadet werden kann. Bei „Die CO2-Monster sind los“ gibt es ein Rennen ums Klima. Baum, Busch und Hecke versuchen die CO2 Monster zu blockieren, damit diese nicht bis zum Klimawandel kommen. Wer schon immer einmal ein Eisbärenbaby sein wollte, ist bei „Eisbärlauf“ genau richtig: die Spielerinnen oder Spieler sind hier Eisbären, die über das Spielfeld zu ihrer Mutter laufen müssen. Unterwegs befinden sich Ereignisfelder, die überwunden werden wollen. „MOMEMÜ“ hingegen ist einen Kombination bekannter Brettspielklassiker, die über Ereigniskarten und Spielgeld informativ und abwechslungsreich das Thema Klimawandel bespielen.

11L - 22.9.2022

Der Schulgarten wird noch insektenfreundlicher

Die 11L beschäftigt sich gemeinsam mit ihren Lehrkräften Christoph Gleser und  Anna Franke während der Projekttage mit dem des Thema insektenfreundlichen Gartens. Die engagierten Schülerinnen und Schüler der Klasse haben kreative Insektenunterkünfte gebaut und ein insektenfreundliches Beet angelegt. Einige Mutige haben sogar den Gang in den Teich angetreten, um auch hier für etwas Ordnung zu sorgen und den übermäßigen Bewuchs zu entfernen. So gibt es nun auch wieder Raum für Frösche und Kröten.

10P2 - 22.9.2022

Upcycling aus PET-Kunststoffen

Die Klasse 10P2 hat sich gemeinsam mit Chemielehrerin Claudia Harnack im Rahmen der dreitägigen Projekttage mit dem Umweltproblem „Kunststoffmüll“ beschäftigt. Kunststoff wird nicht nur aus der endlichen Ressource Erdöl produziert, sondern trägt auch erheblich zur Vermüllung des Planeten, insbesondere der Weltmeere bei.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse haben an zwei Tagen praktisch erfahren, wie man Kunststoffe auch nachhaltiger aus nachwachsenden Rohstoffen wie z.B. aus Kartoffeln, Mais oder Agar-Agar herstellen kann und wie man aus PET-Flaschen neue Produkte, z.B. Vogelfutterhäuser, gestalten kann.

Diese „Upcycling“ genannte Neuverwertung oder funktionsverändernde Verwendung von eigentlich weggeworfenen Produkten kann dazu beitragen, Müllberge zu vermeiden oder zu reduzieren.

6d - 21.9.2022

Besuch im Landpark Lauenbrück

Die 24 Schülerinnen und Schüler der Klasse 6d besuchten gemeinsam mit ihren Lehrkräften Verena Höggemeier und Iris Rehder den Landpark Lauenbrück. Klimafreundlich erfolgte die Anreise natürlich per Bahn und anschließendem Fußmarsch – eine echte früherbstliche Belohnung, konnten doch sowohl der Weg als auch die Führung durch den Park bei bestem Wetter stattfinden.

Highlights für die Besucher war die haut- und handnahe Begegnung mit Eseln und Pferden und der anschließende Barfußpfad als Teamübung unter dem Motto „Wir vertrauen uns“.

Die Zutaten für das gemeinsam gekochte Mittagessen mussten vor Zubereitung und Verzehr zunächst einmal eigenhändig im Gemüsegarten des Landparks geerntet werden.

Jg. 12 - 21.9.2022

Besuch der Biogasanlage in Nindorf

Danpower betreibt am Standort Nindorf seit 2008 eine Biogasanlage zur kohle- und erdgasfreien Erzeugung von Strom und Wärme. Die Anlage ist als Kraft-Wärme-Kopplungsanlage konzipiert und arbeitet ohne den Einsatz von Gülle nach dem Prinzip der Trockenfermentation. Für die Produktion von Biogas werden jährlich ca. 10.000 Tonnen Maissilage von lokalen Landwirtschaftsbetriebe benötigt. Diese führen die nach dem Prozess anfallenden festen und flüssigen Gärrückstände als hochwertige organische Dünger in die Landwirtschaft zurück.

Wilken Lüdemann, Jonas Köchling und Jan Hesse aus dem 12. Jahrgang haben sich vor Ort über den Betrieb informiert.

Ideenwettbewerb zum Innovationsquartier

Ende Mai stellten Elena Hels von den Rotenburger Werken und Kirsten Klehn von Stadtplanungsbüro Plan Zwei aus Hannover in einer Kick-off-Veranstaltung vor Schülerinnen und Schülern des 10. Jahrgangs in der Aula des Ratsgymnasiums den Ideenwettbewerb zum Innovationsquartier der Rotenburger Werke vor, das von den Initiatoren selbst so beschrieben wird:

„Mit dem Innovationsquartier findet mitten in der Stadt Rotenburg eine spannende Quartiersentwicklung statt. Hier entsteht ein Viertel, das modernes Wohnen, Arbeiten und Freizeitmöglichkeiten verbinden soll. Das parkähnliche Areal des Innovationsquartiers ist seit Jahrzehnten geöffnet für die Allgemeinheit, und dennoch besteht in vielen Köpfen noch die Vorstellung einer Sonderwelt weiter. Das soll sich mit der Quartiersentwicklung ändern, indem die Potentiale des Viertels für vielseitige Angebote für alle Menschen verwirklicht werden. Hier wird ein grünes, zukunftsfähiges Stadtviertel entstehen, in dem Menschen mit und ohne Behinderung ein zu Hause finden werden.“

Zu diesem Zweck haben die Rotenburger Werke einen Wettbewerb an den Rotenburger Schulen initiiert, bei dem in künstlerisch-kreativer Form Ideen ausgestalten werden sollten, wie das Leben in einer Stadt der Zukunft aussehen könnte. So sollten Gedanken gesammelt und entwickelt werden, wie ein Ort in Rotenburg aussehen könnte, an dem alle Bürgerinnen und Bürger Rotenburgs später einmal leben möchten und in der sich unterschiedliche Menschen gemeinsam wohlfühlen können. Am Ratsgymnasium nahmen vornehmlich Schülerinnen und Schüler zweier zehnter Klassen im Rahmen des Kunstunterrichts unter Leitung ihrer Fachlehrerinnen Martina Bantje-Reuter und Sabine Neugebauer am Wettbewerb teil.

Sabine Neugebauer, die für die Betreuung der Wettbewerbsteilnehmer zuständig war, konnte aber auch spannende Beiträge aus anderen Jahrgangsstufen einsammeln. Abgegeben wurden Modelle, Bilder, Collagen und Texte, die nun von Stephan Slomma, dem zuständigen Koordinator der Rotenburger Werke, abgeholt wurden. Unmittelbar nach den Sommerferien werden die Beiträge von einer Jury in Augenschein genommen, die dann über die Verteilung attraktiver Preise entscheidet.

Spendenlauf für die Ukraine: Sponsoren und Schülerschaft helfen durch sagenhafte 5127 Runden!

Sagenhafte 5127 Runden sind beim Sponsorenlauf der Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums zusammengekommen – schnell gerechnet sind das über 2000 Kilometer, die da für die gute Sache zurückgelegt wurden! Unglaublich, was da auf dem Sportplatz in der Ahe geleistet , welche Motivation und Solidarität mit den Menschen in der Ukraine gezeigt wurde.

Neben den zahlreichen privaten Spenden aus den Reihen der Verwandtschaft, aber auch anderer Privatpersonen sowie aus lokalen Firmen, Unternehmen und Institutionen, die gezielt einzelne Schülerinnen und Schüler gesponsort haben, sind insbesondere folgende Sponsoren besonders zu erwähnen:

Bild von "Rotenburger Ratsgymnasiasten laufen für den Frieden"

"Rotenburger Ratsgymnasiasten laufen für den Frieden"

Vorbericht von Ann-Christin Beims zur Veranstaltung aus der Kreiszeitung vom 15.06.2022

Lars Klingbeil besucht das Ratsgymnasium gleich dreifach

Gleich drei Termine an einem Tag führten den SPD-Vorsitzenden und Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Rotenburg I–Heidekreis Lars Klingbeil ans Ratsgymnasium:

Am 12. Februar war der internationale „Red Hand Day“, an dem weltweit gegen den Einsatz von Kindersoldatinnen und Kindersoldaten protestiert wird. Die rot gefärbte Hand der Protestierenden steht hier als Symbol für das an den Kindern begangene Unrecht, denn obwohl die Rekrutierung von Kindern als Soldaten bereits seit dem Jahr 2002 als Kriegsverbrechen gilt, sind weltweit immer noch mindestens 300.000 Kinder in kriegerischen Konflikten im Einsatz.

Die AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ engagierte sich bei der Protestaktion und gewann zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte, ihre solidarische rote Hand als Zeichen zu setzen. Lars Klingbeil, selbst seit vielen Jahren für den „Red Hand Day“ aktiv, nahm aus den Händen zweier engagierter AG-Mitglieder die schier endlose Rolle mit Umrissen und Abrücken entgegen und versprach, sich auch weiterhin für eine Verbesserung der Situation zu engagieren. 

Für den Spitzenpolitiker ging es gleich weiter: Er stellte sich im Interview mit der Film-AG des Ratsgymnasiums den Fragen des Schülerreportes Jannick Ballhaus, der erkennbare Freude am Gespräch hatte – ein Gefühl, das sich angesichts der gut vorbereiteten Fragen und der netten Atmosphäre im Schulgarten offenkundig auf Klingbeil übertrug. Trotz des ernsthaften Hintergrundes des Interviews zum „Red Hand Day“ und zur Lage der Schulen während der Pandemie blieb also auch Raum für etwas privatere Fragen wie dem beispielsweise dem erschreckenden Bekenntnis Klingbeils zum FC Bayern München.

Trotz der beiden vorherigen Termine nahm sich Lars Klingbeil dann auch noch die Zeit, mit den beiden Politik-Leistungskursen des 12. Jahrgangs ins Gespräch zu kommen. Und es wurde tatsächlich ein Gespräch: Als Bundestagsabgeordneter berichtete er nicht nur – in beeindruckender persönlicher und nachdenklicher Art und Weise – von seiner Sichtweise auf den Krieg in der Ukraine und dem Umgang mit Russland, sondern erkundigte sich bei den jungen Menschen auch nach ihren Fragen, Sichtweisen und Sorgen. So wurde es ein ernsthaftes Gespräch, in dem – so die Schülerinnen und Schüler in der Nachlese – der SPD-Parteivorsitzende vermitteln konnte, dass er ernsthaft Interesse an den Schülerinnen und Schülern, ihren Vorstellungen und Themen hat.

Auf Klingbeils Einladung, immer wieder in Kontakt mit ihm zu treten, wird sicherlich noch die eine oder andere Anfrage erwachsen – und vielleicht kann es ja sogar einen Gegenbesuch in Berlin geben.

Glückwunsch an alle Aktiven: Das Ratsgymnasium ist nun „Medienscoutsschule“!

Für die erfolgreiche und nachhaltige Einbindung des Projekts „Medienscouts Niedersachsen 2020/21“ darf das Ratsgymnasium ab sofort den Titel ‚,MEDIENSCOUTSCHULE  Niedersachsen“ führen. Sechs Schülerinnen und Schüler haben – trotz der coronabedingten Einschränkungen im Schulbetrieb – anderen Schülerinnen und Schülern des  5. und 6. Jahrgangs wichtige Umgangsregeln mit dem Internet und sozialen Medien nähergebracht und sie anschaulich und konkret beraten.

„In Zeiten von zunehmender informeller Vielfalt und zugleich zunehmender Desinformation, von Shitstorms, Cyber-Bullying und Problemen mit dem Urheberrecht ist das frühzeitige Erlernen des richtigen Umgangs mit und der Einschätzung der Gefahren von Sozialen Medien enorm wichtig. Zugleich sollen und wollen aber auch die großen Potentiale und positiven Nutzungsmöglichkeiten erfahrbar gemacht werden,“ so die Projektleiter Alexander Vardakis und Kai Paulsen.

Heute gab es für die aktiv beteiligten Schülerinnen und Schüler eine Urkunde Ernennungsurkunde zum Qualifizierten Medienscout von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt – und damit auch die Anerkennung für die erfolgreich absolvierte Ausbildung. Zugleich wollen die Medienscouts aber weiter für die Schülerschaft am Ratsgymnasium ansprechbar sein. Die Medienscouts werden also auch in Zukunft aktiv in den verschiedenen Jahrgängen über einen positiven Umgang mit Medien beraten und aufklären.

Ehrung für Schülerinnen und Schüler im ehemaligen Straflager Sandbostel

Die Übersichtstafel an Ort und Stelle

Drei Schulen wurden am 2. November im ehemaligen Straflager X B Sandbostel für das besondere Engagement der Schülerschaft für eine lebendige Erinnerungskultur geehrt.

Sechs informative Pulttafeln und eine große Übersichtstafel hatten Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums für das Gelände entworfen und gestaltet, nun wurden sie besonders für deren Erstellung gewürdigt. Auf den Tafeln werden die Gräberfelder, ihre geschichtlichen Hintergründe sowie jeweilige Besonderheiten detailliert dargestellt und erklärt. Die gesamte Schülerschaft des Ratsgymnasiums beteiligte sich außerdem an der Finanzierung einer weiteren Informationstafel, die an die im Lager inhaftierten und ermordeten russischen Kriegsgefangene erinnert.

Ruth Gröne spricht zu den Gästen
Ruth Gröne spricht zu den Gästen

Im Rahmen eines kleinen Festaktes, musikalisch begleitet von Schülerinnen und Schülern des Ratsgymnasiums Rotenburg, brachten Peter Radzio, Bürgermeister von Sandbostel, der neu gewählte Landrat des Landkreises Rotenburg, Marco Prietz, sowie verschiedene Vertreter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ihre Anerkennung für den gezeigten Einsatz zum Ausdruck.

Einen ganz persönlichen Dank formulierte die 88jährige Ruth Gröne, deren Vater als KZ-Häftling in Sandbostel ermordet wurde. Eine der neuen Gedenktafeln informiert über ihn als repräsentatives Einzelschicksal. Mit der Formulierung „Häftlinge haben Nummern, Menschen haben Namen“ regte sie alle Anwesenden zum Nachdenken an. Als kleinen Dank überreichte sie den Schülerinnen und Schülern des Ratsgymnasiums ein Buch ihrer Lebenserinnerungen mit einer ganz persönlichen Widmung für die Schulbibliothek.

Weltweiter Klimastreik und „Projekttag Klima“ am Ratsgymnasium

Für Freitag, den 24. September, hat die Organisation „Fridays for future“ angesichts des drohenden politischen Versagens in der Bekämpfung des Klimawandels abermals zu einem globalen Klimastreik aufgerufen. Weltweit waren tausende Menschen aller Generationen auf den Straßen, um Politik, Wirtschaft und Gesellschaft daran zu erinnern, dass das verabredete 1,5°C-Ziel noch erreicht werden kann – aber nur dann, wenn von den Verantwortlichen endlich echte Veränderung herbeigeführt wird.

Das Ratsgymnasium, weder Schüler*innen noch Kollegium, darf zwar als politisch neutrale Institution nicht streiken, war aber stattdessen informierend mit einem „Projekttag Klima“ dabei. In Gruppen wurde den ganzen Tag am Thema gearbeit und diese inhaltliche Auseinandersetzung auch sichtbar nach außen getragen: Auf spannenden Spaziergängen rund um die Schule konnten die Schüler*innen auf dem Weg an verschiedenen Stationen beispielsweise Gegenstände mit Hinweisen und Informationen zu deren Ökobilanz und zu denkbaren Alternativen vorfinden oder sogar mit verschiedenen Expert*innen ins Gespräch kommen:

Jg. auf 13 dem Klimagang zum Bullensee

Der Jahrgang 5 traf im Kreishaus Anja Schulenberg vom Umweltbilungszentrum zu einem Expertinnengespräch, für die Klassen des Jahrgangs 6 stand indes eine Führung durch die Kläranlage auf dem Programm. Auf dem seinem Weg durch die Rotenburger Innenstadt konnte der 7. Jahrgang coronakonform beim Unverpacktladen „Ein Stück vom Glück“ vorbeischauen, am Kreishaus wartete Förster Frederic Bühsing auf die Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs. Die Klassen des 10. Jahrgangs machten auf ihrem Klimaspaziergang einen ersten Stopp bei den Stadtwerken am Mittelweg, um dann über den Stadtteil Imkersfeld zum Weichelsee zu gelangen. Die Spaziergänge waren auf zwei bis zweieinhalb Stunden angelegt, die jeweiligen Gruppen brachen morgens zeitversetzt vom Ratsgymnasium Rotenburg auf. Auf den verschiedenen Routen gab es zusätzlich verschiedene Klima-Stationen, an denen ökologisch problematische Alltagsgegenstände wie Badelatschen oder Plastiktüten zusammen mit einer jeweiligen Infokarte als Gesprächsanlässe ausgestellt waren. Auch auf die große Klimademonstration nach Bremen schafften es Schüler*innen des 12. Jahrgangs.

So sollten Ideen und Erfahrungen gesammelt werden, wie wir alle unseren Alltag klimafreundlicher gestalten können, gleichzeitig werden die gemeinsamen Erfahrungen des Tages sicher auch das Klassen- und Schulklima positiv beeinflussen.

Antje Gortmann (Fachobfrau Politik), unterstützt von Sabine Neugebauer, maßgeblich verantwortlich für die Organisation der Klimaspaziergänge, war dann auch spürbar zufrieden mit dem Tag, der zwar anstrengen, aber ergebnisreich war.

Medienscouts starten am Ratsgymnasium durch

Nicht erst seit den Corona-Lockdowns und dem damit verbundenen Homeschooling sind Cybermobbing, ein unbedachter Umgang mit sozialen Medien und Fake News ein Problem. Besonders bei SchülerInnen ist zu beobachten, dass sich nicht nur die Kommunikation, sondern zunehmend auch Konflikte immer stärker ins Internets verlagern.

Mit dem Medienscouts-Projekt startet das Ratsgymnasium eine Initiative, um diese Thematik aktiv mit den SchülerInnen zu diskutieren und Verantwortungsbewusstsein zu fördern. Dieses Projekt des Niedersächsischen Kultusministeriums und der Niedersächsischen Landesmedienanstalt wird am Ratsgymnasium durch den Freundeskreis gefördert und von den Lehrern Alexander Vardakis und Kai Paulsen umgesetzt.

Hierzu wurden zwei Mädchen und vier Jungen des achten Jahrgangs, die sich sofort nach Bekanntwerden des Projektes freiwillig meldeten, in mehreren Fortbildungen zu Medienscouts ausgebildet, um auf Augenhöhe andere SchülerInnen des Ratsgymnasiums zu beraten und aufzuklären. Prävention steht hier im Vordergrund.

„Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Internet sowie ein Wissen über die sich fast täglich erweiternden Potentiale, aber auch Gefahren der sozialen Medien gehören zur ganzheitlichen Bildung von heute dazu“, so die Projektleiter. Deshalb bleibt diese Medienscouts-Initiative auch in Zukunft ein integrierter Bestandteil der Präventionsarbeit am Ratsgymnasium.

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