Das Kultusministerium hat für die kommende Woche, also den Zeitraum ab dem 1.2.2021, aufgrund des stagnierenden Inzidenzwertes die erhofften Schulöffnungen ausgeschlossen. Derzeit haben die Schulen noch keine konkreten Informationen vorliegen – so lange verweisen wir auf die hier eingebundene Mitteilung des Kultusministeriums:
Schule
CORONAVIRUS: Leitfaden zum Distanzlernen
Liebe Schülerinnen und Schüler, sehr geehrte Lehrkräfte und Eltern des Ratsgymnasiums,
seit gut einem Monat befindet sich unser Gymnasium für die Jahrgänge 5-12 im Szenario C. Schüler*innen, Lehrkräfte und Elternhäuser bemühen sich seither gemeinsam in einem großen Kraftakt, das Distanzlernen zu organisieren. Hierfür möchte ich allen herzlich danken.
Die Erfahrungen und Rückmeldungen aus dem Kreise der Schülerschaft, der Eltern und Lehrkäfte zeigen, dass das Distanzlernen grundsätzlich klappt. Wie im Leitfaden „Schule in Coronazeiten“ (Update von 11/2020) gefordert, findet entsprechend das Distanzlernen am Ratsgymnasium über die Kommunikations- und Lernplattform IServ statt. Unterrichts- und Lernangebote müssen verbindlich über das Aufgabentool oder über Videokonferenz von IServ gestellt werden.
Trotz der positiven Rückmeldungen wünschen sich viele Eltern, Schüler*innen und Lehrkräfte nichts mehr als Tagesstruktur und Verbindlichkeit für ein gutes Lernen in Corona-Zeiten. Deshalb finden Sie unten stehend noch einmal zusammengefasst den für alle Beteiligten verbindlichen organisatorischen Rahmen für das Distanzlernen.
Die Schulleitung wünscht allen Schülern, Lehrkräften und Eltern für die kommenden Wochen viel Kraft und gutes Gelingen. Bleiben Sie gesund!
Ihre Iris Rehder
Leitfaden zum Distanzlernen am Ratsgymnasium
Schul- und Unterrichtsstrukturen:
Das Distanzlernen findet über Videokonferenzen und Aufgaben (Wochenplanarbeit) auf dem Aufgabenmodul statt. Ein weiterer Austausch kann auf IServ über Messenger und Emails, bei Bedarf auch telefonisch erfolgen.
Videokonferenzen:
Die Videokonferenzen finden ausschließlich in der Zeit des Fachunterrichts entsprechend des Stundenplans statt. Sie sollten mindestens einen Tag vorher über den Klassenkalender auf IServ angekündigt werden.
Für die Häufigkeit gilt in der Regel:
- In der Sek II (Jg. 11 und 12) sollte möglichst der gesamte Unterricht per Videokonferenz erfolgen.
- in den übrigen Jahrgängen werden in Langfächern pro Woche 1- 2 Videokonferenz gegeben,
- in Nebenfächern höchstens 1 Unterrichtsstunde pro Woche.
Videokonferenzen werden aus Datenschutzgründen ausschließlich über IServ abgehalten.
Aufgaben für das Distanzlernen:
Aufgaben für das Distanzlernen sind spätestens 1 Tag vor der Unterrichtsstunde zu stellen.
Beim Umfang der Aufgaben wird die Anzahl der wöchentlichen Videokonferenzen berücksichtigt. Insgesamt sollte die Arbeitszeit der Schüler*innen pro Tag folgende Richtwerte aus dem „Leitfaden Distanzlernen des Niedersächsischen Kultusministeriums“ nicht regelmäßig überschreiten:
- Schuljahrgänge 5 bis 8 des Sekundarbereiches I: 3 Stunden
- Schuljahrgänge 9 und 10 des Sekundarbereiches I: 4 Stunden
- Schuljahrgänge 11-13 des Sekundarbereiches II: 6 Stunden
Rückmeldung an die Schüler*innen:
Die Rückmeldung von bearbeiteten Schüleraufgaben erfolgt ausschließlich über IServ (Videokonferenz, Aufgabenmodul, Email). Von Schülern abgegebene Aufgaben müssen durch die Lehrkräfte gesichtet und kommentiert werden. Rückmeldungen sollen zeitnah erfolgen.
Unterricht nach Stundenplan:
Auch im Distanzlernen gilt die Schulpflicht. Schüler*innen sind also zur Teilnahme an Videokonferenzen während der regulären Unterrichtszeit verpflichtet. Eine Beteiligung mit Mikrophon sollte in der Regel auch möglich sein. Ein selbst zu verantwortendes Fehlen kann bei der mündlichen Note berücksichtigt werden. Bei mehrfachem unentschuldigtem Fehlen setzt die Fachlehrkraft die Eltern über dieses Versäumnis in Kenntnis. Sollten technische Probleme die Teilnahme verhindern, muss die Lehrkraft darüber von dem/der betroffenen Schüler*in unmittelbar per Mail informiert werden. Bei voraussehbarer Abwesenheit aus zwingenden Gründen ist wie sonst auch im Vorfeld durch die Erziehungsberechtigten eine Beurlaubung zu beantragen.
Leistungsbewertung
Zu bewertende schriftliche Arbeiten (Klassenarbeiten, schriftliche Note) dürfen lediglich im Präsenzunterricht durchgeführt werden. Das beim häuslichen Lernen erworbene Wissen kann im Präsenzunterricht durch Klassenarbeiten, Tests, Lernzielkontrollen oder mündliche Abfragen überprüft werden. Auf eine Leistungsüberprüfung unmittelbar nach dem Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht ist jedoch zu verzichten.
In Abgrenzung zu den üblichen Hausaufgaben können und sollen in allen Schuljahrgängen mündliche und fachspezifische Leistungen, die zu Hause selbstständig erbracht wurden, bewertet werden (vergleichbar mit Referaten, mündliche Note). Hier können die Fachlehrkräfte in eigener pädagogischer Verantwortung entscheiden, welche Arbeiten bei welchen Schülerinnen und Schülern zur Bewertung herangezogen werden. Lern- und Leistungssituationen sind voneinander zu trennen. Das bedeutet, dass Schüler*innen sich nicht mit jeder zu bearbeitenden Aufgabe einer Leistungskontrolle ausgesetzt sehen, sondern auch in einem geschützten Raum üben und sich ausprobieren können. Die Fachlehrkräfte machen also vorab deutlich, wann eine Aufgabe bewertet wird.
Die Nichterledigung oder Nichtabgabe von Aufgaben wird grundsätzlich in gleicher Weise wie im Präsenzunterricht berücksichtigt. Die regelmäßige, sorgfältige Bearbeitung und pünktliche Abgabe von Aufgaben kann bei der Formulierung der mündlichen Note und/oder des Arbeitsverhaltens berücksichtigt werden, ohne dass eine einzelne Aufgabe inhaltlich bewertet wird.
Es ist darauf zu achten, dass Schülerinnen und Schülern keine Nachteile aufgrund ihrer Lernbedingungen, familiären Hintergründe oder häuslichen Situationen entstehen.
Koordination Distanzlernen:
Bei Rückmeldungen oder Nachfragen zum Distanzlernen wenden sich Schüler*innen und Eltern an die betroffene Lehrkraft, bei Nichtlösung eines Problems zunächst an die Klassenleitung, erst dann an ein Mitglied der Schulleitung.
Wechsel ins Szenario B:
Bei (teilweiser) Rückkehr in den Präsenzunterricht wird selbstverständlich der besonderen Situation Rechnung getragen. Im Vordergrund wird deshalb zunächst auch Kommunikation und Beziehungsarbeit stehen. Die für dieses Schuljahr vorgesehenen Lerninhalte werden sicher kritisch und mit Augenmaß geprüft werden müssen. Sobald eine Regelung der Behörde über das konkrete weitere Vorgehen vorliegt, werden wir Sie transparent und umfassen informieren.
Die Schulleiterin: Elterninformation im Februar
Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,
Im vergangenen Jahr habe ich Ihnen mehr als 25 allgemeine Elterninformationen zukommen lassen. Bei einem üblichen Turnus von drei Elterninfos pro Jahr zeigt auch diese Zahl, wie sehr unser bisheriger Erfahrungshorizont von den Ereignissen der letzten zwölf Monate auf den Kopf gestellt wurde. Ich danke Ihnen herzlich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und konstruktive Unterstützung in dieser schwierigen und ungewissen Zeit.
Jetzt hat das zweite Schulhalbjahr 2020/21 begonnen. Neben den laufenden Neuigkeiten zur Schulorganisation während der Corona Pandemie gibt es weitere Veränderungen, die ich Ihnen zur Kenntnis geben möchte:
Frau Petersen und Herr Husmann haben wir mit Ablauf des ersten Schulhalbjahres in den Ruhestand verabschiedet. Frau Meinke und Herr Braunmüller haben ihre Ausbildungszeit am Ratsgymnasium erfolgreich mit dem 2. Staatsexamen beendet. Während wir uns von Herrn Braunmüller verabschiedet haben und ihm ebenso wie unseren frisch gebackenen Ruheständler*in für die Zukunft alles Gute wünschen, dürfen wir Frau Meinke (Ma/Sp) gleich als neue Kollegin wieder begrüßen. Herr Busboom-Schäfer (Ku/Sp) kehrt ans Ratsgymnasium zurück. Als Fachleiter Sport wird er die Ausbildung der Referendar*innen am Studienseminar Verden betreuen. Als Referendar*in begrüßen wir Frau Leskien (Sn/Bi) und Herrn Mohammoud (En/Po). Wir wünschen ihnen einen guten Start am Ratsgymnasium und heißen sie herzlich willkommen.
Frau Clüver wird Frau Petersen als Beratungslehrkraft ersetzen. Diese personellen Veränderungen und weitere Abordnungen machen auch zu Beginn des zweiten Halbjahres Lehrerwechsel in diversen Lerngruppen unvermeidlich.
Die Einschränkungen, die unser gesamtes Leben durch die Corana-Pandemie erfahren hat, betreffen selbstverständlich auch unser Schulleben. So konnten keine Exkursionen oder Fahrten stattfinden.

Umso mehr freut es mich, dass wir trotzdem immer wieder Formen für außerunterrichtliche Aktivitäten gefunden haben. Als der traditionelle Weihnachtsbasar ausfallen musste, organisierte die Schülervertretung im Dezember einen Spendenlauf, bei dem immerhin 920,- € zusammenkamen.
Ebenfalls im Dezember fand auch die Siegerehrung des diesjährigen Stadtradelns aus dem Sommer statt. Hierbei konnte sich das Ratsgymnasium mit 98 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und 18.715 geradelten Kilometern gleich zwei erste Plätze in den Kategorien größtes und auch radelaktivstes Team sichern. Ein Erfolg, den es in diesem Jahr zu verteidigen gilt.
Ein wenig anders als ursprünglich gedacht wurde die Ausstellung „Was glaubst du denn!? Junge Muslime in Deutschland“ durchgeführt. Auch wenn unsere engagierten Schülerguides die vielfältigen Exponate auf Grund der Hygienevorschriften nicht bunt gemischten Gruppen aus der gesamten Region vorstellen konnten, fanden sie doch in der Schüler- und Lehrerschaft des Ratsgymnasiums viele interessierte Zuhörer.

Für zahlreiche andere Veranstaltungen haben wir digitale Formate gewählt. Beispielhaft hierfür seien das Xmas-Project der JazzBand „Jazz meets Orff“, unsere „Lange Nacht der Naturwissenschaften“ oder der digitale Holocaust-Gedenktag in Kooperation mit der Cohn-Scheune genannt. Auch die Studien- und Berufsinformation findet digital statt. Das Seminarfach zu nachhaltiger Entwicklung aus dem 13. Jahrgang unter der Leitung von Frau Senftleben nutzte die Homepage, um in mehreren Artikeln zu Fleischkonsum, Stromerzeugung (Bild links), Plastikmüll oder Textilindustrie auf ein gedankenloses Konsumverhalten aufmerksam zu machen, das in Gegenwart und Zukunft die Lebensbedingungen überall auf der Welt negativ beeinflusst.
All diese Aktivitäten, die das Schulleben außerordentlich bereichern, sind nur möglich durch das Engagement der Lehrkräfte, Eltern und Schülerschaft, die für die Organisation sorgen. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank.
Auch wenn es derzeit noch unklar ist, wann und unter welchen Bedingungen Treffen größerer Personengruppen wieder möglich sein werden, werden wir selbstverständlich auch im kommenden Schulhalbjahr Informationsveranstaltungen für die Eltern verschiedener Jahrgänge anbieten. Dafür greifen wir zunächst wiederum auf digitale Formate zurück.
Den Anfang machen in den kommenden Wochen die Jahrgänge 10 und 11 mit den Informationen zu den Wahlmöglichkeiten in der Sekundarstufe 2. Die Schülerinnen und Schüler werden in morgendlichen Videokonferenzen durch die Jahrgangsleitungen informiert, die Eltern können sich zunächst den Vortrag der Jahrgangskoordination mit der zugehörigen Präsentationen auf der Homepage ansehen. Mit einem Link gibt es dann von dort aus die Möglichkeit, an einem gesonderten Termin speziellere Fragen in einer gemeinsamen Videokonferenz zu klären.
Eine vergleichbare Elterninformation wird noch vor den Osterferien für die Eltern des Jahrgangs 6 zur geplanten Digitalisierung im kommenden Jahrgang 7 angeboten. Nach den Osterferien folgen die Informationen zur 2. Fremdsprache in Jahrgang 5 und für den 7. Jahrgang über die Wahlmöglichkeiten im kommenden Jahrgang 8.
Alle diese Veranstaltungen werden rechtzeitig in den betreffenden Jahrgängen, auf unserer Homepage und in der lokalen Presse angekündigt.
Wie Sie alle den Medien entnehmen können, setzt sich das gegenwärtige Modell des weitgehenden Homeschooling bis Anfang März fort. Den Brief des Herrn Ministers finden Sie wie immer auf unserer Homepage. Wir sind sehr froh, unserem 13. Jahrgang trotzdem vollständigen Präsenzunterricht zur Abiturvorbereitung ermöglichen zu können. In den anderen Jahrgängen geht es im bisherigen System von Videokonferenzen und schriftlichen Aufgaben über Iserv weiter. Der Elternsprechtag wird Anfang März telefonisch durchgeführt werden. Ihre Kinder erhalten dann wie immer den Anmeldezettel zur Terminvergabe. Bei dringendem Beratungsbedarf wenden Sie sich bitte sofort für einen zeitnahen individuellen Termin per Mail über die Iserv-Adresse an die jeweilige Lehrkraft.
Uns allen wünsche ich nicht nur im schulischen Kontext viel Kraft und Gelassenheit für die kommende Zeit.
Bleiben Sie gesund und behütet!
Iris Rehder (Schulleiterin)
Präsenzunterricht und Notbetreuung fallen am 8.2.2021 witterungsbedingt aus!
Im Landkreis Rotenburg fallen am 8.2. aufgrund der Witterungsverhältnisse alle Präsenzangebote an den allgemeinbildenden Schulen aus – damit auch am Ratsgymnasium.
Sowohl der 13. Jahrgang als auch die Schülerinnen und Schüler der Notbetreuung bleiben zu Hause und gehen ins Distanzlernen. Bitte bei IServ auf Angebote und Aufgaben achten!
Der Distanzunterricht der Jahrgänge 5-12 ist hiervon nicht betroffen und findet regulär statt.
Mit Ausdauer zum Ziel: Schüler*innen des Ratsgymnasiums Rotenburg laufen gemeinsam 430 Kilometer!
Im Dezember 2020 hatten die Schüler*innensprecher des Ratsgymnasiums, Sebastian Lammertink und Malte Hermsteiner, zur Teilnahme an einem Spendenlauf aufgerufen. Dabei sollten Schüler*innen Sponsoren gewinnen, die bereit waren, jeden von ihnen gelaufenen Kilometer mit einem Geldbetrag zu honorieren. Der Erlös der Aktion wird einem sozialen, ökologischen oder kulturellen Zweck zufließen. Leider musste der jährliche Weihnachtsbasar der Schule pandemie-bedingt abgesagt werden. Trotzdem wollte die Schüler*innenschaft sich für einen guten Zweck engagieren.


Insgesamt haben zwar nur neunzehn Schüler*innen teilgenommen, pro Kopf wurde aber die stolze Distanz von im Schnitt 23 Kilometern gelaufen. Dadurch kam eine Spendensumme von über 920€ zusammen. Bemerkenswert ist die rege Teilnahme der Unterstufe, aus der beinahe die Hälfte der Läufer*innen stammen.
Die Gewinner*innen des Laufes (nach Länge der Strecke) sind:
- Melissa Maas, Jahrgang 12
- Emma Busse, Jahrgang 11
- Sophie und Henry Smeilus, Jahrgang 9 und 7
Ein großer Dank geht an die weiteren Läufer*innen Jonas Lüdemann, Sophia Enns, Mara Markgraf, Justus Busse, Flora Wohlberg, Jette Lüdemann, Sören Klinger, Hannes Busse, Nick Enns, Angelika Schreiner, Mia Kim Klinger, Lissy Dierks, Amber Ansari, Malte Hermsteiner, Tobias Postler.
CORONAVIRUS: Digitale Zeugnisausgabe
Sehr geehrte Erziehungsberechtigte,
leider lässt es sich beim gegenwärtigen Infektionsgeschehen nicht verantworten, unseren Schülerinnen und Schülern ihre Zeugnisse zum gegenwärtigen Zeitpunkt persönlich auszuhändigen.
Deshalb werden wir die Zeugnisse zunächst als PDF-Dokumente zwischen Freitag, den 29. Januar, und Mittwoch, den 03. Februar, klassenweise an die jeweilige Iserv-Emailadresse Ihres Kindes verschicken. Die Originale werden dann direkt in der Schule ausgehändigt, sobald der Unterricht im B-Szenario wieder beginnen kann.
Solange weiterhin das C-Szenario in Kraft bleibt, findet der Unterricht wie bisher im Homeschooling statt. Dabei hat es sich bewährt, dass in den Schuljahrgängen 5 bis 10 in der Regel in den Kernfächern mindestens einmal in der Woche eine Videokonferenz durchgeführt wird und der Unterricht in den Kurzfächern vorrangig durch das Aufgabenmodul und den Messenger durchgeführt wird. So wechseln sich gerade für die jüngeren Schülerinnen und Schüler verschiedene Sozialformen und Methoden ab, die sich gegenseitig ergänzen und neben dem Bedürfnis nach Kommunikation und klarer Struktur auch einem stärker individualisiertem Lernen Raum geben. In der Sekundarstufe II stehen Videokonferenzen stärker im Vordergrund. Erfreulicherweise bewährt sich auch die erneuerte digitale Ausstattung des Ratsgymnasiums, so dass die Technik deutlich stabiler läuft als im Frühjahr 2020.
Die Rückmeldungen zu den Aufgaben erfolgt ebenfalls über Iserv. Bitte ermutigen Sie Ihre Kinder weiterhin bei Nachfragen oder Unklarheiten den Kontakt zu den Lehrkräften zu suchen.
Ich wünsche weiterhin Kraft und Gelassenheit, um diese Krise gemeinsam zu überstehen, und grüße Sie vielmals aus dem Ratsgymnasium
Ihre
Iris Rehder, Schulleiterin
Digitaler Holocaust-Gedenktag 2021
„Du Jude!“ – das ist als lockerer Spruch nicht witzig, gerade dann, wenn er „witzig“ gemeint sein soll… Warum diese Art der Verwendung mehr als problematisch ist, daran erinnert der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar jeden Jahres. Auch wir am Ratsgymnasium Rotenburg begehen ihn wieder – in diesem Jahr allerdings digital. Worum geht es an diesem Gedenktag denn überhaupt? Und was hat er mit der Cohn-Scheune in Rotenburg und dem Ratsgymnasium zu tun? Das erfahrt ihr im Folgenden:
Der 27. Januar als Holocaust-Gedenktag
Der Holocaust-Gedenktag erinnert vorrangig an die Ermordung der deutschen und europäischen Juden in der Zeit des Nationalsozialismus. Nach 1941 wurden Juden nur noch aus einem einzigen Grund in Konzentrationslager geschickt: um sie dort zu ermorden. Insgesamt wurden von 1933 bis 1945 in Europa mehr als sechs Millionen Juden ermordet.
Diesen Massenmord nennt man auch den Holocaust, abstammend vom griechischen Wort holokaustus – „völlig verbrannt“. Die überlebenden und nachgeborenen Juden nennen den Holocaust auch Shoa. Das ist Hebräisch und bedeutet so viel wie „Katastrophe“.
Der 27. Januar markiert den Tag der Befreiung eines der schrecklichsten der sogenannten „Konzentrationslager“, in denen die Ermordung systematisch organisiert wurde, Auschwitz-Birkenau, durch die Rote Armee im Jahr 1945. Deshalb ist dieses Datum der offizielle Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Hier drei Quellen, mit denen Ihr Euch eingehender informieren könnt:
- „Die Nationalsozialisten und der Holocaust“ (ZDF: „Logo – Nachrichten“)
- „…erklärt, was während der Nazi-Zeit passiert ist“ (ZDF: „Logo – Nachrichten“)
und der Podcast „Was ist der Holocaust?“ von kindernetz.de.
Was hat dieser Tag mit der Cohn-Scheune und dem Ratsgymnasium in Rotenburg zu tun?
Lasst Euch von Frau Hansen-Schaberg, der Vorsitzenden des Fördervereins des Jüdischen Museums Cohn-Scheune in Rotenburg/Wümme, in ihrer Videobotschaft an die Schulgemeinschaft des Ratsgymnasiums auf dem schuleigenen youtube-Kanal erklären, wo die Verbindung von Holocaust und Rotenburg ist.
Die Cohn-Scheune in Rotenburg
Ihr seid überrascht, dass es ein jüdisches Museum in Rotenburg gibt? Wollt Ihr einmal reinschauen? Kein Problem – hier geht es zum virtuellen Rundgang durch die Cohn-Scheune:
Dass der Antisemitismus der Vergangenheit aber leider längst nicht Geschichte ist, dass kann man teilweise auch aus solchen gedankenlos dahingesagten Bemerkungen wie der eingangs geschilderten ableiten. Vielleicht habt Ihr sogar selbst schon mal solche Erfahrungen gemacht?
Hier berichten jüdische Schülerinnen und Schüler von heute in einer zdf-Dokumentation von ihren eigenen Erfahrungen mit Antisemitismus in deutschen Schulen – aber nicht 1938, sondern im Jahr 2020:
In einer virtuellen Ausstellung („Tolerant statt ignorant – Virtuelle Ausstellung für Demokratie und gegen Antisemitismus“) kannst du dir ein Bild vom heutigen Antisemitismus machen:
Kann man da nichts machen? Auf jeden Fall! Die 8. Klassen des Ratsgymnasiums zeigen euch, wie es geht: in Kürze lest ihr hier ihre Vorschläge, die sie am heutigen Gedenktag erarbeiten werden! Bis dahin, schaut doch mal hier hinein:
Und ein Argumentationstraining gegen Ausgrenzung und Diskriminierung startet bei uns mit einer Peerausbildung im April – vielleicht habt ihr Glück und bekommt den letzten freien Platz? Schickt einfach Eurer Klassenlehrkraft eine Mail.
Ihr wisst ja, es gibt nichts Gutes, außer man tut es…
Corinna Barkholdt
Auszeichnung für unseren Austausch mit Mexiko!
Wie so Vieles liegt auch gerade der Austausch des Ratsgymnasiums mit Mexiko auf Eis. Ohne Corona wären die Zevener Kollegen vom St.-Viti-Gymnasium in diesem Jahr an der Reihe, ihre Koffer für Mexiko zu packen, und am Ratsgymnasium wäre die Spanisch-Fachschaft dabei, das nächste Austausch-Projekt mit austauschbegeisterten Schülern vorzubereiten…
Umso mehr freuen wir am Ratsgymnasium uns zusammen mit der Spanisch-Fachgruppe um Frauke Brieger über eine Auszeichnung, die unsere Schule gemeinsam mit der Partnerschule, dem Colegio Alemán Alexander von Humboldt in Mexiko-Stadt, vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) kürzlich erhalten hat. Gerechnet hatten die Beteiligten mit der Prämierung eigentlich nicht, da schon das vorherige Kunstprojekt, „Frida trifft Paula“, als Projekt des Monats prämiert worden war. Damit geht zum zweiten Mal in Folge eine Auszeichnung an das Ratsgymnasium.

Für die mit Mitteln des Auswärtigen Amtes großzügig geförderte Projektarbeit „Fiesta auf dem Friedhof“, die beim letzten Besuch der mexikanischen Freunde in einen farbenprächtigen mexikanischen Totenaltar in der Pausenhalle mündete, wurden die beiden Schulen für ihre „herausragende Projektarbeit und ihr außerordentliches Engagement zur Förderung von Schulpartnerschaften“, wie es in einem Schreiben des PAD heißt, ausgezeichnet.
Die Schüler beschäftigten sich im Rahmen des Projekts mit dem sehr unterschiedlichen Umgang mit dem Thema Tod in Deutschland und Mexiko. Die deutschen Jugendlichen waren vor allem von der anderen Sichtweise ihrer mexikanischen Austauschpartner beeindruckt. Sie konnten bei diesem Perspektivwechsel vieles lernen und darin auch Unterstützung für den eigenen Umgang mit Verlust und Trauer finden.
Neben der Verleihung einer Urkunde freuen sich die Beteiligten auch über ein Preisgeld, das die Austauschkasse füllt und hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt werden kann.
Text: Frauke Brieger
Die Schüleraustauschbegegnung wurde aus Mitteln der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) des Auswärtigen Amts gefördert und durch den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz unterstützt.
Jerusalema: Ein Tanz für Bewegung und gute Laune…
Der Tanz, der sich zu dem Lied „Jerusalema“ des Künstlers Master KG seit 2020 von Südafrika aus in zahlreiche Länder verbreitet hat und der von einer überwältigenden Zahl von Menschen in Tanzchallenges getanzt und ins Netz gestellt wurde, findet nun auch Einzug ins Ratsgymnasium: Kunsterzieherin Regina Koch, die sofort begeistert von der Idee des gemeinsamen Tanzes war, hat ihn mit mehreren Lerngruppen einstudiert – und das Ergebnis dankenswerterweise gefilmt. Das Video zeigt die Klasse 11SNn gemeinsam mit ihrer Lehrerin beim erfolgreichen Tanz. Mindestes ein wenig Bewegung und Spaß hat die Aktion in dieser schwierigen Zeit ganz offensichtlich allen gebracht. Klare Aufforderung von Regina Koch und den Tanzenden in Richtung der Zuschauer: „Aufstehen, loslegen und mitmachen…!“

„Eigentlich…“: Ratsgymnasium und Kooperationspartner in den Startlöchern für Erasmus+
Eigentlich, ja… eigentlich hätte das Programm Erasmus+ an der Europaschule Ratsgymnasium Rotenburg schon zu den ersten persönlichen Begegnungen geführt:

Eigentlich hätten die Europakoordinatorin Susanne Rohde und ihre Kollegen bereits im November die Kolleginnen der Partnerschule aus Lissabon am Ratsgymnasium empfangen wollen, um konkret gemeinsam Arbeits- und Evaluationsmaterialien für das gemeinsam ausgeheckte Projekt „Inklusion und Integration – Bereicherung durch Vielfalt“ erstellen zu können.
Eigentlich wäre in diesem Zusammenhang die Bildnerische Werkstatt der Rotenburger Werke gemeinsam aufgesucht worden, um den geplanten Workshop als Kooperationserfahrung von Menschen mit und ohne Behinderung im Detail vorzubereiten…
Nun ja, im Zeichen von Corona ist alles notgedrungen anders. Dennoch ließ es sich die Projektinitiatorin Susanne Rohde nicht nehmen, mit Ragna Müller als stellvertretender Leiterin der Bildnerischen Werkstatt und ihrer Mitarbeiterin Tabea Bruns die Freude darüber zu teilen, dass die Europäische Union ihr Vorhaben würdigt und daher finanziell großzügig unterstützt. Deshalb ist dem Ratsgymnasium dann auch ein entsprechendes Schild als Qualitätssiegel für diese auf Erasmus+ aufbauende Schulbildung zugegangen, das noch im Gebäude seinen Platz finden wird.
Eigentlich ist das Projekt auf zwei Jahre angelegt, in denen Jugendliche aus Lissabon und Rotenburg dreimal persönlich zueinander finden sollen: Zunächst einmal im Rahmen des Kunstprojektes in Kooperation mit den Rotenburger Werken, danach in Lissabon, wo weitere Kunstprojekte im Rahmen der Integrationsarbeit mit afrikanischen Jugendlichen durchgeführt werden. Als gemeinsame Abschlussfahrt ist ein letztes Treffen in Den Haag geplant. Der Besuch des Internationalen Gerichtshofes rundet die Beschäftigung mit den Grundrechten auch von Minderheiten ab.
Zwischen diesen persönlichen Treffen werden die Schulen dauerhaft im digitalen Austausch stehen – eine Arbeitsweise, die in Corona-Zeiten mehr und mehr nicht nur den schulischen Alltag bestimmt. Entsprechend vertraut sind die beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie Ihre Lehrkräfte bereits mit diesen Kanälen und nutzen die Zeit, sich aktuell einander und die eigene Umgebung virtuell vorzustellen.
Und eigentlich, so hoffen alle am Projekt Beteiligten, geht es nach all der geleisteten Vorarbeit noch 2021 wirklich los…

