Gelungene Kooperation mit der Bildnerischen Werkstatt der Rotenburger Werke

Während der Projekttage am Ratsgymnasium Rotenburg suchte eine Gruppe von Fünft- und Sechstklässlern das Atelier in der Lindenstraße auf. Intensiv wurde in verschiedenen Techniken mit Stiften, Pinsel und Spachtel auf Stoffen gezeichnet, gemalt und experimentiert.

Eine Girlandenreihe von über 100 Fahnen schmückte dann zum 70. Jubiläum des Ratsgymnasiums zur Freude aller Besucher die Schulstraße.

Norman Sandler und Martin Vosswinkel von der Bildnerischen Werkstatt begleiteten und unterstützten intensiv das serielle Arbeiten. Das Ratsgymnasium dankt Ihnen für die fortgesetzt tolle Kooperation. Schülerinnen und Schüler sowie Kollegium freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit.

(Text: Neugebauer/NtB)

Ratsgymnasiasten bei den Rotenburger Werken

„Das andere ist nix geworden“ – Ratsschüler zu Besuch in der Ausstellung der Bildnerischen Werkstatt

Ratsgymnasiasten bei den Rotenburger WerkenSchülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 7 sowie 9 und 10 besuchten staunend und begeistert im Rahmen des Kunstunterrichts und der AG Malerei das Atelier in der Bildnerischen Werkstatt der Rotenburger Werke. Hier galt es, verschiedenste künstlerische Positionen und Kunstwerke aus unterschiedlichen Materialien, dort durch die Hand von Bewohnern der Rotenburger Werke in den letzten 12 Monaten entstanden, zu entdecken und zu erforschen.
In den sich ergebenden, überaus aufschlussreichen Gesprächen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Werkstatt wurden Hintergründe zu Konzeption und handwerklicher Ausführung der Bilder und Objekte erläutert. Auch wurde auftauchenden Fragen nach Wert und Wertigkeit von Kunst nachgegangen, manchmal auch ganz konkret am ausgestellten Werk. So ergab sich für die Schülerinnen und Schüler eine bereichernde Fachexkursion mit überraschenden Einblicken in das langjährige Schaffen der Künstlerinnen und Künstler, die in den Rotenburger Werken leben.
Für die kommenden Wochen wird nun auch nachgedacht über eine gestalterische Kooperation im Rahmen der im Juni stattfindenden Projekttage unter dem Motto “Feste feiern”, mit denen das Ratsgymnasium sein 70-jähriges Bestehen feiert.

Leistungskurse Kunst zu Besuch im Horst-Janssen-Museum in Oldenburg

„Ich bin hinter den flüchtigen Erscheinungen dieser Welt in ihren wechselnden Verkleidungen her, damit ich bei meiner Beerdigung sagen könnte: ‘Ich hab’s gesehen!’ Und wenn ich bis dahin und zwischendurch schreie, dann: ‚Lasst mich in Ruhe!‘”

Dieser recht deutlichen Aufforderung des Zeichners und Grafikers Horst Janssen wollten die Schülerinnen und Schüler der beiden Leistungskurse Kunst des 12. Jahrgangs am Ratsgymnasium Rotenburg nicht nachkommen und machten sich mit ihren Fachlehrkräften Martine Bantje-Reuter und Niels ten Brink auf den Weg ins Horst-Janssen-Museum nach Oldenburg. Im kleinen, aber feinen Museum an der Hunte verstand es Kunstvermittlerin Geraldine Dudek in einer lebendigen und spannenden Führung, das Leben und Werk Janssens mit klaren Fakten und Informationen, aber auch zahlreichen Anekdoten und Geschichten zu vermitteln. Hierbei war sie mit ihrer herzlichen und zupackenden Art voll am Puls der Schülerinnen und Schüler. Ganz nebenbei fiel dann auch noch so einiges an Wissen zur Ausstellung und ihrer Gestaltung ab. Dudek konnte auch deshalb aus dem vollen schöpfen, weil sie als Studentin Horst Janssen selbst noch hat kennenlernen dürfen – eine Begegnung, die ganz offensichtlich ein noch immer brennendes Feuer entfacht hat.

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Horst Janssen in seinem Atelier.

Im Fokus des Besuches stand der abiturrelevante Zyklus „Hanno’s Tod“, den Janssen im Jahr 1972 mit 23 Radierungen wie im Fieberwahn in nur 7 Tagen angefertigt hat. In den einzelnen Werken setzt sich Janssen mit der literarischen Figur des Hanno aus Thomas Manns Opus Magnum „Die Buddenbrooks – Verfall einer Familie“ auseinander, verwandelt sich selbst in diesen und durchleidet an seiner statt den physischen Verfall des an Typhus erkrankten Jungen. Janssen, der wie auch hier immer wieder seine Lebenskrisen künstlerisch verarbeitete, besiegte allerdings seine Dämonen und kehrte ins Leben zurück und brachte den ausdrucksstarken und brachialen Zyklus mit. „Wenn es ihm gut ging, war Janssen sehr gut. Ging es ihm schlecht, war er genial,“ so fasste Geraldine Dudek lapidar Janssens Wesen zusammen.

Abschluss der Exkursion in Leben und Werk dieses Ausnahmekünstlers bildete für die Schülerinnen und Schüler die praktische Arbeit vor und mit den Originalwerken. Besonderes Highlight war für alle der Blick in das im Museum wieder aufgebaute Atelier Janssens, das eindrucksvoll verdeutlicht, wie intensiv der Künstler an seinem Werk gearbeitet hat, wie sehr die Druckgrafik auch Handwerk und die Handfertigkeit Grundlage der Bildenden Kunst ist.

Historische Plakate senden Botschaften

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9F1 und 9F2 besuchten im Rahmen des Kunstunterrichts die Plakatausstellung “Um die Stimmen der Frauen – Das Frauenbild der Parteien im Spiegel ihrer Wahlplakate seit 1919” im Rotenburger Rathaus. Diese zeigt und thematisiert anhand zahlreicher Plakate und Stellwände das Bemühen, nach der Festschreibung des Frauenwahlrechts in der Verfassung der Weimarer Republik 1919 insbesondere weibliche Wähler für eigene Anliegen zu gewinnen.

Mit Hilfe von Ausschnittsskizzen verschiedener Plakate näherten sich die Schülerinnen und Schüler also grafisch den Werbeversuchen historischer und aktueller Parteien aus den vergangenen 100 Jahren. Hierbei wurde die Wirkung von Bild und Text analysiert. Insbesondere die sich wandelnden Rollenvorstellungen, die in Bild und Text transportiert wurden, wurden erkannt, benannt und diskutiert.

Zur Erläuterung zeitgeschichtlicher Zusammenhänge stand Brigitte Borchers, die Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Rotenburg, gerne zur Verfügung. Für alle Schülerinnen und Schüler ergab sich so eine spannende Zeitreise in die Gebrauchsgrafik der jüngeren Vergangenheit.

Tipi eröffnet – Kissen als Geschenk für das Ratsgymnasium

Das Kissen schmückt nun die Bibliotkek

Bei der Einweihung des nunmehr fertiggestellten Tipis der Stiftung “mittendabei” am Sonntag, den 25.09.18 auf dem Hartmannshof (siehe Beitrag unten) wurde den Schülerinnen und Schülern des Ratsgymnasiums ein Kissen aus Wollquadraten übergeben. Das Dankgeschenk findet seinen Platz in der Schülerbücherei, wo es neben der optischen Aufhellung beim Schmökern auch einen praktischen Nutzen erfüllen und die Sofas und Sessel noch gemütlicher machen kann.
Das Tipi steht als Symbol für Hoffnung, Freiheit, Liebe und Verantwortung der Menschen füreinander. Dies sind Themen, mit denen sich die Europaschule Ratsgymnasium als “Schule mit Courage – Schule gegen Rassismus” gut identifizieren kann.

Die Veranstalter und Offiziellen der Rotenburger Werke und der Stiftung “mittendabei” dankten allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an dem Projekt sowie dem Schulchor der Klassen 7c und 6m für die musikalische Umrahmung bei der Eröffnung herzlich.

Genug gestrickt – jetzt wird gefeiert!

Der Hartmannshof der Rotenburger Werke und die Stiftung „mittendabei“ laden zur zur Einweihung des Tipis ein, das in den vergangenen Wochen und Monaten in gemeinsamer Arbeit durch eine unglaubliche Zahl an Helferinnen und Helfern hergestellt wurde: Bereits im Frühjahr diesen Jahres haben sich dutzende Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte an dem Gemeinschaftsprojekt beteiligt und fleißig über 1,300 Wollquadrate gestrickt und gehäkelt, die von der Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck nunmehr zu einem Tipi zusammengefügt wurden.

Das Tipi wird gemeinsam mit Gästen von der Stiftung „mittendabei“ der Rotenburger Werke am Sonntag, den 23.09.2018 ab 11.30 Uhr im Erlebnisgarten auf dem Hartmannshof eingeweiht.

Neben den Organisatoren der Stiftung und der Rotenburger Werke hofft auch die Schülerschaft des Ratsgymnasiums, die sich so rege an der Aktion beteiligt hat, auf zahlreichen Gästezuspruch. Das Ratsgymnasium wird durch die Chorklasse 7C vertreten sein, sie tritt im Rahmen der Andacht um 11.30 Uhr auf. Für das leibliche Wohl der Gäste wird gesorgt.

Schulleiterin Iris Rehder wird sich, begleitet von den Kolleginnen Astrid Mujica-Alvarado (Klassen- und Chorleitung 7c) sowie den Kunsterzieherinnen Martina Bantje-Reuter und Sabine Neugebauer, das Vergnügen, sich das Farbenprächtige Zelt eingehend zu betrachten, nicht nehmen lassen.

Alltagsgegenstände verwandeln sich in Kunstobjekte

Die Ausstellungsflächen im ersten Stock des Ratsgymnasiums sind derzeit gefüllt mit Kunstobjekten der besonderen Art: Zu sehen sind zahlreiche vormals entbehrliche Sitzmöbel, die von Schülerinnen und Schüler der Klasse 9B in regelrechte “Persönlichkeiten” verwandelt und somit zu einem ganz neuen Leben erweckt wurden. Vom Grillmeister über Superman finden sich die verschiedensten Charaktere.

Mancher Fauteuil wurde aber auch so bearbeitet, dass er Spuren von Vergänglichkeit und den Geschehnissen seines Daseins deutlich zu Tage treten lässt. Erarbeitet wurden die Objekte im Rahmen des Kunstunterrichtes, Themengebiet “Bild der Dinge – Design” bei Sabine Neugebauer.

Die Kunstwerke der 9B bleiben noch bis zu den Sommerferien in der Ausstellung, ehe sie transformiert den Weg zurück zu ihrem Ursprungsort antreten. Also: Unbedingt schauen gehen!

Kunst der besonderen Art – Besuch bei den Bildnerischen Werkstätten

Viele kunstinteressierte Schülerinnen und Schüler der Klassen 7B, 5M und 5D am Ratsgymnasium Rotenburg besuchten die diesjährige Jahresausstellung der Bildnerischen Werkstatt der Rotenburger Werke.

Im Angesicht der doch etwas überraschenden Fragestellung “Was ist der Unterschied zwischen einem Vergleich und einem Hund?” machten sie sehr genaue Kunstbeobachtungen und waren erstaunt von der Vielfalt, der Ausdauer und der Qualität der ausgestellten Arbeiten von Menschen mit Einschränkungen.

Die Anerkennung für die besonderen Fähigkeiten der Künstlerinnen und Künstler, die regelmäßig im Atelier arbeiten, war groß. Ragna Müller zeigte an ausgewählten Künstlern die Entwicklungen über längere Zeiträume auf, z.B. die unterschiedlichen Phasen im Werk von Wolfgang Steinbach, von dem die Bildernische Werkstatt ein großes Archiv besitzt.

Viele der vorhandenen Kunstwerke können von privater Seite auch ausgeliehen werden, sie werden aber auch für überregionale Ausstellungsbeteiligungen zur Verfügung gestellt. Mit spannenden Erkenntnissen und frischen Eindrucken bekamen die Schülerinnen und Schüler dann große Lust, selbst den Pinsel zu schwingen.

SchülerInnen des Ratsgymnasiums stricken für Stiftung mittendabei

Heute schon gestrickt?

Anfang Februar besuchte Silke Sackman während des Kunstunterrichts die Klasse 9b des Ratsgymnasiums, um den Schülerinnen und Schülern ein Projekt der Stiftung “mittendabei” der Rotenburger Werke zu präsentieren: Ein 5 Meter hohes, aus einem gestrickten Wollmantel bestehendes Tipi.

SchülerInnen des Ratsgymnasiums stricken für Stiftung mittendabei„Unser Tipi soll sehr bunt und nach den Farben des Regenbogens geordnet werden. Dabei wird uns die Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck unterstützen. Zunächst aber sind die Rotenburger Bürger gefragt – Jung und Alt, mit Handicap oder ohne“, so Silke Sackmann. „Es machen bereits zum Beispiel die Verwaltung des Rotenburger Rathauses, Kirchengemeinden, Mitglieder des Kreistages, Altersheime und viele weitere Privatpersonen mit. Und das Erstaunliche ist, dass alle Teilnehmer begeistert mitmachen.“

Warum aber ein Tipi? Zelte sind eine der ältesten Formen menschengemachter Behausungen. Sie bieten Sicherheit, Geborgenheit und Schutz vor den Unbilden der oftmals allzu rauen Welt. Deshalb soll es zum Symbol der Stiftung werden, die sich für Menschen mit Behinderungen einsetzt, um ihnen eben jene Gefühle zu geben.

Bei der praktischen Umsetzung gäbe es allerdings bisher ein kleines Problem: Für das Woll-Tipi werden noch gut 650 weitere 15×15 cm große Quadrate aus Acrylwolle benötigt, um rechtzeitig zum 21. April fertig zu werden. „Dann kommt die Künstlerin, die alle Teile zusammenlegen und ordnen wird,” berichtete Silke Sackmann. Deshalb suche die Stiftung viele weitere tatkräftige und motivierte Personen, die freiwillig häkeln oder stricken wollen – und fand sie in den Schülerinnen und Schülern, aber auch im Kollegium des Ratsgymnasiums: Zwei 5. Klassen sowie eine 7. Klasse der Schule machen begeistert mit.

Um innerhalb der Schülerschaft noch mehr Unterstützer zu finden, haben sich die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung ihrer Kunsterzieherin Sabine Neugebauer dann etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Im Rahmen eines Strick-Flashmobs sammelten sich am vergangenen Montag mit Nadeln und Wolle ausgerüstete Handarbeiter in der großen Pause in der Pausenhalle und strickten unter den erstaunten Blicken ihrer Mitschüler, was die Nadeln hergaben. Das anfänglich bei den Umstehenden sichtbare Erstaunen wich nach und nach der Neugier – und schließlich zahlreichen „Das mach ich auch!“-Bekundungen. Da sollte das Ziel doch rechtzeitig erreicht werden…

Radio Bremen wird am 21. April vor Ort sein, um über die Fertigstellung des Tipis zu berichten. Dann werden alle sehen, ob sich der Aufwand gelohnt hat. Wer Lust hat, kann noch bis Ende April seine Woll-Quadrate direkt bei der Stiftung „mittendabei“ oder im Lehrerzimmer des Ratsgymnasiums abgeben.

(Text: Glenn Cedric Fochtler, 9b)

Stillleben mit drei L – Besuch der Kunsthalle Bremen

Bei bester Laune verließen die Schülerinnen und Schüler des Kunstkurses 11ku2 am Freitag die Kunsthalle in Bremen – und das nicht, weil Wochenende und Weihnachtsmarkt auf sie warteten. Vielmehr lag ein spannender Morgen in den Ausstellungsräumen und im künstlerischen Atelier hinter ihnen.

Pieter Claesz, Paula Modersohn-Becker, Juan Gris waren nur einige der Namen, die im Laufe der Führung zum Thema „Stillleben“ fielen. Hierbei zeigte sich die Kursteilnehmer gut informiert und interessiert. Aufgrund der frühen Morgenstunde war die Kunsthalle noch leer, was viel Platz und Ruhe bot, sich mit dem Gang durch die Entwicklungsgeschichte des Genres zu befassen.

Die anschließende Arbeit im Atelier war zwar zeitlich etwas knapp bemessen, aber hier zeigten alle nochmal so richtig, was künstlerisch in ihnen steckt. Bei leider etwas beschränkter Materialwahl und unter dem Druck der unerbittlich tickenden Uhr entstanden bei dennoch gelöster Arbeitsatmosphäre spannende Auseinandersetzungen mit den gerade gesehenen Werken.

Dementsprechend zufrieden standen die fünfzehn Schülerinnen und Schüler mit ihrem Kunsterzieher Niels ten Brink am Ende vor den Türen der Kunsthalle – allerdings mit dem festen Vorsatz, sehr bald wiederzukommen, um noch ein wenig mehr Kunst zu schmökern…