Die derzeitigen Gastschüler am Ratsgymnasium, Andrés aus Mexiko und Agustín aus Chile, feierten zusammen mit der Spanischklasse 10Sn eine kleine Weihnachtsfeier. In der Cafeteria wurden mexikanische Enchiladas verspeist, die die deutschen Schüler vorbereitet hatten. „Es schmeckt wie in Mexiko“, sagt Andrés, der bis Ende des Schuljahres unsere Schule in Jahrgang 11 besuchen wird. Agustín besucht noch bis Februar die Klasse 10Sn und wünscht mit ihnen zusammen „¡Feliz Navidad!“
Soziales
Frühe Weinhachten: Lions Club Rotenburg spendet Tischkicker
Da kann die Schule eigentlich nur „Danke!“ sagen: Die Mitglieder des Lions Club Rotenburg haben sich überaus großzugig dem Ratsgymnasium gegenüber gezeigt und unserer Schülerschaft ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk zukommen lassen – einen Kickertisch. Dieser wurde auch gleich von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 6b (Bild) in Besitz genommen, ehe in den kommenden Pausen alle anderen auch in den Genuss des Tisches kommen konnten. Schulleiterin Iris Rehder konnte dann gleich als Zuschauerin erleben, mit welchem Elan der kleine weiße Ball den generischen Figuren um die Beine geschossen wurde.
Mit nunmehr drei Kickertischen in der Pausenhalle gibt es für jüngere und ältere Spielwillige nun ausreichend Stationen, um alle mal zum Zug kommen zu lassen. Vielleicht sind da sogar Pausenturniere drin… ? Sogar gegen die Lehrer…?
500 Deckel gegen Polio – wir machen mit!
Das Orchester kann auch backen!
Nachdem das Orchester des Ratsgymnasiums beim Weihnachtskonzert selbst noch echten für Ohrenschmaus gesorgt hatte, standen nun die eigenen Sinnesfreuden beim gemeinsamen Kekseausstechen in der kurzerhand zur Weihnachtsbäckerei umfunktionierten Cafeteria im Vordergrund. Man sieht: die Vorfreude auf die Feiertage wächst, aber auch der bevorstehende traditionelle Weihnachtsbasar zum Jahresabschluss am kommenden Freitag wird sehnsüchtig erwartet. Zu diesem sind übrigens dann auch wieder alle Eltern, Verwandten und Freunde der Schule wieder herzlich eingeladen!
„Heimat“-Film zur Lesenacht 2018
Darauf haben Freunde der Romanvorlage lange gewartet: Nach der Live-Vorführung im September kommt nun endlich die Verfilmung des Klassikers „Heimat – Eine Lesenacht“ in die Rotenburger Kinos… Die Film-AG hat sich also auch in diesem Jahr nicht nur die Arbeit gemacht, die Lesungen der Lesenacht zu dokumentieren, sondern hat passend zum Jahresausklang daraus einen sehenswerten Kurzfilm geschnitten. Viel Spaß dabei! |
Klassenklimatag am Ratsgymnasium – damit sich alle in der Klasse wohlfühlen!
„Wir tun etwas für das Klassenklima“ lautet das Motto des jährlichen Aktionstages für alle 6. Klassen des Rotenburger Ratsgymnasiums, der in diesem Jahr im November stattfand.
Ziel des Programms ist es, sich frühzeitig mit dem Thema Mobbing auseinanderzusetzen, damit dieses Problem innerhalb der Klassen gar nicht erst akut wird. Mit Hilfe von Theater- und Rollenspielen sowie Gesprächen und anderen Spielen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Thematik und auch mit der Frage, was eine Klassengemeinschaft funktionieren lässt, was sie stört und wen man gegebenenfalls um Hilfe bitten kann.
Die Schülerinnen und Schüler waren dann auch mit großem Ernst bei der Sache, als es beispielsweise um die Bewertung der Ereignisse im Beispielfilm „Sandra wird fertig gemacht“ ging. Mit Hilfe theaterpädagogischer Ansätze wurden entscheidende Konflikte und mögliche Lösungen zunächst spielerisch herausgearbeitet. Wesentlich dabei war die Erkenntnis, dass man etwas gegen Mobbing tun kann und dass letztlich die Schülerinnen und Schüler, die sich zunächst selbst nur als Zuschauerwahrnehmen, doch die Macht haben, ein Mobbing zu beenden. Nach dieser fallbezogenen Einführung wurden dann, innerhalb der Klassen nach Jungen- und Mädchengruppen getrennt, die eigenen Konflikte in der Klasse konkret benannt und mit Hilfe eines „Mobbing-Barometers“ verdeutlicht. Im letzten Teil der Veranstaltung hatten alle Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, diese Probleme offen anzusprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Organisiert wird dieses regelmäßig stattfindende Projekt von den Beratungslehrkräften des Ratsgymnasiums Rotenburg, Marina Petersen und Gerd Wenschkewitz. Unterstützt werden sie an diesem Tag durch etliche sehr engagierte Lehrkräfte, die dafür extra als Moderatoren geschult und vorbereitet wurden. Nach einer kurzen Wartephase werden diese Moderatoren auch wieder in die von ihnen begleiteten Klassen gehen und mit Unterstützung der Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer überprüfen, was sich verbessert hat und wo noch Handlungsbedarf besteht. Das Programm setzt also sehr deutlich nicht auf kurzzeitigen Aktionismus, sondern auf nachhaltiges Wirken.
Ratsgymnasiasten erkunden Europa
Im Zuge der jährlich in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. stattfindenden Reise unserer Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 12 nach Lommel, Belgien, besuchten die Klassen 10a und 10Sn, so wie vor den Herbstferien die Klassen 10b und 10 NW, gemeinsam mit ihren Klassenlehrkräften Hendrik Beek und Ulrike Lützen sowie der Referendarin Anna Panknin das Europaparlament in Brüssel.
Die Schüler setzten sich auf dem größten Soldatenfriedhof für gefallene Soldaten des Zweiten Weltkrieges im belgischen Lommel zunächst im Zuge der Gräberpflege mit der grausamen Kriegsvergangenheit auseinander. Etwa 39.000 Gefallenen, teilweise erst 15 Jahre alt, wird auf dem Soldatenfriedhof ewiges Ruherecht gewährt. Später erfuhren sie in Workshops anhand von Einzelschicksalen, wie das NS-Regime Menschenrechte verletzte – es wurden aber auch Bezüge zu aktuellen Kriegen, Vertreibungs- und Fluchtphänomenen hergestellt.
Der Besuch des Europaparlamentes in Brüssel zeigte, dass das gemeinsame Europa, heute die EU, auch als Maßnahme zur Friedenserhaltung gegründet wurde. Diesem Bündnis gehören nach seiner Gründung 1952 heute inzwischen 28 Länder an, die eine gemeinsame Charta der Menschenrechte unterzeichnet haben und somit ihre Einigkeit demonstrieren und ein Zeichen für friedliches Zusammenleben setzen wollen.
Für diese Ziele setzt sich auch das Ratsgymnasium in seiner Eigenschaft als Europaschule und Schule gegen Rassismus ein.
Tipi eröffnet – Kissen als Geschenk für das Ratsgymnasium

Bei der Einweihung des nunmehr fertiggestellten Tipis der Stiftung „mittendabei“ am Sonntag, den 25.09.18 auf dem Hartmannshof (siehe Beitrag unten) wurde den Schülerinnen und Schülern des Ratsgymnasiums ein Kissen aus Wollquadraten übergeben. Das Dankgeschenk findet seinen Platz in der Schülerbücherei, wo es neben der optischen Aufhellung beim Schmökern auch einen praktischen Nutzen erfüllen und die Sofas und Sessel noch gemütlicher machen kann.
Das Tipi steht als Symbol für Hoffnung, Freiheit, Liebe und Verantwortung der Menschen füreinander. Dies sind Themen, mit denen sich die Europaschule Ratsgymnasium als „Schule mit Courage – Schule gegen Rassismus“ gut identifizieren kann.
Die Veranstalter und Offiziellen der Rotenburger Werke und der Stiftung „mittendabei“ dankten allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an dem Projekt sowie dem Schulchor der Klassen 7c und 6m für die musikalische Umrahmung bei der Eröffnung herzlich.
Mein Erfahrungsbericht zur Klassenfahrt nach Lommel
„Von Lynn Vollmers
Am Ratsgymnasium fahren jährlich die jeweiligen 10. Klassen auf Klassenfahrt nach Lommel in Belgien. In diesem Jahr war es mein Jahrgang und wenn ich ehrlich bin, hatte ich bei dem Gedanken noch gar keine Lust darauf.
Wir fuhren also morgens los und kamen spätnachmittags in der Jugendbegegnungsstätte an. Ich sah zum allerersten Mal die Kriegsgräberstätte mit eigenen Augen und konnte den Mund vor Erstaunen kaum zu halten. Natürlich habe ich mir vorher Bilder angeschaut, aber diese konnten mir im Weiten nicht das Gefühl geben, dass ich bekam, als ich es selbst sah. An diesem Tag kamen wir erst einmal in Lommel an, und lebten uns schonmal ein wenig ein.
Direkt am nächsten Tag stand die Kriegsgräberpflege auf dem Tagesprogramm. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt, welche dann abwechselnd die Gräber gepflegt oder in einem Workshop teilgenommen haben. Dies klingt vielleicht im ersten Moment komisch, aber ich rede im Namen der Klassen, wenn ich sage, dass das für uns keine elendige Aufgabe war. Es war eine kleine Ehre dies für die gefallenen Personen zu tun und ihnen unseren Respekt zu zeigen, indem wir uns ein wenig um die Gräber gekümmert haben. In dem kleinen Workshop haben wir uns z.B. mit den Geschichten auseinandergesetzt, die hinter manchen Gräbern stecken.
Am späten Nachmittag waren wir noch für eine Stunde direkt in Lommel. Mittwoch war für mich persönlich der emotionalste Tag. Wir besuchten am frühen Morgen das Fort Breendonk. Dies ist ein sogenanntes Arbeitslager. Wir erlebten dort alles hautnah und es war wie schon erwähnt eine sehr emotionale Erfahrung für mich und auch für viele andere aus meinem Jahrgang. Am Nachmittag sind wir dann nach Antwerpen gefahren. Hier haben wir ein wenig die Stadt erkundet und anschließend ging es wieder zur Jugendbegegnungsstätte.
Am letzten Tag, Donnerstag, haben wir die Chance gehabt einen Zeitzeugen kennenzulernen. Er erzählte uns seine Geschichte und wir durften ihn alles Mögliche darüber fragen. Im Laufe des Tages haben wir in den Klassen noch einige Workshops gehabt und viele Informationen zu diesem Thema erarbeitet. Da es für manche Personen schwer sein kann, die erlebten Eindrücke zu verarbeiten, hatten wir immer die Chance, uns mit den Lehrern und Mitschülern auszutauschen.
Den letzten Abend haben wir nochmal so richtig zusammen genossen und am nächsten Morgen ging es wieder los nach Hause. Mein Fazit dieser Klassenfahrt ist, dass ich unheimlich froh bin, Teil dieser Reise gewesen zu sein. Ich habe viele schöne, aber eben auch sehr bewegende Eindrücke mit nach Hause genommen. Natürlich hat man sich an diesem Ort sehr respektvoll verhalten, jedoch konnten wir trotzdem auch durchaus Spaß zusammen haben.“
„Újra találkozunk!“ – Ratsgymnasiasten freuen sich auf Wiedersehen in Ungarn
Am vergangenen Montag gingen für zwanzig Ratsgymnasiasten und ihre jeweiligen Austauschpartner aus Ungarn ereignisreiche Tage zu Ende, die allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben werden. Die ungarischen Schülerinnen und Schüler, untergebracht bei Gastfamilien in Rotenburg, haben in der Woche in Deutschland das alltägliche Leben ihrer Gastgeber in zahlreichen Facetten kennengelernt. Begleitet und betreut wurden sie dabei von zwei Lehrerinnen der Deutschen Schule Budapest.

Die Anreise mit dem Zug aus Budapest gestaltete sich recht beschwerlich, leider kam die Gruppe aufgrund zahlreicher Verspätungen am 10. September erst sehr verspätet um 23:30 Uhr in Rotenburg an. Hier wurde die Gruppe wurde aber mit viel Freude von den Austauschpartnern begrüßt und herzlich aufgenommen. Nach einer etwas kurzen Nachtruhe konnten am ersten Tag alle gemeinsam den Unterricht am Ratsgymnasium besuchen und erste Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Schulsystem entdecken.
Am Mittwoch machten Gäste und Gastgeber bei bester Laune eine gemeinsame Fahrt nach Bremen und erkundeten im Rahmen einer Stadtralley Geschichte und Sehenswürdigkeiten der Hansestadt. Am Donnerstag stand ein Ausflug ins Wattenmeer bei Cuxhaven auf dem Programm. Mit dem blauen Klassenzimmer und einem Wattführer wurde der Unterricht in die einmalige Natur des Weltnaturerbes verlegt. Die Schüler stapften mutig bei schönsten Wetter zumeist barfuß durch den Schlick und konnten bei bester Sicht sogar bis zur Hallig Neuwerk sehen. Am Freitag stand für die ungarischen Schüler wiederum das Erleben eines ganzen Schultages mit Unterricht am Ratsgymnasium im Vordergrund – eine Besonderheit solcher Schulaustausche, die eine touristische Reise nie bieten kann. Im Rahmen eines gemeinsam durchgeführten Quizz lernten ungarische und deutsche Schülerinnen und Schüler sich und ihre jeweilige Heimat nochmal mit viel Spaß kennen.
Am Wochenende genossen die aufnehmenden Familien ihre ungarischen Gäste die freie Zeit und unternahmen Ausflüge, um das Leben in Rotenburg zu zeigen. Am Montag, den 17. Septemberging die für alle aufregende Zeit vorbei. Sehr früh am Morgen verließen die ungarischen Gäste Rotenburg mit vielen neuen Eindrücken in Richtung Budapest. Am Ratsgymnasium ist die Vorfreude auf den Gegenbesuch vom 15. bis zum 22. Oktober groß, Schülerinnen und Schüler sowie begleitende Kollegen werden dann an der Deutschen Schule in Budapest zu Gast sein.