
Mit einem „Markt der Möglichkeiten“ eröffnete am 24. September die Informationsveranstaltung zum weiteren Weg der Digitalisierung am Ratsgymnasium Rotenburg, zu dem Schulleiterin Iris Rehder gemeinsam mit der kollegialen Arbeitsgruppe Medienbildungskonzept eingeladen hatte.
In fünf Räumen präsentierten Lehrkräfte der Schule verschiedene Apps und Anwendungen, die den gymnasialen Unterricht bereichern und erweitern können und ergänzende interaktive Lernformen bieten. In zwei Runden von jeweils einer Viertelstunde Länge gab es die Möglichkeit für Eltern, Schülerinnen und Schüler und interessierte Kolleginnen und Kollegen, sich verschieden Vorführungen anzuschauen, aber auch die Apps unter Nutzung der frisch an das Ratsgymnasium Rotenburg übergebenen 120 iPads selbst auszuprobieren. So konnten Hilfen für interaktive Tafelbilder wie „explain everything“, aber auch fachspezifische Apps wie „Chemix“ oder „phyphox“ in den Naturwissenschaften oder digitale historische Atlanten kennengelernt werden.
Im Anschluss stellten zwei qualifizierte Gäste dem interessierten Publikum ihre Erfahrungen mit den diversen Schritten hin zu einer modernen, digitalisierten Schule vor: Cord Gehrken, Medienberater der Landesschulbehörde und zuständig für die iPad-Klassen am St.-Viti-Gymnasium in Zeven, sowie Herr Eckhof, Elternvertreter am Gymnasium Sottrum.

Gehrken informierte über den Weg und die Modalitäten der Einführung von iPad-Klassen in Zeven, wo aufwachsend von Jahrgang 7 an digitale Endgeräte eingeführt wurden. Eines der zentralen Themen seiner Ausführungen waren die Vorteile eines verbindlichen Gerätetyps gegen ein „bring your own device“-Modell (BYOD), wie es unter großen technischen Herausforderungen an anderen Schulen eingeführt wurde. Trotz eines widerspenstigen WLANs in der Aula konnte er eindrucksvoll die Planungs-, Verwaltungs- und Steuermöglichkeiten für Schule und Lehrkräfte vorführen. Ebenso wichtig waren aber für die anwesenden Eltern und Schülerinnen und Schüler Gehrkens klare Aussagen und Demonstrationen zur Wahrung der Privatsphäre bei der Gerätenutzung.

Herr Eckhof berichtete anschließend aus Elternperspektive von den Erfahrungen, die in Sottrum vor, während und nach der Einführung von iPads gemacht wurden und zog hierbei ein absolut positives Zwischenfazit. Als unabdingbar bezeichnete er die Notwendigkeit der gemeinsamen Arbeit aller an Gestaltung und Entwicklung von Schule beteiligten Gremien. Auch Eckhof sprach eine klare Empfehlung für ein einheitliches System und damit auch für eine einheitliche und zentral zu organisierende Wartung und Nutzung der Tablets aus.

In einer die Veranstaltung abschließenden Frage- und Diskussionsrunde beschäftigten sich dann die Wortmeldungen auch weniger mit dem Ob einer Einführung, sondern vielmehr mit dem Wann und Wie sowie der Frage, wie bei einer allgemein empfohlenen und von Erfahrungen aus den Nachbarschulen gestützten ab Jahrgang 7 aufwachsenden Einführung von iPads mit den höheren Jahrgängen verfahren werden könne. Hier konnte Schulleiterin Iris Rehder auf die bereits vorhandenen, der gesamten Schülerschaft zur Verfügung stehenden 120 frisch eingetroffenen Tablets verweisen, aber auch auf den bereits seit mehreren Jahren vorhandenen iPad-Koffer.
Abschließend zogen alle Beteiligten ein positives Fazit der Veranstaltung, insbesondere die Möglichkeit, auf die Erfahrungen und die Unterstützung der Schulen in der Nachbarschaft zurückgreifen zu können, wurde als überaus positiv bewertet.




Aaron Kruse stellt in einem lebendigen, mit zahlreichen Fotos und Videos unterlegten Vortrag seine Arbeit als Freiwilliger im Rahmen des
Wie anders dieses neue Schuljahr 2020-2021 sein würde, das haben sich im Vorfeld fast alle an Schule Beteiligten gedacht — wie sehr dies aber spürbar sein würde, das war vor dem konkreten Start aber nur schwer zu ahnen.
Nun also alles anders, alles neu. Statt einer gleich vier Feiern, eine pro Klasse, mit Gästebegrenzung, Abstand und reduziertem Programm. Statt Donnerstagmorgen nun Freitagnachmittag, statt kurzer erster Schulwoche erstmal nur ein Nachmittag in der neuen Schule musste es diesmal sein. Im Abstand von 45 Minuten wechselten sich die vier neuen Klassen ab, die in der Aula von Schulleiterin Iris Rehder begrüßt wurden, eine logistische Herausforderung für alle, die aber insgesamt überzeugend bewältigt wurde. Viermal begrüßen, viermal eine sehr ähnliche Ausgangslage für die kurze Rede — und trotzdem jede neue Klasse persönlich ansprechen, geht den das überhaupt? Iris Rehder und die für die Mittelstufe zuständige Koordinatorin Susanne Rohde fanden Wege, ihren kurzen Ansprachen jedes Mal aufs Neue eine persönliche Note zu geben.
Oliver Credo begrüßte anschließend als Vorsitzender des
Stolze 113 Schülerinnen und Schüler wurden so insgesamt in den neuen Jahrgang aufgenommen und herzlich begrüßt, ehe sie mit ihren jeweiligen Klassen und Lehrerteams auf die neuen und noch ungewohnten Wege im Ratsgymnasium begaben, um ihre Klassenräume kennenzulernen. Etwas Positives konnte einer der neuen Fünftklässler der Situation direkt zu Beginn abgewinnen: „Ich find’s klasse, dass wir uns erstmal ohne die älteren Schüler hier umschauen können… Ist ja auch alles ganz schön groß hier!“ Und wer weiß, vielleicht hatte der ein wenig privatere Rahmen ja auch sein Gutes, konnten sich die Kinder so doch voll auf die eigenen neuen Klassenkameradinnen und Klassenkameraden, auf die neuen Lehrkräfte einstellen.