Holocaust-Gedenktag – Ausstellung in der Pausenhalle

Anlässlich des 80. Jahrestags der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau, bemüht sich das Ratsgymnasium um die Erinnerungskultur der jüngeren Generation.
Zudem wird ab heute im Rahmen der „Woche gegen Rassismus und für Vielfalt“ im Politik-Wirtschaftsunterricht in allen Lerngruppen eine Unterrichtsstunde dieser Thematik gewidmet.
Darüber hinaus haben zwei Lerngruppen (8c und 11s) eine Ausstellung zum Holocaust-Gedenktag in der Pausenhalle aufgebaut, die Hintergründe und aktuelle Bezüge zum Holocaust erläutern. Das Material ist altersgerecht ausgewählt, aufbereitet und zugänglich. Die Schulgemeinschaft und Besuchende können sich dort gern informieren.

Nie wieder ist jetzt!

(Text und Fotos Corinna Barkholdt)

 

Eindrücke der Parisfahrt

Hier folgen jetzt einzelne eindrucksvolle Berichte über den Aufenthalt in Paris, die von teilnehmenden Schüler/Innen verfasst wurden:

Mittwoch 27.11.24

Nach unserer Anreise über Köln, Mainz, Mannheim und Saarbrücken bis zum Gare de l’Est begann endlich unser Aufenthalt in Paris und zwar im Marais, dem vierten Arrondissement, einem trubeligen, schönen Viertel mit traditionellem und kunstvollem Charme. Nach unserer verspäteten Anreise mit der Bahn nahmen wir mittags die métro bis Saint Paul, unweit unserer Jugendherberge MIJE gelegen. Hier wurden wir freundlich empfangen, stellten unser Gepäck ab und machten uns nach der langen Fahrt kurz frisch.

Nachmittags gingen wir in das Musée Picasso. Hier wurden wir auf französisch empfangen und studierten die Gemälde von Pablo Picasso. Er hat abstrakte und schwer zugängliche Gemälde erschaffen. Die einzigartigen Eindrücke dort führten zu interessanten Gespräche miteinander. Schwierig war es für uns, die auf französisch verfassten Bildbeschreibungen und Erklärungen zu verstehen.

Während des Spaziergangs durch unser Viertel le Marais zurück zur Jugendherberge gingen wir an der Place des Vosges vorbei. Der erste Name war Place Royale, ein rechteckig angelegter Platz, der erstmalig in Europa auf allen vier Seiten des Platzes mit dreigeschossigen Häusern mit Arkaden im Erdgeschoss bebaut wurde.

In der Jugendherberge angekommen, durften wir unsere gemütlichen Zimmer beziehen und hatten eine kurze Pause, bevor wir im Hauptgebäude des MIJE an der Rue Fourcy zu Abend aßen. Dort war das Abendessen vielseitig und man konnte seine Ressourcen wieder auffüllen, die bei diesem anstrengenden Tag aufgebraucht waren. Außerdem hatte man eine gute Auswahl an Essen und es gab für jeden etwas, das uns geschmeckt hat. À la française, gab es in der Jugendherberge  verschiedene Vorspeisen, ein Hauptgericht und verschiedene Desserts! Ein anstrengender, aber schöner Tag! (Ella, Finja, Mia, Berenike, Eleonora, Louisa

Donnerstag 28.11.24

Unser Tag begann mit einem Besuch der Sainte-Chapelle, einer beeindruckenden gotischen Kapelle auf der Île de la Cité. Besonders schön waren die riesigen, farbenfrohen Glasfenster, die uns alle ins Staunen versetzten. Es war faszinierend, wie das Sonnenlicht die Farben der Fenster in die Kapelle warf und eine magische Atmosphäre schuf. Anschließend hatten wir Zeit, uns in der Nähe der Notre-Dame-Kathedrale zu entspannen, wo wir köstliche Crêpes aßen. Dies war ein perfekter Snack nach dem ersten Programmpunkt, ehe wir bei strahlend blauem Himmel eine Fahrt auf der Seine, vorbei an allen wichtigen Bauwerken der Stadt, genossen.

Nach einer kurzen Mittagspause machten wir uns auf den Weg zum Musée d’Orsay, einem ehemaligen Bahnhof, der heute ein berühmtes Kunstmuseum ist. Dort konnten wir einige der bekanntesten Werke des Impressionismus bewundern, darunter Gemälde von Monet, Van Gogh, Manet und Degas. Viele von uns waren beeindruckt von der Vielfalt der Kunstwerke und der besonderen Architektur des Gebäudes. Besonders die Uhr, durch die man den Sonnenuntergang hinter der Sacré Cœur bewundern konnte, hat uns sehr gefallen.

Der krönende Abschluss des Tages war der Besuch des Eiffelturms. Vom Trocadéro, dem Platz mit einer der besten Aussichtspunkte auf den Eiffelturm, genossen wir den Anblick des beleuchteten Wahrzeichens. Als die Lichter des Eiffelturms anfingen zu funkeln, war die Stimmung einfach magisch. Die Straßenmusiker betonten diese Atmosphäre mit ihrer Musik. Viele von uns machten Fotos, um diesen besonderen Moment festzuhalten. Das gemeinsame Verhandeln über Souvenirs, angeleitet durch Frau Richter, war unser Highlight am Abend. Der Tag war ein unvergessliches Erlebnis, bei dem wir nicht nur die Schönheit von Paris entdeckten, sondern auch Zeit miteinander verbringen konnten. (Sören, Lina, Nils, Sophia, Greta, Jule, Milla, Martje, Timo, Annika, Jesper)

Freitag, 29.11.24 

Am Freitag hatten wir den Nachmittag zur freien Verfügung. Der Tag, auf den wir uns alle freuten.

An diesem Freitagmorgen wurden wir um 7:30 Uhr geweckt. Es folgte das typisch französische Frühstück mit Baguette, Marmelade und Kuchen. Hiernach machten wir uns auf den Weg zum Louvre. Wir wurden dort herzlich zu der Führung begrüßt, die auf französisch stattfand. Zunächst waren wir skeptisch, doch die Dame sprach langsam und deutlich, sodass wir sie gut verstehen konnten. Am meisten beeindruckten uns die Geschichten der Kunstwerke und die Architektur des ehemaligen Palastes. Auffällig waren hier die großen Zimmer mit hohen Decken sowie die vielen goldenen Details. Am Ende der Führung bekamen wir endlich die Mona Lisa zu Gesicht. Überraschend klein, aber beeindruckend. Im Saal angekommen, in dem das Gemälde hing, mussten wir uns jedoch erst einmal einen Weg durch die Menschenmenge erkämpfen, um einen Blick auf das Werk von Leonardo da Vinci zu werfen.

Nach dem Museumsausflug startete unser freier Nachmittag, den wir auf dem Weihnachtsmarkt des Louvre verbrachten. Der Weihnachtsmarkt war mit vielen kleinen Buden gestaltet, wobei viele deutsche Spezialitäten und schweizerische Stände auffällig waren. Das absolute Highlight war das Riesenrad, mit dem wir über ganz Paris blicken konnten. Nach dem Weihnachtsmarkt sind wir mit der Metro (erstaunlicherweise funktionierten alle Tickets 😉 , weiter zur Champs-Élysées gefahren. Hier haben wir den Triumphbogen besichtigt und zum ersten Mal ein echtes pain au chocolat gegessen. Auf den Champs-Elysées wechseln sich viele kleine Geschäfte und Luxusmarken ab. Am Abend haben wir im MIJE gegessen. Danach sind wir zum Atelier des Lumières gelaufen. Hier haben wir einen Zusammenschnitt von Asterix-Filmen gesehen, der in einer Halle an Wände, Boden und Decke  gebeamt wurde, sodass man sich virtuell im Film befand. Abschließend sind wir mit 5-stelligen Schrittzahlen schlafen gegangen…(Caja und Magdalena)

Freitag, 29.11.24

Für Freitag Vormittag war vorgesehen, den Louvre zu besichtigen und danach den Tag in kleinen Gruppen selbst zu gestalten. Das Musée du Louvre ist an der riesigen Glaspyramide zu erkennen. Das Museum befindet sich im historischen Königspalast, der ehemaligen Residenz der französischen Könige. Im Zuge der französischen Revolution wurde aus dem Palast 1793 ein Kunstmuseum, das zuerst Kunstsammlungen der Könige ausstellte. Bis heute ist die Kunstsammlung auf über 380.000 Kunstwerke gewachsen. Der Louvre ist, bezogen auf seine Fläche, das größte und meistbesuchte Museum der Welt. Im Louvre sind 33.000 Kunstwerke wie Skulpturen und Gemälde ausgestellt. Wir haben eine einstündige, auf französisch geführte Besichtigung genossen, in denen uns die wichtigsten Werke wie z.B. die Mona Lisa von Leonardo da Vinci mit einem Wert von 900 Millionen Euro nähergebracht wurden. Das Gemälde La liberté guidant le peuple von Eugène Delacroix zeigt den Aufstand der Pariser Bevölkerung während der Julirevolution 1830 und ihr Streben nach Freiheit. Im Vordergrund ist eine Anführerin zu sehen, die die Stärke und Widerstandskraft des Volkes verkörpert. Dieses thematisch bis heute aktuelle Gemälde ging in die Geschichte ein.

Nach dem Besuch des Louvre hatten wir den Nachmittag in Kleingruppen zur freien Verfügung. Wir haben uns dazu entschlossen, die Pariser Prachtstraße Champs-Élysées bis zum Triumphbogen hinunterzulaufen, vorbei an Geschäften teurer Luxusmarken. Den Triumphbogen haben wir ausgiebig fotografiert. Hier konnten wir auch Souvenirs kaufen und köstliche Crêpes essen. Gegen Abend haben wir uns dann aufgemacht, um zurück in unsere Jugendherberge im Marais zu laufen und mit der Gruppe zu Abend zu essen. Nach dem Abendessen haben wir im Gemeinschaftsraum des MIJE Gesellschaftsspiele gespielt und zusammen Zeit verbracht, so dass wir unseren Abend in gemütlicher  Runde haben ausklingen lassen.  (Casey, Nordin, Jan, Kalle)

Samstag, 30.11.24

Die erste Aktivität des Tages war der, französisch „die“, Tour Montparnasse. Wir besuchten den höchsten Wolkenkratzer von Paris um 9 Uhr und konnten um 9.45 Uhr von der Dachterrasse des Turms über ganz Paris schauen. Die Aussicht war überwältigend. Bei gutem Wetter lag uns ganz Paris zu Füßen! Trotz des Sonnenscheins und blauem Himmel konnte man die Luftverschmutzung über Paris gut erkennen, denn sie lag wie ein dunkler Ring über dem Zentrum. In 210 Metern haben wir viele Fotos einzeln und als Gruppe gemacht. Um ca. 10.30 Uhr war der Besuch dort wieder vorbei. Es sind lustige Bilder entstanden und die Gruppenmitglieder waren zwar müde, aber begeistert.

Gegen 11.30 Uhr besuchten wir die Salle Ovale der Bibliothèque Nationale de France, ein, wie der Name bereits verrät, ovalförmiger Lesesaal mit kunstvollem Glasdach und Reihen von Bücherregalen, die sich bis zur Decke erstrecken. Alle hier vorhandenen Bücher und Werke sind Präsenzbestände und können nicht ausgeliehen werden. Das erklärt, warum der Lesesaal voll besetzt mit arbeitenden Studierenden war. In der Mitte des Saales ist Platz zum Lesen, Lernen und Arbeiten. Wir hatten Zeit, uns umzusehen und die zahlreichen Bücher zu bewundern. Es war eine besondere Erfahrung, die bekannteste Bibliothek in Frankreich besichtigen zu können.

Um 13 Uhr machten wir für zweieinhalb Stunden Rast am Boulevard Haussmann. Er ist über 2 km lang und u.a. bekannt für das prächtige Kaufhaus Galeries Lafayette. Dort gibt es zahlreiche Geschäfte von teuren Marken wie Prada oder Louis Vuitton. Der bereits weihnachtlich geschmückte Boulevard sorgte trotz der vielen Menschen für eine angenehme Stimmung.

Am späten Nachmittag kamen wir an der Sacré-Cœur im Stadtviertel Montmartre an. Diese Kirche wird auch als heiliges Herz des Viertels bezeichnet. Nach einer kurzen Wartezeit und einer weiteren Taschenkontrolle konnten wir die Kirche von innen besichtigen. Genauso wie von außen war sie sehr beeindruckend. Eine sehr prunkvolle Decke erwartete uns und überall standen Kerzen, die man anzünden konnte. Es herrschte eine schöne, ruhige Atmosphäre. In einem Rundgang konnten wir uns verschiedene Statuen und religiöse Kunst anschauen. In der Mitte der Kirche gab es viele Bankreihen, auf denen wir dann, am Ende, verweilten.

Nach einer kurzen Pause in der Jugendherberge gingen wir um 20 Uhr gemeinsam zum Abendessen in eine Crêperie. Jeder konnte sich eine Galette, eine Art herzhafte Crêpe, sowie eine Crêpe oder Eis zum Dessert und ein Getränk bestellen. Die Galettes waren mit verschiedenen Zutaten wie z.B. Schinken oder Käse gefüllt und gaben einen Eindruck von der französischen Küche. Das Restaurant war sehr gemütlich eingerichtet und so bot unser Besuch dort einen schönen Abschluss der Reise. (Milla, Carolin, Emma, Emmy, Dennis)

 

Gedenken zum Holocaust – Ausstellung in der Pausenhalle

Nie wieder!

Die Ausstellung zum Holocaust-Gedenktag am 27.01.2024 in der Pausenhalle des Ratsgymnasiums soll daran erinnern, woher diese Verpflichtung kommt: Deutschland trägt die besondere Verantwortung, die sich aus der Schuld an der Ermordung von 6.000.000 Juden während des Nationalsozialismus ergibt, dass sich dergleichen niemals wiederholen darf.
Stellvertretend für so entsetzlich Viele, bildet das Schicksal von Anne Frank und ihrer Familie und der ebenfalls untergetauchten Bekannten einen Schwerpunkt der Ausstellung. Aber auch ihre Helfer, die sie lange in ihrem Versteck unter Lebensgefahr versorgten, werden   gewürdigt: Zivilcourage war möglich!

Die historischen Formen des Antisemitismus und ihre heutigen Formen und Dimensionen müssen ebenfalls dargestellt werden, schließlich steigen antisemitische Straftaten seit dem 7. Oktober 2023 mehr als deutlich, sie haben sich vervierfacht.

Die kürzlich bekannt gewordene Geheimkonferenz in Potsdam, auf der sich AfD-, Werteunions-, CDU-Mitglieder und Wirtschaftsvertreter zusammen mit einem bekannten Rechtsextremen über die millionenfache Deportation (Vertreibung,)ihnen unerwünschter Menschen mit und ohne deutsche Staatsbürgerschaft austauschten, schreckt zusätzlich aktuell hunderttausende Menschen auf. Auch in Rotenburg gingen vergangenes Wochenende ca. 1200 Menschen auf eine Demonstration gegen Rassismus, Menschenfeindlichkeit und für Demokratie. „Nie wieder ist jetzt“, eine Wiederholung der schlimmsten Verbrechen, die von Deutschland ausgingen, muss verhindert werden.

Wie sich die Demokratie und junge Demokraten wehren können, bildet daher den Abschluss der Ausstellungsinhalte.

Nie wieder ist jetzt!

(Text: Corinna Barkholdt)

Feiern des deutsch-französischen Tages

Am 22. Januar hat auch unser Ratsgymnasiumwieder den deutsch-französischen Tag in der in den Nationalfarben Frankreichs geschmückten Pausenhalle gefeiert.

Neben einstimmenden Worten von Frau Rehder als Schulleiterin und Frau Rohde als Europakoordinatorin zu diesem bedeutenden Tag wurde auf den besonderen Wert unserer Verbundenheit mit unseren Partnerschulen in Sainte-Foy-La-Grande verwiesen. Unsere langjährige Verbindung ist gelebte deutsch-französische Freundschaft und steht ganz im Zeichen eines vereinten Europas.

Dieser Gedanke wurde von Carolin und Silja aus dem Leistungskurs 12 Französisch weitergeführt, indem sie, auf Französisch und Deutsch, vom letzten Schüleraustausch aus dem Herbst 2023 berichteten, der sie enorm bereichert habe. Außerdem hätten sie neue Freundschaften auf französischer Seite gefunden.

Zusätzlich gab es in der ersten großen Pause noch von SchülerInnen zubereitete kulinarische französische Köstlichkeiten. Eine großartige musikalische Untermalung rundete den Tag ab: Karen Farsad aus dem 12. Jahrgang spielte ein klassisches Klavierstück eines französischen Komponisten. SchülerInnen der Klasse 11FS haben im Rahmen ihres Projektes zu deutsch-französischen Beziehungen eine Ausstellung vorbereitet, die noch bis zum Ende der Woche in der Pausenhalle zu betrachten ist.

Auch diese Ausstellung ist zweisprachig gehalten und lässt auch Nicht-Franzosen die Besonderheit und Wichtigkeit dieser freundschaftlichen Beziehungen nachvollziehen.

Vive l’amitié franco-allemande! Vive l‘Europe!

Erasmus-Ausstellung in der Bildnerischen Werkstatt

…nur noch bis zum 06. Dezember!

Am 3. November war es endlich so weit: Die Ausstellung zu dem  Gemeinschaftsprojekt WUX wurde feierlich eröffnet: Nach dreijährigem Entstehungs- und Schaffensprojekt wurde die Gesamtschau der Werke aller Mitwirkenden erstmalig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Beteiligt an diesem Projekt waren auch 15 Ratsgymnasiasten und Ratsgymnasiastinnen, die im Rahmen ihres Erasmus+-Projektes gemeinsam mit ihren portugiesischen Austauschpartnern fleißig mitgewirkt haben: Zusammen mit Künstlerinnen und Künstlern der Rotenburger Werke erschufen sie Teile der Phantasielandschaft, die jetzt begehbar geworden ist. Auch nach Abschluss des eigentlichen Projektes im Mai 2022 fanden sich Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Jahrgangskameraden im Januar 2023 in der Bildnerischen Werkstatt ein, um den Schaffensprozess weiter voranzutreiben. Damit sind wichtige Aspekte des ursprünglichen Erasmus+-Projektes „Inklusion und Integration – Bereicherung durch Vielfalt“ erzielt worden: 1. Die Begegnung und Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Einschränkungen sowie 2. Die Verbreitung in der breiteren (Schul)Öffentlichkeit.

Inzwischen ist die Gesamtschau der Werke aus unterschiedlichsten Kunstformen (Malerei, Keramik, Kollagen, …) stimmungsvoll ausgeleuchtet und akustisch untermalt. Derzeit wird die Landschaft in 3D-Technik aufgenommen, um auch anderen Interessierten-  und besonders den Schülerinnen in Portugal-  mittels einer 3D-Brille einen virtuellen Spaziergang durch die WUX-Landschaft zu ermöglichen. Insgesamt alles absolut beeindruckend und empfehlenswert. Kunstkurse und Klassen des Ratsgymnasiums werden sicherlich noch einen Spaziergang vor Ort wahrnehmen.

Für die Projektteilnehmer selbst wurde eine lange Phase besonderer Eindrücke und Erfahrungen nun mit dieser Ausstellung abgeschlossen. Die Eröffnung bot Gelegenheit zur Rückschau und zum erneuten Austausch – besonders auf der Grundlage der publizierten Dokumentation des WUX-Projektes in einer Broschüre.  Wer sich ebenfalls an den Eindrücken unserer Projektteilnehmer erfreuen möchte, hat die Möglichkeit, sich ein Exemplar dieser Broschüre im Sekretariat unserer Schule abzuholen. 

Halbzeit – Kooperation mit dem Kunstverein Rotenburg

In der Jahresmitte des diesjährigen Programms des Kunstvereins besuchten Klassen des 7. und 12. Jahrgangs die dritte Ausstellung in diesem Jahr „Pan – Lichtinstallation, Bilder, Video, Skulptur“.

Unter Anleitung von Frau Leonhard und Professor Michael Dörner, dem Vorsitzenden des Kunstvereins, die viele Impulse im Betrachten der Werke setzten, entstanden spannende Gespräche und die Schüler und Schülerinnen beendeten die Exkursion mit einem Zeichenexperiment.

Auch die vorangegangenen Besuche im Kunstturm mit Besuchen der Gruppenausstellungen „Kunst und Soziale Medien“ sowie „The Artist is Absent – Perform Yourself, Hannes Egger“ waren eine große Bereicherung für die Lerngruppen aus den Jahrgängen 6, 9, 10 und 12, die auf diese Weise der Kunst im Original begegnen konnten.

Ein großer Dank gilt dem Kunstverein Rotenburg e.V., der mit seinem Engagement in der Kunstvermittlung für Schüler verschiedenster Altersstufen Tolles leistet.

Text und Bilder: Sabine Neugebauer

 

Seminarfach-Schüler analysieren Querdenker-Bewegung

Vier Schüler des Seminarfaches unter der Leitung von Astrid Mujica Alvarado haben das Milieu der Querdenker erforscht und präsentieren nun ihre Erkenntnisse in einer Ausstellung in der Schulstraße. Die Kreiszeitung berichtet in diesem Artikel:
Picture of Artikel der Rotenburger Kreiszeitung

Artikel der Rotenburger Kreiszeitung

Tom Gath berichtet am 14.12.2022 über die Ausstellung, die Hauke Westermann, Justin Bellmann, Justin Joel Stolpe und Julian Klar gemeinsam erstellt haben.

Ausstellung: Lärm führt zu irreversiblen Hörschäden

Umgebungslärm ist in den industrialisierten Ländern trotz aller inzwischen gesetzlich und real etablierten Schutzmaßnahmen nach wie vor die größte unmittelbar wahrnehmbare Belastung und ein massives Umweltproblem. Häufig führt er zu irreversiblen Schäden im menschlichen Organismus.

Im Rahmen des Profilunterrichtes Biologie hat sich die Profilklasse Naturwissenschaften des 9. Jahrgangs am Ratsgymnasium unter der Leitung von Claudia Harnack vor allem mit den Folgen von Lärm auf das menschliche Gehör auseinandergesetzt. Im Ergebnis entstand durch Recherche und Präsentationsarbeit eine umfassende Ausstellung, die bei Schülerinnen und Schülern ein gesteigertes Bewusstsein für die Gefahren und Schäden, die bei übermäßig lauter oder oder langer Beschallung drohen, schaffen soll. Zu sehen ist sie in den kommenden Wochen in der Schulstraße.

Absolut empfehlenswert!

Ausstellung am Ratsgymnasium: „DDR – Mythos und Wirklichkeit“

Die Ausstellung, die auf Initiative der Fachgruppe Geschichte vom 14.02. bis zum 9.03.2022 in der Schulstraße zu sehen ist, befasst sich mit der Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), einem untergegangenen Staatswesen, das von 1949 bis 1989 auf deutschem Boden bestanden hat. Im Jahre 1989 wurde die Diktatur in der DDR durch eine  friedliche Revolution seiner Bürgerinnen und Bürger gestürzt.

Schnell ergeben sich vor den Stelltafeln die ersten Diskussionen, oftmals auch, weil eigene Familiengeschichte betroffen ist.

Träger der Ausstellung ist die Konrad-Adenauer-Stiftung, die sich seit 1955 für die politische Bildung in der Bundesrepublik und die Förderung der europäischen Einigung einsetzt. Sie steht gedanklich der CDU nahe. Die Motivation die Ausstellung an die Schule zu holen erläutert der Obmann für das Fach Geschichte, Harald Asmuth, so:

„1989 ist für viele unserer Schülerinnen und Schüler schon so fern, dass sicheres historisches Wissen über diese DDR verloren geht und überlagert wird durch Mythen und Unrichtigkeiten, die einerseits die Diktatur der SED verharmlosen und auf der anderen Seite unsere bestehende Demokratie in Frage stellen. Gerade in unserer krisenhaften Gegenwart zirkulieren unterschiedlichste geschichtliche Mythen und Verschwörungserzählungen, die vermeintlich bessere und demokratischere Alternativen zu unserem Staats – und Gesellschaftsmodell aufzeigen.“

Erklärtes Ziel dieser Ausstellung ist es, diese Mythen zu dekonstruieren: Schülerinnen und Schüler sollen in den Staatsaufbau der DDR, ihrer Wirtschaft und auch in verschiedene Aspekte des privaten Lebens ihrer Bürger Einblicke erhalten, also in Ausschnitte einer kleinen, individuell erlebten Welt. Auf diese Weise können wir ein kritisches, aufklärendes Bild der DDR vermitteln, das diese Gesellschaft nicht pauschal und oberflächlich abwertet, die Mechanismen der Diktatur aber deutlich aufzeigt und so dazu beitragen kann, solche vereinfachenden Mythen zu durchschauen.“

Leiser Abschied der Ausstellung „Was glaubst Du denn!? Muslime in Deutschland“

Liebe Peer-Guides, liebe Eltern, Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Interessierte,

es ist eine sonderbare Zeit, in der wir eine besondere Herausforderung angenommen haben: Die Ausstellung „Was glaubst du denn!? Muslime in Deutschland“ war – nun ja, ein paar Tage zu Gast in unserer Schule. Schon die Vorbereitungen waren angesichts der Pandemie eine Herausforderung. 27 Schülerinnen und Schüler hatten sich bereit erklärt, interessierte Klassen durch die Ausstellung über Menschen muslimischen Glaubens in Deutschland zu begleiten. Sie wurden durch die Bundeszentrale für politische Bildung in schulinternen Seminaren darauf vorbereitet, und ich selbst konnte mich mehrfach davon überzeugen, dass die verschiedenen Gruppen behutsam durch die Ausstellung begleitet wurden. Dabei waren die Gruppen sehr verschieden: mal nur Erwachsene, mal eine gemischte Gruppe, mal ältere Schülerinnen und Schüler, mal jüngere Schülerinnen und Schüler.

Es gelang immer wieder, bei den Besuchern ein Bewusstsein dafür zu wecken, dass Vorurteile unseren Blick auf andere Menschen lenken. Schülerinnen und Schüler erfuhren nicht nur etwas über das Leben von Menschen in Deutschland, die muslimischen Glaubens sind, sondern indem sie Gedanken und Gefühle anderer junger Menschen kennenlernten, reflektierten sie ihr eigenes Denken, Fühlen und Handeln. Letztlich, so die Botschaft der Ausstellung, haben alle Menschen immer unterschiedliche Geschichten, Pläne und Wünsche. So vielfältig die Identitäten von Menschen sind, so vielfältig präsentiert sich eine Gesellschaft.

Die Frage „Was glaubst du denn?!“ signalisiert zunächst Interesse am anderen. Sie kann – je nach Betonung – als ehrlich interessierte oder auch als ungläubige Nachfrage gemeint und verstanden werden. Erst im direkten Austausch werden Missverständnisse geklärt, versteht man ehrliches Interesse oder ungläubiges Staunen. Die Ausstellung ermutigt dazu, sich in diesen direkten Austausch zu begeben, sich um Verständigung und Verständnis zu bemühen. Sie ist je nach Standpunkt ein Anfang und / oder eine Etappe auf dem immerwährenden Weg zu Verständigung und Verständnis.

Es ist zwar sehr schade, dass aufgrund der aktuellen Situation einige Begleitungen nicht mehr durchgeführt werden können, denn die Peer-Guides habe ihre Aufgabe mit großem Engagement wahrgenommen. Dafür danke ich ihnen sehr! Andererseits bin ich froh, dass wir die Veranstaltung in dieser außerordentlichen Zeit überhaupt durchführen konnten. So konnten wir in einer Zeit, in der Abstand das Gebot der Stunde ist, auch Gemeinschaft und Verständigung erlebbar machen.

Wir bedauern es sehr, dass wir außerschulischen Interessierten aufgrund der aktuellen Situation den Besuch der Ausstellung nicht mehr ermöglichen können. Aber es wird eine Zeit nach Corona geben, es wird weitere Veranstaltungen geben und es wird wieder mehr Gemeinschaft innerhalb unserer Schule und mit außerschulischen Partnern geben. Wir alle erwarten diese Zeit sehnsüchtig und tun das Unsere, um die Wartezeit bis dahin zu verkürzen.

Ich wünsche euch und Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit und einen guten Übergang ins neue Jahr. Vor allem aber wünsche ich allen, dass sie gesund bleiben mögen.

Herzliche Grüße

Eure und Ihre Kerstin Lubkowitz

error: Die Inhalte dieser Seite sind geschützt und können nicht gespeichert werden.