Seminarfach: Eine Möglichkeit, als Schüler nachhaltig Strom zu erzeugen

(Text: Denny Fabritius, Leopold Müller, Jan Enns, Yannick Rambuschek)

Zu einer besinnlichen Weihnachtszeit gehört für die meisten von uns eine üppige Dekoration, die häufig aus auffällig-blinkenden Lichterketten besteht. Sieht man sich das Stadtbild, gerade in Rotenburg, an, fällt einem schnell auf, dass an Lichterketten nicht gespart wurde – ob es in privaten Haushalten oder von der Stadt organisierte Dekorationen sind. Dabei wird eine Menge Strom verbraucht. Doch woher kommt dieser Strom überhaupt?

In den letzten drei Semestern hat sich unsere Gruppe (Bild) mit der Frage befasst, welche Arten der Stromerzeugung heutzutage genutzt werden und welche davon nachhaltig sind. Darüber hinaus haben wir Möglichkeiten gesucht, wie Schüler selbst nachhaltig Strom erzeugen können. Das Ergebnis unserer Nachforschung wollen wir euch in diesem Artikel nahebringen.

Die für uns simpelste und effizienteste Lösung ist ein Fahrraddynamo, dem es dem Fahrer ermöglicht während des Fahrens ein Elektrogerät aufzuladen.  Dieser funktioniert wie ein herkömmlicher Dynamo, der durch die Rotation des Rades beim Fahren Strom erzeugt. Dadurch kann man hin und wieder darauf verzichten, das Handy wie gewohnt an der Steckdose zu laden. Stattdessen bietet es eine Möglichkeit, nachhaltigen Strom zu verwenden.

Montage des Dynamos am Fahrrad.

Uns ist bewusst, dass dieser Dynamo nicht den Klimawandel stoppen kann. Jedoch kann jeder selbst, durch kleine Taten wie die Nutzung dieses Dynamos, einen positiven Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten. Das Projekt soll euch nicht ausschließlich dazu bringen diesen Dynamo zu kaufen, sondern auch zum Nachdenken anregen, wie man selbst mithilfe von kleinen Taten etwas gegen den Klimawandel tun kann. Dies ist nämlich nicht nur in dem Bereich der Stromerzeugung möglich, sondern auch in vielen anderen Aspekten des alltäglichen Lebens. Schaut daher auch gerne nochmal bei den anderen Seminarfachprojekten, die auch auf der Website des Ratsgymnasiums zu finden sind, nach.

Wenn ihr euch dazu entscheidet den Dynamo zu kaufen, zeigen wir euch in dem nachfolgenden Video (s.u.) den Umfang der Lieferung und die einfache Befestigung am Fahrrad.

Falls ihr noch Fragen oder weiteres Interesse habt, könnt ihr uns gerne anschreiben!

Vorstellung und Einbau im Video

CORONAVIRUS: Fernunterricht ab Mittwoch die Regel!

Sehr geehrte Erziehungsberechtigte,

die Dynamik der politischen Entscheidungen macht es nötig, dass ich mich ein weiteres Mal an Sie wende. In der letzten Woche gab es bereits die Mitteilung, dass Sie Ihre Kinder vom Präsenzunterricht befreien lassen können. Dies gilt nach wie vor, allerdings in verschärfter Form.

Normal ist, dass die Kinder ab Mittwoch im Lockdown zu Hause bleiben. Alle, die zu Hause  bleiben können,  sollen auch zu Hause bleiben und dort lernen.

Dafür reicht es, das Fernbleiben der Kinder formlos per Telefon, Mail oder auf Papier gegenüber der Schule  anzuzeigen. Wenn Sie das bereits getan haben, ist selbstverständlich keine weitere Meldung nötig. Die Schule ist für diejenigen geöffnet, die ihre Kinder nicht zu Hause lassen können. Wem es also nicht möglich ist, sein Kind zu Hause zu betreuen, der findet offene Schulen, in denen Unterricht, angepasst an die Situation in der jeweiligen Lerngruppe, stattfindet.

Es findet in der Schule der gleiche Unterricht wie zu Hause statt. Die Schülerinnen und Schüler werden zu Hause über das Aufgabenmodul auf Iserv über die behandelten Unterrichtsinhalte informiert. Mit dieser Regelung verpasst niemand etwas, der nicht in der Schule ist.

Es werden ab Mittwoch keinerlei Klausuren oder Arbeiten geschrieben. Davon gibt es keine Ausnahmen. Für Versetzungen oder Abschlüsse zwingend notwendige Arbeiten müssen verschoben oder durch alternative Lernleistungen ersetzt werden. Das betrifft Fächer, die nur im 1. Halbjahr erteilt werden und in denen bisher noch keine Arbeit geschrieben wurde, und für das Abitur zwingend nötige Klausuren in der Qualifikationsphase. Die Jahrgangskoordinatoren informieren ihre Jahrgänge dazu ausführlicher.

Mein ausdrücklicher Appell lautet: Wenn irgend möglich bleiben Sie zu Hause und lassen Sie Ihre Kinder zu Hause!

Bleiben Sie gesund und behütet in dieser ungewissen Zeit!

Ich grüße Sie vielmals aus dem Ratsgymnasium

Ihre

Iris Rehder, Schulleiterin

Platz 1 beim Stadtradeln 2020 geht an das Ratsgymnasium

Der Wettbewerb „Stadtradeln für ein gutes Klima“, wie immer organisiert vom Klimabündnis, liegt inzwischen schon ein halbes Jahr zurück, aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie konnte erst Anfang Dezember im Rotenburger Rathaus die Preise an die erfolgreichsten Radler und Mannschaften verliehen werden. Dabei hat das Ratsgymnasium zwei erste Plätze, als größtes Team mit 98 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und als radelaktivstes Team mit 18,715 geradelten Kilometern belegt.

Als Anerkennung für diese Leistung hat die Schule einen Geldpreis von 300,-€ erhalten, von dem nunmehr Sportmaterialien wie z. B. Bälle, Badmintonschläger und anderes Material angeschafft werden können. Teamleiter und Fachobmann Sport Michael Plötz bedankte sich im Namen seiner Fachgruppe und der Schulleitung dafür bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Ein weiterer toller Erfolg neben der Gesamtleistung des Teams ist Leni Rakau aus der Klasse 7D gelungen: mit sagenhaften 1,623 geradelten Kilometern belegte sie den 2. Platz bei den weiblichen Teilnehmerinnen! Sie erhält eine ganz persönliche Auszeichnung. 

Michael Plötz indes hofft auf ein Fortschreiben dieses großen Erfolges: „Im nächsten Jahr knacken wir dann vielleicht die Zahl 100 bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, so dass wir unsere ersten Plätze verteidigen können.“ Das wäre doch wirklich eine tolle Leistung – wir alle sollten also schonmal anfangen, unsere Fahrräder fit zu machen!

CORONAVIRUS: Informationen zur Befreiung vom Präsenzunterricht ab dem 14.12.2020

Sehr geehrte Erziehungsberechtigte,

wie Sie bereits aus den Medien erfahren konnten, wird die Erlasslage zu den verbleibenden Schultagen bis zu den Weihnachtsferien noch einmal an das Infektionsgeschehen der Corona-Pandemie angepasst.

Der Herr Minister hat als Beitrag zur allgemeinen Kontaktreduzierung für Sie als Eltern und Erziehungsberechtigte die sehr sinnvolle Möglichkeit geschaffen, Ihre Kinder bereits ab dem 14.12.2020 vom Präsenzunterricht befreien zu lassen, und damit die bisher für den 17. und 18.12.2020 bestehende Regelung erweitert.

Um das Verfahren angesichts der Kürze der Zeit zu vereinfachen, entfällt hier ausnahmsweise die Antragspflicht.  Sie zeigen der Schule gegenüber lediglich an, wenn Sie von dieser Befreiung Gebrauch machen wollen und geben an, ab wann die Schülerin bzw. der Schüler ins Distanzlernen wechselt. Frühester Termin wäre der 14.12.2020. Ein Hin-und Her-Wechseln zwischen Präsenzunterricht und Distanzlernen ist nicht möglich, da  aus  infektiologischer Sicht nicht sinnvoll.

Da sich zurzeit  nicht prognostizieren lässt, in welchem Umfang von diesem Angebot Gebrauch gemacht wird, werden in den Jahrgängen 5 -11 in der kommenden Woche keine schriftlichen Leistungsüberprüfungen mehr stattfinden. Diese können entfallen, durch eine alternative Lernleistung ersetzt oder verschoben werden. Die Klausuren in Jahrgang 12 können gegebenenfalls stattfinden. Der Nachschreibtermin für die mehrstündigen Vorabiklausuren am 18.12. hat Bestand. Die Lehrkräfte werden ihre Lerngruppen zeitnah über das jeweilige Vorgehen informieren.

Da die Befreiung vom Präsenzunterricht nicht mit einem Aussetzen der Schulpflicht gleichzusetzen ist, werden Aufgaben für das Lernen und Arbeiten zu Hause über das Aufgabenmodul bereitgestellt, die verbindlich anzufertigen sind. Erweiterte Videokonferenzen werden in dieser besonderen Woche nur in Ausnahmefällen möglich sein, da die Lehrkräfte ja den regulären Präsenzunterricht fortsetzen.

Wenn Sie von der oben skizzierten Möglichkeit für die Unterrichtsbefreiung Gebrauch machen möchten, haben Sie für Ihre Mitteilung folgende Möglichkeiten:

  • Sie schreiben wie auch sonst üblich eine kurze Mitteilung ins Entschuldigungsheft Ihres Kindes und lassen es am nächsten Schultag bei der Klassenlehrkraft vorzeigen.
  • Wegen der Kürze der Zeit können Sie aber auch im Sekretariat des Ratsgymnasiums anrufen (Telefon: 04261 – 9833535). Ich weise vorsorglich darauf hin, dass das Schulsekretariat freitags nur bis 13:00 Uhr besetzt ist.
  • Wenn Sie stattdessen eine Mail schreiben möchten , wählen Sie bitte Ihren eigenen Account. Wenn Sie vom Iserv-Account Ihres Kindes schreiben, ist für die Schule die Urheberschaft der Mail nicht eindeutig. Deshalb kann diese Mail nicht anerkannt werden.

Bleiben Sie gesund und behütet. Ich grüße Sie vielmals aus dem Ratsgymnasium

Ihre

Iris Rehder, Schulleiterin

CORONAVIRUS: Brief des Herrn Ministers Tonne

Liebe Eltern, Erziehungsberechtigte und Schülerinnen und Schüler,

Lesen Sie anbei die Erläuterungen des Ministers zu den jüngsten Beschlüssen für die Woche vor den Weihnachtsferien, in der es die Möglichkeit zur Befreiung vom Unterricht gibt. 

Nähere Informationen erhalten Sie auch in den nebenstehenden Informationsschreiben des Kultusministeriums sowie im aktuellen Elternbrief der Schulleiterin vom 10. Dezember 2020.

Besonders hingewiesen sei an dieser Stelle nochmals auf die BERATUNGS- UND GESPRÄCHSANGEBOTE für Kinder und Jugendliche.

 

Sehr geehrte Eltern, sehr geehrte Erziehungsberechtigte,

sicherlich verfolgen Sie die bundesweite Debatte über weitere Kontaktbeschränkungen und einen schärferen Lockdown in den kommenden Wochen. In den Blick genommen werden dabei alle Lebensbereiche, auch die Schulen. Die Praxis in Niedersachsen hat gezeigt, dass Schule auch in Pandemiezeiten möglich ist. Es bleibt daher bei dem Ziel, auch nach den Weihnachtsferien grundsätzlich Präsenzunterricht im Szenario A anzubieten.

In Niedersachsen liegt dafür – anders als in allen anderen Bundesländern – der Ihnen bekannte Stufenplan vor, der Maßnahmen an konkrete Inzidenzwerte und/oder an die Betroffenheit von Schulen koppelt. Die Fakten und Erfahrungen zeigen, dass dieser Rahmen hält: Den allermeisten Kindern und Jugendlichen kann gemeinsamer Unterricht im Klassenverband angeboten werden, erteilt von ihren Lehrerinnen und Lehrern und unterstützt von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Schulen. Dabei haben sich die Schulen nicht zu Hotspots entwickelt, dies möchte in aller Deutlichkeit nochmals betonen. Wir halten daher an den Plänen und Szenarien als Rahmen fest.

Gleichwohl muss festgestellt werden, dass sich die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie insgesamt noch nicht als ausreichend erweisen. Dies ist der Grund, warum die bisherigen Regelungen im Rahmen eines landesweiten Lockdowns vorübergehend zu verschärfen sind. Mit weiteren Kontakteinschränkungen und Einschnitten auch bei Wirtschaft und Handel soll die Anzahl der Neuinfektionen deutlich gesenkt werden. Der Bildungsbereich beteiligt sich an dieser Strategie der konsequenten Kontaktreduktion mit angemessenen Maßnahmen. Diese sind eingebettet in einen schärferen Lockdown für vier Wochen. Gleichzeitig erwägen wir auch weitere präventive Schritte für einen möglichst umfassenden Wiedereinstieg in Szenario A nach den Weihnachtsferien.

Als Beitrag zur allgemeinen Kontaktreduzierung bieten wir Eltern und Erziehungsberechtigten die Möglichkeit, ihre Kinder bereits ab dem 14.12.2020 vom Präsenzunterricht befreien zu lassen, und erweitern damit die bisher für den 17. und 18.12.2020 bestehende Regelung. Für  alle Schülerinnen und Schüler, die diese Möglichkeit nicht nutzen möchten, sind die Schulen ganz normal geöffnet. Um das Verfahren angesichts der Kürze der Zeit zu vereinfachen, entfällt hier ausnahmsweise die Antragspflicht. Sie zeigen der Schule gegenüber lediglich an, wenn Sie von dieser Befreiung Gebrauch machen wollen und geben an, ab wann Ihr Kind ins Distanzlernen wechseln soll. Frühester Termin wäre der 14.12.2020, ein Hin- und Her-Wechseln zwischen Präsenzunterricht und Distanzlernen ist nicht möglich, da aus infektiologischer Sicht nicht sinnvoll. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass die Befreiung des Präsenzunterrichts nicht mit einem Aussetzen der Schulpflicht gleichzusetzen ist. Das Lernen und Arbeiten Zuhause, wie wir es für das Szenario B im Leitfaden und in den Handreichungen zum Distanzlernen beschrieben haben, gilt auch für diese besondere Woche.

In den berufsbildenden Schulen gelten möglicherweise abweichende Regelungen. Hier werden ggf. die bisherigen Vorgaben zum Distanzlernen erweitert. Die Schulleitung entscheidet und informiert über die Umsetzung vor Ort.

Für den Fall, dass in der kommenden Woche Klassenarbeiten, Klausuren oder sonstige Prüfungen angesetzt sind, wird im Einzelfall geprüft, was davon entfallen oder verschoben werden kann. Sollte beides nach gründlicher Abwägung nicht möglich sein, kommen die betroffenen Schülerinnen und Schüler für den Zeitraum der Klassenarbeit bzw. der Prüfung in die Schule. Die Lehrkräfte Ihres Kindes werden Sie entsprechend informieren. Vorabiklausuren und andere (abschluss-)relevante Prüfungen finden in jedem Fall statt.

Ihnen allen wünsche ich von Herzen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein hoffentlich ruhigeres Jahr 2021! Bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen

Grant Hendrik Tonne

Kultusminister Niedersachsen

Seminarfach: Fleischkonsum – Masse statt Klasse!

Ein Aufruf von Nele Böttcher, Marie Füllenbach, Milena Krogmann, Gesche Koennecke und Julina Schwindt

Hey, du!

Die Vorweihnachtszeit hat begonnen und wir freuen uns alle auf ein schönes Weihnachtsfest, an dem es wieder die Weihnachtsgans oder den leckeren Braten gibt. Aber fragst du dich nicht auch manchmal, woher das Fleisch auf deinem Teller kommt und welche Auswirkungen dein Fleischkonsum auf die Welt hat? Und vor allem: Was hat es mit deiner Schule zu tun?

Tatsächlich, der Fleischkonsum ist eins der größten Probleme unserer Zeit. Im Supermarkt finden wir Fleisch, von dem ein Kilo drei Euro kostet und im Fastfood-Restaurant kostet ein veganer Burger dreimal so viel wie ein Hamburger. Doch zu welchem Preis können wir dieses Angebot bekommen, auf wessen Kosten?

Auf Kosten der Tiere:

 98% des in Deutschland verzehrten Fleisches stammen aus der Massentierhaltung.

Auf Kosten des Klimas und jeglicher Ökosysteme:

Durch die massiven Treibhausgasemissionen, die in der Tierhaltung entstehen, wird der Klimawandel vorangetrieben, den wir auch in Deutschland schon spüren. Durch die Erderwärmung sterben unglaublich viele Ökosysteme, die Grundlage für unser Leben sind. Der Regenwald in Brasilien, der einen Großteil unseres Sauerstoffs zum Atmen (!) produziert, wird für Tierfutter abgeholzt und die Abholzung erreicht dieses Jahr den Höchststand seit zwölf Jahren.

Auf Kosten anderer Menschen:

Erstens werden in der Fleischindustrie Arbeiter ausgebeutet und sehr schlecht behandelt,

zweitens verlieren Millionen von Menschen durch den Klimawandel ihre Lebensgrundlage, sodass bis 2050 sogar mit bis zu 350 Millionen Klimaflüchtlingen gerechnet werden kann.

Auf unsere eigenen Kosten und auf Kosten unserer Gesundheit

Der Klimawandel wird auch an Deutschland nicht vorbeigehen und ist sogar schon zu spüren – du erinnerst dich bestimmt an die letzten drei Sommer, oder? Außerdem gibt es immer stärkere Ernteeinbußen und die Qualität des Trinkwassers sowie vor allem die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser sinken extrem. Ganz abgesehen davon enthalten bis zu 82% von Discounterfleisch Antibiotikarückstände und dein Risiko, an beispielsweise Krebs zu erkranken, steigt stark. Ziemlich krass, auf was sich dein Konsum alles auswirkt, oder?

Wir als Gruppe aus dem Seminarfaches des 13. Jahrganges wollen eine Zukunft, in der wir und auch ihr und eure Kinder gut leben könnt. Daher möchten wir ein Projekt am Ratsgymnasium umsetzen, um die Schule nachhaltiger zu gestalten und euch 1-3 Tage nur vegetarisches Essen in der Cafeteria und beim Bäcker anbieten.

Es liegt uns sehr am Herzen, etwas für ein Stück bessere Welt voranzubringen und umzusetzen. Bist du dabei?

Falls du noch mehr über das Thema erfahren möchtest oder irgendwelche Fragen hast, kannst du dich gern an einen von uns wenden, wir beantworten gern alle Fragen.

Lesen in Corona Zeiten – mit Abstand am besten vorlesen!

Gibt es Tiere, die sprechen können? Und Teufel, die das Bösesein erst lernen müssen? Hat das Sams wirklich Punkte?  Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt, als sich am vergangenen Donnerstag fünf Sechstklässler im großen Nebenraum der Bibliothek trafen, um im Rahmen des Vorlesewettbewerbs zu zeigen, wer – mit Abstand – am besten liest.

Emma liest sich zum Sieg.

Wie in den Jahren zuvor hatte die Stiftung  Buchkultur und Leseförderung erneut zum Lesewettbewerb aufgerufen – auch oder gerade in dieser besonderen Zeit der Pandemie, in der das Lesen vielleicht neu entdeckt wird durch das viele „Zuhause-sein-müssen“.

Obwohl die SchülerInnen bereits beim Vorlesen in ihren Klassen als „beste LeserInnen“ ausgewählt worden waren, konnte man die Nervosität deutlich spüren. Konzentriert und ungewöhnlich still saßen sie auf ihren Stühlen neben den Freunden, die sie zur Unterstützung aus ihren Klassen mitbringen durften. Gutes Zureden und Mutmachen war da diesmal nur mit großem Abstand voneinander und hinter der Maske möglich.

Diese durfte dann allerdings beim Vorlesen für kurze Zeit abgenommen werden: 3 Minuten lang lasen die Kinder aus einem Buch ihrer Wahl einen Ausschnitt  vor, nachdem sie diesen zunächst in den Zusammenhang einordnen und etwas zum Buch allgemein erzählen mussten. Gar nicht so leicht, wenn die Jury, bestehend aus ihren DeutschlehrerInnen und den Bibliothekarinnen, genau vor ihnen saß,  gut zuhörte und sie nicht aus den Augen ließ.

Anschließend mussten die Kinder ihr Lesekönnen für zwei Minuten an einem ihnen fremden Text unter Beweis stellen. Dafür hatte man ihnen mit einem Auszug aus dem Roman „Das Labyrinth des Fauns“ von Cornelia Funke und Guillermo del Toro schon ganz schön anspruchsvolle Literatur vorgelegt – die sie aber alle mit Bravour vortrugen.

Die anschließende Bewertung war für die Lehrkräfte deshalb wieder einmal deutlich schwer: Lesetechnik, Interpretation und die Textauswahl waren dabei die Kriterien. War der Vortrag lebendig? Wer hatte die Stimmung des Textes am besten vermittelt, hatte deutlich und in einem angemessenen Lesetempo gelesen?

Die Entscheidung fiel schließlich auf Emma Peleikis aus der 6m, die es gar nicht fassen konnte. Schokoladenweihnachtsmänner gab es anschließend als Belohnung für alle – für Emma allerdings zusätzlich noch eine Urkunde als Schulsieger.

Wünschen wir ihr, dass sie beim Regionalentscheid im Frühjahr wieder eine Urkunde in den Händen hält!

(Text: M. Lechner-Domhardt, Fachobfrau Deutsch)

CORONAVIRUS: Mehrsprachige Erklärvideos zu den Hygienemaßnahmen

Die Behörden des Landkreises Rotenburg wurden in den vergangenen Wochen mehrfach darauf aufmerksam gemacht worden, dass die Informationen über im Landkreis geltende Corona-Verordnungen oftmals Zugewanderte nicht erreichen. Mögliche Gründe hierfür sind, dass die schriftliche Informationen in der jeweiligen Herkunftssprache nicht immer vorlagen oder die Lesefähigkeiten nicht ausreichend sind.

Der Landkreis hat daher mit Unterstützung von Sprachmittler*innen aus dem eigenen Sprachmittlerpool kurze Informationsvideos in den Herkunftssprachen Arabisch, Farsi, Französisch und Rumänisch erstellt, um die Zugangsmöglichkeiten zu den aktuellen Informationen möglichst barrierefrei zu gestalten und auch die Menschen zu erreichen, die unter Umständen nicht lesen und schreiben können.

Hier können Sie diese Videos abrufen und sie gegebenenfalls Menschen anderer Muttersprache zugänglich machen.

Arabisch

Ausstellung „Was glaubst Du denn!?“ am Ratsgymnasium Rotenburg

Ein wenig anders als ursprünglich gedacht sah die Eröffnung der Ausstellung „Was glaubst Du denn!?“ am Donnerstag in der kleinen Sporthalle des Ratsgymnasiums dann doch aus – Corona sei Dank. „Ich sah mich eigentlich bei der Vorbereitung meiner Rede in der großen Aula vor vielen, vielen Schülern stehen,“ so Eike Holsten (MdL), der es sich dennoch nicht hatte nehmen lassen, zur Eröffnung zu kommen.

Im interreligiösen Dialog.

Schulleiterin Iris Rehder begrüßte neben Eike Holsten die trotz Hygienebeschränkungen angereisten Gäste. In ihren einleitenden Worten dankte sie zunächst der Obfrau der Fachgruppe Religion, Kerstin Lubkowitz, für das Engagement, auch in so ungeordneten Zeiten ein solch wichtiges Projekt ans Ratsgymnasium Rotenburg zu holen und würdigte die Arbeit, die sie investiert hat. Lubkowitz hatte im Jahrgang 9 mehr als 20 Schülerinnen und Schüler motivieren können, sich in einem mehrtägigen Seminar auch in der Freizeit vier Tage lang zu Peer Guides ausbilden zu lassen, die nun selbständig ihre Mitschülerinnen und Mitschüler durch die Ausstellung begleiten können. Dieser gesellschaftliche Einsatz sei ausdrücklich zu loben, so die Gäste im Einklang.

Eike Holsten und Dr. Michael Blömer

„Der Präsentation dieses breiten islamischen Spektrums kann gar nicht zu viel Platz eingeräumt werden. Gerade in der heutigen Zeit der verengten, vereinfachenden, pauschalisierenden Sicht auf die Dinge ist es immens wichtig, die reale Vielfalt hervorzuheben und für Differenzierung zu werben. Anders lässt sich Kultur und Gesellschaft und eben auch muslimisches Leben (in Deutschland) nicht begreifen,“ so Iris Rehder.

Der Superintendent im Kirchenkreis Rotenburg, Dr. Michael Blömer, betonte in seinem Grußwort: „Es gibt nicht den eine Islam, nicht das eine Christentum. Alleine deshalb ist es wichtig innerhalb, aber eben auch zwischen den Religionen Gespräche aufzunehmen und fortzusetzen, um so Missverständnissen vorzubeugen.“

Die Worte fanden großen Anklang auch bei den Gästen aus der muslimischen Gemeinde Rotenburgs, die aus der Kleine Ayasofya Moschee in die Gerberstraße gekommen waren. „Wir haben uns riesig gefreut, hier mit dabei zu sein. Es gibt ein großes Bedürfnis, viel mehr zu kooperieren, denn Jugendliche haben viele Fragen an den Islam – ‚Warum fastet Ihr?‘ oder ‚Warum tragen manche Frauen ein Kopftuch?‘“

Peer Guides im Rampenlicht.

Um auch weitere Fragen überhaupt stellen zu können sei eine eigene Standortbestimmung unerlässlich, hatte Eike Holsten in seiner kurzen Ansprache betont. Schließlich seien wir im Alltag viel mehr mit Christen als mit Muslimen zusammen. Da sei es notwendig, sich immer wieder auch der eigenen Religiosität und der eigenen Religion bewusst zu werden, dann ließe sich auch erkennen, dass sich eben die eigenen Vorstellungen in denen der Muslime widerspiegelten. „So können wir in den Dialog kommen. Die Religionen wollen uns Mut machen, miteinander zu leben,“ schloss Holsten, ehe er sich gemeinsam mit anderen Gästen von den Peer Guides Leonie Wendt und Angelika Schreiner fragen ließ: „Was glaubst Du denn!?“

Die Ausstellung der Bundeszentrale für politische Bildung tourt seit Juni 2013 durch Deutschland und richtet sich dabei vorrangig an Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe I. Mit Videoporträts, Comics, Animationsfilmen und interaktiven Stationen gibt sie Einblick in das Leben von jungen Musliminnen und Muslimen in Deutschland.

Bücherkisten und Leseecken in der Bibiothek

Gebannte Zuhörer in der Bibliothek

Die Schülerinnen und Schüler aller 5. Klassen kamen auf Einladung des Bibliothekteams Sigrid Baden-Schirmer und Doris Nickau in der ersten Dezemberwoche mit ihren Deutschlehrerinnen und -lehrern in die Bibliothek, um ein besonderes Geschenk in Empfang zu nehmen, wo sich unter einem blauen Umhang jeweils eine tolle Überraschung für die ganze Klasse verbarg: eine Kiste, gefüllt mit gut 30 Büchern, die exklusiv nur für die jeweilige Klasse ausgewählt wurden.

Gespannt packten die Schüler und Schülerinnen die Bücher aus, die ab jetzt entweder in der Bibliothek gelesen oder für zu Hause ausgeliehen werden können. Zur Einstimmung auf die Lektüre traten dann noch vier Bücher in einem Buch-Casting gegeneinander an: Die Jury der Fünftklässler wählte anhand von Cover, Klappentext und einer spannenden Textstelle, die von Sigrid Baden-Schirmer und Doris Nickau vorgelesen wurde,  ihren Favoriten aus.

Da die Bücherkisten wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht mit in die Klassen genommen werden dürfen, wurde in der Bibliothek für jede Klasse eine Leseecke eingerichtet, die in Freistunden oder in den Pausen – selbstverständlich unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln – von den Fünftklässlern besucht werden kann.

Lesen kann gerade in Corona-Zeiten für Erwachsene und Kinder gleichermaßen sinnstiftend und tröstlich sein. Deshalb ist Leseförderung – so die Meinung des Bibliotheksteams – gerade jetzt sehr wichtig und die Freude über die neuen Bücher, die sofort entliehen wurden, ist groß.

Sigrid Baden-Schirmer weiß beim Vorlesen zu begeistern.
Doris Nickau hatte für die Zuhörer eine ganz besondere Geschichte parat.
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